Neues zur Ernährung in deutschen Medien

Für den Ernährungsdenker ist es aus verschiedenen Gründen interessant darüber informiert zu sein, welche Themen von Medien aufgegriffen werden. (Anm. Grundsätzlich gilt  Niklas Luhmann´s Gedanken "Alles was wir über die Welt wissen, wissen wir aus den Medien"; siehe auch Dimension Umwelt - Kommunikation)

Einmal Mensch ist neugierig im allgemeinen, Wissenschaftler sind neugieriger. (s. Frischware + Hinter-Denken)

Zum anderen steht am Ende eines jeden Forschungsprozesses eine Publikation, und es ist anzustreben, dass diese auch wahrgenommen wird. Wie jeder Wissenschaftler (wie vielleicht auch jeder Mensch) beklagen auch Ernährungswissenschaftler nicht ausreihend gehört und verstanden zu werden.

So zählt auch die Darstellung des Themas Ernährung in den verschiedenen Medien zu den Forschungsthemen der Ernährungsverhaltens-Forschung.

An dieser Stelle wird jedoch keine empirische wissenschaftliche Erhebung vorgestellt, sondern einfach die Ausschnitte von den Informationen, die der Ernährungsdenkwerkstatt beim regelmäßigen Beobachtungen der Medien aufgefallen sind. Die Auswahl des "Merkwürdigen" unterliegt der selektiven Wahrnehmung, und wird (fast) täglich als "Neues am dd_mm_yyyy" notiert. Das Neue wird auch älter, und kommt ins Archiv.

Das regelmäßige Beobachtungen heisst, täglich Zeitungen lesen, Nachrichten hören und Tagesschau sehen. Und man "googelt"

Interessante (und kompetente) Kommentierung des aktuellen Geschehens im Ernährungsbereich auch durch: http://www.wohl-bekomms.info/

Diese Aktivität wurde im März 2008 begonnen, und relativ regelmäßig durchgeführt; heute (22.06.2010) nach mehr als zwei Jahren von "Neues am ..." wird dieses "Projekt" erst einmal unterbrochen. Das hat eine Reihe von Gründen - z.B. "Nichts ist ewig"; "lohnt der Zeitaufwand? - kann die Zeit sinnvoller genutzt werden?"

Es wird zwar weiter beobachtet, doch nicht so systematisch und nicht in der gewohnten Form (letzmals bisher 11.06.2010) - Hinweise für eigene Medienbeobachtung.

 

(A: OLT / 06_03_08 + 02_12_09/ 22_06_2010 / FD - o )

 

(Meldung vom 12.01.2011) Mit dem „Rahmenprogramm Gesundheitsforschung“ richtet die Bundesregierung (www.bmbf.de (Presse) + www.bmg.bund.de ) (Broschüre)  ihre Förderung der medizinischen Forschung neu aus. Der Schwerpunkt liegt künftig auf der Erforschung besonders häufiger Krankheiten und der Vernetzung von Wissenschaft und Praxis; es gibt sechs Aktionsfelder
- (1) Gebündelte Erforschung von Volkskrankheiten (Krebs, Herz-Kreislauf-, Stoffwechsel-, Infektions-, Lungen und neurodegenerativen Erkrankungen sowie psychische, muskuloskelettale und allergische Erkrankungen.
- (2) Individualisierte Medizin: Verständnis grundlegender Krankheitsmechanismen; Ziel: selbstbestimmtes Leben im Alter bei gutem Gesundheitszustand; die Erforschung seltener Krankheiten
- (3) Präventions- und Ernährungsforschung (Vorsorgeherausforderung) Dazu wird unter dem „ Dach der nationalen Präventionsstrategie“ ein Aktionsplan entwickelt, der die Forschungsförderung zu allen für Präventions- und Ernährungsforschung relevanten Ansätzen - von der Epigenetik bis zur Epidemiologie - zusammenführt und interdisziplinär verknüpft.
- (4) Versorgungsforschung - Studien zur Bewertung des Nutzens etablierter und neuer Verfahren im Versorgungsalltag, der Aufbau von Studienstrukturen, die Durchführung von Studien zur Prozessoptimierung von Versorgungsabläufen.
- (5) Gesundheitswirtschaft ist eines der großen Wachstumsfelder in den Industrienationen. Sie umfasst neben der Arzneimittelindustrie, der Biotechnologie sowie der Medizintechnik auch die Versorgung mit medizinischen Dienstleistungen, wobei z.B. mit der Telemedizin neue Dienstleistungsformen entstehen.
- (6) Gesundheitsforschung in globaler Kooperation - Internationalisierung der Gesundheitsforschung durch den gemeinsamen Aufbau von Forschungsinfrastrukturen, mit besonderem Fokus auf der Erforschung vernachlässigter und armutsbedingter Krankheiten in Kooperation mit Entwicklungsländern.

Koordinierung der Forschung durch Errichtung von sechs Deutsche Zentren der Gesundheitsforschung
Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen (Bonn)
Zentrum für Diabetesforschung
Zentrum für Infektionsforschung
Zentrum für translationale Krebsforschung
Zentrum für Lungenforschung
Zentrum für Herz-Kreislauferkrankungen.
Insgesamt stellt das BMBF der Gesundheitsforschung damit in den kommenden vier Jahren mehr als 5,5 Mrd. Euro bereit. Hinzu kommen seitens des Bundes weitere erhebliche Ausgaben anderer Ressorts für Projektförderung, institutionelle Förderung und Ressortforschung.