Es gibt eine Reihe von komplizierten Methoden zur Ermittlung der Körperzusammensetzung (Wasser; Fett, Muskel ua.) (Verteilungsräume); diese dienen einerseits dazu, die beschriebenen anthopometrischen Methoden hinsichtlich ihrer Messqualität zu beurteilen. Sie können aber in bestimmten Fällen bei Feldstudien eingesetzt werden. Das gemeinsame an solchen Methoden ist, dass sie einen wesentlich höheren Aufwand bedürfen; sie sind als solche komplizierter, benötigen Spezialeinrichtungen bzw. -geräte und ihre Anwendung und Bewertung bedarf spezieller Kenntnisse und Erfahrungen

Die gültigsten Werte über die Körperzusammensetzung erhält man durch Autopsien und anschließender chemischer Analyse. Dieses nicht sehr häufige Material von menschlichen Leichen dient als Standard für alle weiteren Methoden.

Die Dichte des menschlichen Körpers kann durch Unter-Wasser-Wägungen geschehen; mit dieser uralten "Archimedischen" Methode (Densitometrie) kann der Fettanteil im Körper ermittelt werden, denn Fett hat eine geringere Dichte (0,900g/cm3) als die anderen Körperbestandteile (1,100g/cm3). Für solche Wägungen braucht man ein entsprechendes Labor, Eintauchgefäß (Wanne mit konstant temperierten Wasser, 28-30o C), eine große Personen-Waage mit entsprechender Sitz-Konstruktion und Erfahrungen wie mit Rest-Lungen-Volumen, Darminhalt usw. korrigierend umgegangen wird.

Der nächste Methodenbereich ist vom Prinzip her ebenfalls einfach; doch auch dieser erfordert viele Detailerfahrungen, um Abweichungen vom idealen Prinzip korrigieren zu können. Die Verdünnungs-Methoden funktionieren nach dem Prinzip, dass aus der Konzentration einer in bekannter Menge zugeführten Substanz, das Verteilungsvolumen zu berechnen ist. Man kennt verschiedene Verteilungsräume beim Menschen und weiß, welche Substanzen sich in welche Räume verteilen können. Alle Gewebe außer Fettgewebe enthalten Wasser, so können Wasserisotopen eingesetzt werden (Deuterium, O18). Damit können der Gesamtkörperwassergehalt, die fettfreie Körpermasse (lean body mass, LBM) und der Körperfettanteil ermittelt werden. Andere Substanzen die sich durch alle Zellwände bewegen können und die sich gleichmäßig im Körperwasser verteilen, sind: Harnstoff, Antipyrin und Pyridon. Der extrazelluläre Raum kann abgeschätzt werden, in dem man die Verteilungen von Substanzen, wie Thiocyanat (SCN) und Sulfat, heranzieht; der intrazelluläre Raum wird vor allem über Kalium-Isotope bestimmt.

Fettschicht-Messung (Kutimetrie) (z.B. in der Tiermast) - Ultraschall (bzw. Hautfalten).
Verschiedenste Formeln zur Berechung der Fettmenge (z.B. in W Lantzscg, K Seige: Über Möglichkeiten einer Bestimmung des Fettanteils am Körpergewicht) - dort z.B. Formeln mit 10 verschiedenen Hautfalten, für Männer und andere für Frauen) ( Bugyi - Z. Ernwiss 12: 26 (1973);  Katch F.I. J appl.Physiol. 25: 92 (1968);  Clemente, Nutr. Rep. Internat. 7:157 (1973)

Detaillierte Bilder vom "Inneren" des Menschen können heute durch die Computer-Tomographie gewonnen werden können. Diese "Schichten"-Bilder der Körper-Zusammensetzung sind jedoch noch sehr teuer; sie können nur für grundlegende kontrollierte Studien eingesetzt werden.

Die unterschiedlichen Körpergewebe leiten elektrischen Strom in verschiedener Weise, so kann die Leitfähigkeit (bzw. der Widerstand = BioImpedanz) zwischen einzelnen Körperabschnitten gemessen werden. Diese Werte hängen von eine Reihe von Faktoren ab, die kontrolliert werden müssen (z. B. Stromfrequenz; Art und Lage der Elektroden usw.). Die Entwicklung in der Elektronik erleichtert heute die Anwendung dieser Methoden; es gibt viele entsprechende Publikationen. Sie zeigen wie wichtig eine gut kontrollierte Anwendung solcher modernen Apparate ist; ihre Anwendung im Feld ist noch mit großen Unsicherheiten in der Datenqualität verbunden.

Die Vielzahl der neuen Methoden zur Bestimmung der Körperzusammensetzung zeigen eine Dynamik in diesem Methoden-Bereich an. Das Ergebnis der Entwicklung ist noch nicht abzusehen (Lukaski 1987). Für ernährungsepidemiologische Studien werden die "alten" einfachen Methoden der Ernährungs-Anthropometrie sehr wichtige Hinweise über den Ernährungszustand liefern. Die modernen Methoden werden in diesem Rahmen vor allem zur Qualitätsbeurteilung der Feldmethoden ihren Einsatz finden. Die meisten der modernen Methoden sind zu aufwendig. Bei den weniger aufwendigen - wie Analysen der Ultraschall-Messungen und der Leitfähigkeits- bzw. Widerstands-Messungen - ist ein Einsatz durchaus realistisch. Man muss jedoch vor zu hohen Erwartungen warnen; diese Methoden sind nur scheinbar einfach. Die Messungen mit diesen Apparaturen erfordern viel Erfahrung und Überprüfung damit auch richtige Ergebnisse erhalten werden. Formelles Anwenden ohne Erfahrungshintergrund kann zu recht falschen Aussagen führen.

Die anthropometrischen Messungen haben neben den geschilderten Vorteilen, den Hauptnachteil, dass sie keine Frühkennzeichen für die Veränderungen in der Ernährungsbilanz darstellen (Abb. 17). Der Stoffwechsel wird je nach Lage der Nahrungsbilanz so umgestellt, dass sich Gewebe (Speicher usw.) entweder auf- (Anabolismus) oder abbauen (Katabolismus). Spezifische Aussagen zur Ernährungs-Bilanz einzelner Nährstoffe (die nicht Energielieferanten sind) sind auch nicht mit der Anthropometrie zu erhalten; wenngleich die epidemiologische Erfahrung zeigt, dass mit den Hauptnährstoffen die Bilanz der anderen Nährstoffe in engem Zusammenhang steht. Zur besseren und früheren Beschreibung der Ernährungssituation wird versucht, Stoffwechselparameter heranzuziehen; die Methoden dieser biochemischen Indikatoren des Ernährungs-Zustandes werden im folgenden Kapitel beschrieben.

 

Literaturliste Übersicht 44

Ellis, K.J. Human Body Composition - in vivo methods Physiol Rev 80_650_2000

Wagner, Karen: nTOBEC - eine neue Methode zur Erfassung der Körperzusammensetzung, Dissertation Potsdam, 2005 (TOBEC _ Total Body Electric Conductivity) (Bioimpedance).

Übersicht - verschiedene Methoden (CHART - Lukaski - AJCN 1987)n (CHART ABB282(Publikation)

Körperfettmenge - im Prinzip berechenbar aus verschiedenen Hautfaltenmessungen und anderen anthropometrischen Informationen

(Abb83- OLT134M)     -  Formel-Chart     (Nomogramm)

(Gültigkeits-Untersuchungen zur Körperfett-Bestimmung - Abb.84-OLT134M)

(Unterwasserwiegen) (Autopsien)

auch biophysikalisch -  Bioimpedance /  Ultraschall (Kutimetrie) (ABB84b - OLT134M)

(Zusammensetzung des Körperfettes; Biopsien - GC - Fettsäuremuster) (Beynen)

Körperfett ändert sich mit Lebensalter - CHART   Foetus - Erwachsenalter/   CHART  Foetus bis Seniorenalter  /   CHART - Trcieps

Body Composition Data (X-Ray) - US - 8y to adults - Vital Health Statictics Ser11/No 250 (April 2010)  (Link ---http://www.cdc.gov/nchs/data/series/sr_11/sr11_250.pdf -- http://www.cdc.gov/nchs/products/series.htm#sr11)

 

PASSCLAIM - Diabetes - Obesity - Metabolic Syndrom - BMI - Body Fat Methods - Energy intake - Energy Balance - Activity -Insulin Sensitivity - blood glucose - Chrom - Vanadium - Magnesium - Calcium

kommerzielle Anwendung - z.B. in Verbindung mit Sport, Body-Building; Gewichts-Reduktions-Programme u.a.

Welcher Körperfettanteil ist optimal? t-online 13.09.2018

DEGASPORT - Deutsche Gesellschaft für angewandte Sportwissenschaft mbH, München - www.fettmessung.de (viele Websiten führen zum gleichen Ziel) - www.fatfinder.de
- www.physical.de - www.clever-abnehmen.de - www.clever-bewegen.de  - www.koerperanalysen.de 

-- Medical Body Composition Centre - https://science.seca.com