Eisen ist ein Element, bei dem vieles von den allgemein einleitenden Bemerkungen zutrifft. Man kennt seinen Stoffwechsel recht gut, und weiß darüber, wie weit verzweigt die Beziehungen zu anderen Nährstoffen sind. Eisen ist an der Blutbildung beteiligt und Mangel an Eisen ist einer der Faktoren für die weitverbreitete Form der Unterernährung - die Anämie (s Hämoglobin). Diese steht jedoch - wie bereits genannt - auch in Zusammenhang mit vielen weiteren Faktoren (wie PEM, Folsäure, Vitamin B12 usw.). Seine Resorption im Darm ist abhängig von einigen Begleitfaktoren in der Nahrung (z. B. Vitamin C, Kupfer - begünstigen, Phytate, Oxalate, Rohfaser - behindern), aber auch vom Eisen-Versorgungszustand im Körper (im Eisenmangel nimmt der Körper mehr auf; im Überschuss weniger). Die Konzentrationen der Eisen-Ionen im Blut stehen im Zusammenhang mit der Eisenzufuhr. Eisen wird dabei größten Teils an einem Transport-Protein gebunden (Transferrin, früher: Eisenbindungs-Kapazität), dies ist vom Eiweiß-Zustand abhängig. Ein Eisenspeicher befindet sich in der Milz; dort ist das Eisen an einem anderen Speicherprotein gebunden, dem Ferritin. Diese Eisenbindungsproteine können heute mit den (Radio)Immuntechniken leicht bestimmt werden. Es zeigte sich, dass die Ferritin-Konzentrationen im Blut in guter Beziehung zu den Eisenvorräten stehen, so ist Ferritin ein empfindlicher Frühindikator für Eisenmangel-Zustände. Die Bestimmung der Eisenbindungs-Kapazität bzw. des Transferrins und des Grades der Sättigung der Eisenbindungskapazität sind nicht so empfindliche Indikatoren; ähnlich ist die Eisenkonzentration im Blut zu beurteilen.

Bedingt durch die Bedeutung der Anämie und der relative leichten Diagnose gibt es eine Fülle von Erfahrungen mit diesen biochemischen Indikatoren. Es gibt differenzierte Beurteilungskriterien, je nach Alter, Geschlecht, Höhenlage, Schwangerschaft, Rasse, usw. In der Realität machen sich die Störeinflüsse und Wirkungsnetze bemerkbar. Einen bedeutenden Einfluss auf den Eisenstoffwechsel haben auch Infektionen und der Parasitenbefall (z. B. Hakenwürmer im Darm). Es gibt genetische Eisenstoffwechsel-Störungen. An all dies ist bei der Bewertung der biochemischen Indikatoren zu denken.

Auch für Mineralstoffe gilt, das was bei den anderen Nährstoffen bereits betont wurde, zeitliche Verfolgung der Daten lassen bessere Bewertungen zu, gekoppelt mit entsprechenden Belastungstest sind sie von höherem Aussagewert. So kann eine Eisenmangel-Anämie durch gestörte Eisenresorption hervorgerufen sein, die seinerseits durch Eiweiß- und/oder Vitamin-Mangel verursacht ist. Entsprechende Belastungstests identifizieren die Ursache.

Harn - Eisen-Ionen;  Eisen - Schweißverluste; Eisen im Knochenmark (Hämosiderin)

Serum Iron + Transferrin Guidelines

Chart - Eisen - Schwangerschaft

 

Ferritin - bezug zu Eisenaufnahme (CHART) (Beltsville-1-y-Study AJCN 40_1393_1984)

Lu, Z. et al.: Rapid diagnostic testing platform for iron and vitamin A deficiency.  Proc Nat Acad Sci doi: 10.1073/pnas.1711464114 PNAS (04.12.2017). link bei www.eurekalert.org 05.12.2017 - Cornell Chronicle 04.12.2017

Viele Informationen bei - Micronutrients, Health and Development: Evidence-Based Programs The 2nd International Meeting of the Micronutrient Forum 12-15 May 2009 ï‚—Beijing, China - (CD-ROM Vorhanden, mit allen Beiträgen) Vitamin A; Jod; Folsäure; Eisen; Zinc; Vitamin D; Vitamin K; Vitamin B12;
www.sightandlife.org   Micronutrient Programs + Activites - The 2008 Innocenti Process
Zeitschrift Heft 3_2009 (Download)
Nutritional Anemia Handbook (Download