Soziobiologie - Sozialbiologie - Biopolitik  (siehe Biosoziologie)

Wissen um die biotischen Grundlagen von gesellschaftlichen, sozialen Handelns

Die Soziobiologie ist ein strikt evolutionsbiologisch orientierter Zweig der Verhaltensbiologie, der in den 1940er-Jahren in den USA begründet wurde. Sie erforscht die biologischen Grundlagen jeglicher Formen des Sozialverhaltens bei allen Arten von sozialen Organismen einschließlich des Menschen. Die Bezeichnung Soziobiologie wurde 1975 durch Edward Osborne Wilson in seinem Werk „Sociobiology - The New Synthesis“ geprägt. Die Soziobiologie analysiert die biologischen Vorgänge, auf denen die Organisation solcher Einheiten wie der Verband von Eltern und ihren Nachkommen, Termitenkolonien, Vogelscharen, Pavianhorden und Jäger- und Sammlerbanden beruht. Das wirklich Neue an dieser Disziplin ist die Zusammenführung älterer Ansätze aus der Ethologie und der Psychologie mit neuen Resultaten aus Feldstudien und Laborversuchen sowie die Interpretation des Ganzen auf der Grundlage der modernen Genetik, der Ökologie und der Populationsbiologie.

(wikipedia - engl. sociobiology)
(Biopolitik - Bio-Macht - biopolitics)

Karl Grammer; - Biologische Grundlagen des Sozialverhaltens. Wissenschaftl Buchges. 1988
Peter Koslowski: Evolution und Gesellschaft. Mohr, Tübinge, 1989
D.W. Promp. Sozialisation und Ontogenese – ein biosoziologischer Ansatz. Parey – Berlin, Hamburg – 1990
F.M. Wuketits. Gene, Kultur und Moral – Soziobiologie – Pro und Contra; Wissenschaftl Buchges. Darmstadt; 1990
Wuketits, F.M.: Soziobiologie und Evolution des Menschen. Biologie in unserer Zeit 15(1) 16-23 (1985) scan im Archiv

Edward O. Wilson – Sozialbiologie – Sociobiology (auch einige Literatur – dazu in LIDAT alt /

Diskussion - biologisch-medizinische Erkenntnissse - beeinflussen politische, gesellschafltiche Entscheidungen
- (Mißverbrauch - Genetik - NaZi Rassenlehre)
- gegenwärtige Diskussion - Rauchverbot
- oder Malus - für schlechten Lebensstil (z.B. Übergewicht) (staatl.Regelung)

Symposium des "Forum Ernährung": "Freiheit oder Fremdbestimmung: wie privat ist Essen? (Wien, 14.6.2012) Bericht in IAKE Mitteilungen Heft 20, 2013, S.41-42
Heidelberger Ernährungsforum 25.+26.9.2013: "Mission Ernährung: wenn Gesundheit zum Diktat wird" z.B. Besteuerung ungesunder Lebensmittel/ Lebensweisen u.a.
- Bioethik  - Hamburg Center for Bio-Governance  an der Uni Hamburg (website) Prof. Thomas Schramme - website / wikipedia.   https://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schramme  -
- Forschungsgruppe zum Thema "Normative Aspects of Public Health" (link - Uni Bielefeld)

Heiner Flohr, Wolfgang Tönnesmannm(Hrg): Politik undBiologie. Beiträge zur Life-Sciences-Orientierung der Sozialwissenschaften. Paul Parey Verlag, Berlin, Hamburg, 1983 (im Archiv) - Die Bedeutung der Life Sciences für die Politikwissenschaften
H.Flohr, W.Thönnismann: Selbstverständnis und Grundlagen von Biopolitics. (S11-30)
Albert Somit, Robert Slagter: Biopolitics: Heutiger Stand und weitere Entwicklung (S30-37)

Evolutionstheoretische Perspektiven

Peter A Corning: Politik und Evolution: Kybernetik und Synergismus in der Entstehung komplexer Gesellschaften (S38-60)
Peter Meyer: Macht und Gewalt im Evolutionsprozeß. Eine biosoziologische Perspektive (S60-68)
Samuel M Hines jr.: Die Ursprünge des Staates... (S.68-79)

Ethologie und Soziobiologie

Roger D. Masters: Ethologische Ansätze in der Politikwissenschaft (S80-S101 )
Carol Barner-Barry: Zum Verhältnis zwischen Ethologie und Politik_ Macht, Dominanz, Autorität und Aufmerksamkeitsstruktur (S.101-110)
Glendon Schubert: Soziobiologie und politisches Verhalten (S111-126)

Psychophysiologische Aspekte politischenVerhaltens

Steven A Peterson:Biosoziale Korrelate politischen Verhaltens (S127-132) (Faktor Ernährung)
Thomas C Wiegele: Psycholinguistische Mekmale in den Reden von US-Präsidenten während internationaler Reden (S132-146)
Jean A Lapance: Linkshändigkeit und Politik (S.146-162 )

Biopolitics and praktische Politik

Lynton K Caldwell: Ökologische Elemente einer am Überleben orientierten Politik (S163-174)
James N Schubert. Hungersnot als politisches Problem (S174-184)

Literaturverzeichnis (S185-208)

David P Barash: Soziobiologie und Verhalten. Parey Verlag

Thomas Lemke: Eine Analytik der Biopolitik. Überlegungen zu Geschichte und Gegenwart eines umstrittenen Begriffs Behemoth. A Journal on Civilisation 2008, 1 (72–89) Download  (im Archiv)

Der Begriff Bio-Macht (französisch: le biopouvoir) geht auf Michel Foucault zurück und bezeichnet Machttechniken, die "nicht auf den Einzelnen, sondern auf die gesamte Bevölkerung zielen"[1], insbesondere auf die Regulierung ihrer Fortpflanzung, die Geburten- und Sterblichkeitsrate, das Gesundheitsniveau, die Wohnverhältnisse, u.a.. Das Ziel der Bio-Macht bei Foucault ist die Regulierung der Bevölkerung. "Bevölkerung ist eine Gruppe, die nicht einfach nur aus vielen Menschen besteht, sondern aus Menschen, die von biologischen Prozessen und Gesetzen durchdrungen, beherrscht und gelenkt sind. Eine Bevölkerung hat eine Geburtenrate, eine Alterskurve (...), einen Gesundheitszustand."

Giorgio Agamben, der die Analyse von Foucault fortschreiben will, versteht die Bio-Macht als Herrschaft des Souveräns über das „nackte Leben“. Das Leben selbst steht bei der Macht auf dem Spiel. Während Foucault Biomacht als einen alltäglichen Zustand analysiert, wählt Agamben die Sichtweise des Ausnahmezustandes

http://de.wikipedia.org/wiki/Biopolitik

Analogien  - Ökologische Erkenntnisse - Klimawandel; usw  Autofahrverbote; Steuern für CO2 usw  (- Kritiker - Ökodiktatur) 

„Zwangsernährung mit ökologisch korrekten Produkten“ nennt der Ökonom Carl-Christian von Weizsäcker den Regierungsstil, der Konsumenten-Souveränität und die Entscheidungsfreiheit der Bürger nicht ernst nimmt. Wer nicht mitzieht, wird diffamiert. Der Porsche-Fahrer, der Fernreisende, der Fleischesser, keiner kann sich mehr sicher sein vor dem öffentlichen Pranger. „Es ist schlimm, von einer Minderheit unterdrückt zu werden, aber es ist schlimmer, von einer Mehrheit unterdrückt zu werden“, formulierte der britische Liberale Lord Acton schon vor mehr als 100 Jahren. „Wir bewegen uns in Richtung Ökodiktatur“, sagt Weizsäcker heute.  (FAZ  16.5.2011 - die herzliche Ökodiktatur )

Uhlmann, B.: Public Health: Warum Gesundheit keine Privatsache ist. Südd Ztg 08.05.2018