Zur Basis des Lebens zählt nicht nur die Aufnahme von Stoffen (Molekülen - Sauerstoff-Luft; Wasser, energieliefernde Nährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe usw), die der Körper verstoffwechselt, aus fremden Stoffen werden körpereigne Stoffe (Ernährungsphysiologie), sondern dazu gehört auch der Austausch von Informationen - die Kommunikation - mit der Umwelt. (Teil der Input-Faktoren). Die Basis der Kommunikation ist ebenfalls physiologisch (Sinnesphysiologie), doch die echte Nutzung der Signale setzt eine sozio-kulturelle (or)Leistung voraus. 

Die Evolution des Menschen wird begleitet von einer ständigen Zunahme der Komplexizität des Informations-Wechsel zur Natur (biologische Entwicklungsstufen des Verhaltens; Abb - Odum).

Die Ernährungskommunikation ist also sehr vielschichtig, dies ist dem Bereich Umwelt - Kommunikation zugeordnet (nähre Informationen sind dort zu finden); sie umfasst  das biopsycho-sozio-kulturelle Modell. Sie Aufgaben im mehr biologischen Bereich (Kommunikation via Sinne - das Ambiente - "ansehlich"; "sound"- und Geruchs-Design; usw.), im praktischen Einüben (das Handhaben, der Umgang mit Essen) und das Informieren, das Verstehen-Lernen. Ernährungskommunikation betrifft auch die verschiedenen Ebenen der Akteurs (Staeholder) (innerhalb und zwischen Mikro-, Meso- und Makroebenen; Familien - Gemeinden-Bürger - Staat-gesellschaftliche Gruppen; "gläserne"  Nahrungskette). Kurz Ernährungskommunikation ist weit mehr als Ernährungsberatung (im traditionell engen Sinn; Kurse, Unterricht). Ziel ist Verbraucherbildung (Ernährungs-Bildungsbürger; Ernährungskompetenz) zu gewährleisten.

Ernährungsverhalten ⇒⇒ Ernährungskommunikation

- Ines Heindl: Essen ist Kommunikation. Umschau-Verlag (2016)
- Essen ist reden mit anderen Mitteln – Esskultur, Kommunikation, Küche. Ernährungs-Umschau  Jan 2013

(Darstellung in VL 28 - WIEN)