World Health Organization (WHO), Genf www.who.org
(Weltgesundheitsorganisation - WGO)
(wikipedia - deutsch / englisch)
Gründung - 7.4.1948 (s.u. historischer Rückblick)
1948 - 61 Mitglieder; 2017: 194 (Länder)
Die WHO organisiert das internationale Geschehen im Bereich - Medizin - öffentliches Gesundheitswesen
Es gibt sechs regionale Büros
- Europa - Kopenhagen (website)
- Afrika - Brazzaville (website)
- Amerika - Washington, D.C. (website)
- Südostasien - Neu-Delhi (website)
- Mittelmeerraum - Kairo (website)
- Pazifik - Manila (website)
150 Länderbüros - ca. 7000 Mitarbeiter
Gesamtetat (website): 4,39 Mrd US-$ (2016/17) (WHO Budget) - 21% Pflichtbeiträge der Mitgliedsländer; 79% freiwillige Zahlungn (meist zweckgebunden) (z.B. Bill&Melinda Gates Foundation, >400 Mill US-$ für Polio-Impfprogramme)  (Philanthrokapitalismus)  (Die Zeit  06.11.2014)
"Kaum noch eigene Prioritäten" (Anna Holzscheiter). TAZ 16.06.2017 - Geschäftsmodell Gesundhei (WHO)  TAZ 15.02.2019 (Bernd Hontschik)
Film:  „trust WHO“: So wird das Grundrecht auf Gesundheit verraten (Lilian Franck) (85min) (link bei www.filminstitut.at  ⇔ Vorwärts 02.03.2018

Gesundheitsinformationen zu den einzelnen Ländern (WHO-website)

Es gibt bei der WHO eine Ernährungsabteilung - Nutrition Unit -   http://www.who.int/nutrition/en/

Jedes Regionalbüro hat eigene Nutrition Website
- Europa - Nutrition website
- Afrika - Nutrition website
- Amerika - Nutrition website
   - Carribean Food and Nutrition Institute - CFNI-Website
- Südostasien - Nutrition website
- Mittelmeerraum - Nutrition website
- Pazifik - Nutrition website

Global database on the Implementation of Nutrition Action = GINA
ist eine WHO-Initiative - Internet-Informationsplatform - website
- Links zu den Food and Nutrition Policies der einzelnen Länder
- Links zu den Ernährungsprogrammen in den einzelnen Ländern

-- eLENA - electronic Library of Evidence of Nutrition Action

 (Geschichte der Nutrition Unit - beginnt mit Bengoa)
Feto-maternal nutrition and low birth weight  / Infant and young child feeding  / School-age children and adolescents /
Obesity and other diet-related chronic diseases
Older persons
Dietary recommendations/Nutritional requirements
Household food security
Food and nutrition policies and programmes

Vitamin and Mineral Nutrition Information System (VMNIS)
- Reduction of Micronutrient Malnutrition

Global Health Observatory (GHO-link) - Datenbereiche-Indikatoren
- z.B. Obesity (BMI-Bereiche)
Länder-Statistiken

WHO Global InfoBase is a data warehouse that collects, stores and displays information on chronic diseases and their risk factors for all WHO member states - Stichworte – Alkohol / BMI-Übergewicht / Blutdruck / Cholesterin / Diabetes / Diät – Obst und Gemüse / Mund-Caries /CHD- Stroke / Rauchen/Tabak /-   https://apps.who.int/infobase/report.aspx

https://apps.who.int/infobase/report.aspx?rid=111 ( Selection According Country / and Health Topic

Informationen zu den einzelnen WHO-Mitgliedsstaaten - link

Growth Assessment and Surveillance - Child growth and development (link)-  Growth reference data for 5-19 years (Standards -link)

Nutrition in Development and Crisis  - Emergencies  - Severe malnutrition  - Nutrition and HIV/AIDS

Ein gemeinsam mit der FAO arbeitendes Komitee publiziert internationale Ernährungsempfehlungen publiziert- z.B. Human Energy requirement (Report 2001)

http://www.fao.org/docrep/007/y5686e/y5686e00.htm  

Healthy Cities - WHO-Publikation  im Internet http://www.euro.who.int/healthy-cities

Publikationen der WHO einsehbar via Internet - WHO IRIS - link
- z.B. WHO Monographs – Link
WHO Technical Report Series (TRS) - link

Rückblick - Geschichte

League of Nations - Health Organization (1931)
Chronik  - 1947 - 1948 (Link)
Historical Collection of WHO (link)  (Archives)

Die Geschichte der WHO beginnt mit den Seuchen des 19.Jahrhunderts, die sich durch die beginnende Industrialisierung und die engeren Verknüpfungen zwischen den Regionen (Welthandel; Reisen) ausbreiteten. So starben in Europa durch Choleraepidemien in 1830 und 1847 zehntausende Menschen. 1851 fand die 1.International Sanitary Conference  in Paris statt. Es folgten weitere Aktivitäten mit dem Ziel Krankheiten zu vermeiden und zu kontrollieren. (1892 International Sanitary Convention for the control of cholera; 1897 analog für die Pest).
1902 wurde das International Sanitary Bureau eröffnet, aus dem später die Pan American Health Organisation (PAHO), es folgten 1907 das "L'Office International d'Hygiene Publique" und  1919 "Health Organisation of the League of Nations"  in Genf.
Nach dem Zweiten Weltkrieg fand 1946 die "International Health Conference"in New York statt; auf der die Konstitution der WHO verabschiedet wurde. 1948 gab es die "First World Health Assembly" in Genf. Die WHO wurde eröffnet; und folgende Prioritäten wurden gesetzt: Malaria, Tuberculose, Geschlechtskrankheiten; Mutter-Kind-Gesundheit; Hygiene und Ernährung.
Einige weiteren Programmschwerpunkte
1970 - Familienplanung
1974 - Kinderschutzimpfungen
1978 - Alma-Ata-Deklaration - Gesundheit für Alle; Health for All
1987 - Reduzierung der Müttersterblichkeit
1990 - Beginn des "Kampfes" gegen Lebensstil-Krankheiten (Herz-Kreislauf; Krebs, Diabetes) - Gesunder Lebensstil; Rauchfreiheit
1992 - Umwelt und Gesundheit
1993 - AIDS
Source: “WHO at Fifty” series (1948-1998) - WHO Library Teil bis 1960 link - Zeitschrift - World Health Forum 1998  / Teil: 1961-1973 / Teil 3 1974-1988 - im Heft 3_1998 / Teil: 1989-1998
Michael McCarthy:  A brief history of the World Health Organization. The Lancet, Volume 360, Issue 9340, Pages 1111 - 1112, 12 October 2002 - doi:10.1016/S0140-6736(02)11244-XCite or Link Using DOI

Beschreibung der WHO  (in der EUFIC Publikation "Food Today" EUFIC No.69_Okt_2009:

"Diese internationale Organisation mit Hauptsitz in Genf ist innerhalb der Vereinten Nationen für die Gesundheitskoordination verantwortlich. Der breite Aufgabenbereich umfasst Themen wie chronische und infektiöse Krankheiten, psychische Gesundheit, Ernährung, Lebensmittelsicherheit, Unfälle, Biogefährdung, Gesundheitsökonomie und Prävention von Krankheiten. Die weitreichende Rolle der WHO umfasst unter anderem führende Aufgaben auf dem Gebiet globaler Probleme (z.B. H1N1-Grippevirus), Forschungsförderung, Etablierung von Standards, Schaffung einer evidenzbasierten Gesundheitspolitik, Überwachung von Gesundheitstrends und Bereitstellung von technischer Hilfe für einzelne Nationen. Das WHO-Hauptquartier in Genf koordiniert sechs WHO-Büros, die sich in den wichtigsten Regionen der Erde befinden. Das Europäische WHO-Büro hat seinen Sitz in Kopenhagen, Dänemark, und ist für die Belange der öffentlichen Gesundheit von mehr als 50 verschiedenen Ländern zuständig.

Als global tätige Organisation berücksichtigt die WHO in ihrer Arbeit die Bedürfnisse armer und aufstrebender Nationen ebenso wie die wohlhabender Länder der westlichen Welt. Die Tätigkeit der WHO im Bereich der Lebensmittelsicherheit und Ernährung ist auf zwei Abteilungen verteilt: 1) Ernährung & Gesundheit, und 2) Lebensmittelsicherheit & Zoonosen.

Die Abteilung Ernährung & Gesundheit befasst sich mit vier Themenkreisen:

1. Erfassung und Überwachung des Wachstums von Kindern: Die WHO erstellt Standardgrößentabellen für Kinder bis zu 19 Jahren, die von den in Gesundheitsberufen Tätigen als Referenzwerte herangezogen werden;

2. Länderspezifische Ernährungsrichtlinien und -programme:

Zu den Themen zählen die Ernährung von Kindern, werdenden Müttern und alten Menschen, Adipositas, Ernährungsempfehlungen, Lebensmittelsicherung und HIV/AIDS. Ein Schlüsselbericht erscheint unter dem Titel „Global Strategy on Diet, Physical Activity and Health“;

3. Kampf gegen Mikronährstoffmangel: Die WHO erfasst die Vitamin- und Mineralstoffaufnahme verschiedener Bevölkerungsgruppen und veröffentlicht Empfehlungen zur Mindestversorgung mit diesen Nährstoffen (z.B. Vitamin A, Jod und Eisen);

4. Ernährung in Entwicklungs- und Krisengebieten: Die WHO leistet technische Hilfestellung und Überwachung in Katastrophengebieten (z.B. bei Krieg, Hungersnot, Überschwemmungen), um einer Mangelernährung der Bevölkerung vorzubeugen und die Lebensmittelsicherung zu verbessern.

Die WHO arbeitet auch eng mit dem Standing Committee on Nutrition der Vereinten Nationen (UN) zusammen, dessen Aufgabe darin besteht, das öffentliche Bewusstsein für die Problematik der Mangelernährung zu schärfen, internationales Engagement für die Lösung von Problemen auf globalem, regionalem und nationalem Niveau zu mobilisieren und auf internationaler Ebene gesundheitspolitische Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensmittelsicherung zu fördern.

Die Abteilung Lebensmittelsicherheit & Zoonosen ist für die Sicherheit von Nahrungsmitteln über die gesamte Nahrungskette verantwortlich. Ziel ist die Schaffung von Strategien sowie die Umsetzung von Verfahren zur Sicherstellung der öffentlichen Gesundheit, mit besonderem Augenmerk auf die weltweite Reduzierung ernährungsbedingter Erkrankungen. Die Themenbereiche umfassen unter anderem Acrylamid in erhitzten Speisen, Polychlorierte Biphenyle (PCB) und Dioxine in Lachs sowie das Biomonitoring persistenter organischer Kontaminanten. Eine der großen, länderübergreifenden Initiativen ist das Programm „Five Keys to Safer Food”, das Schulungs- und Informationsinhalte bereitstellt, die eine gute Lebensmittelhygiene sicherstellen sollen und die lokal angepasst werden können. Mit der Lebensmittelsicherheit befasst sich auch das International Food Safety Authorities Network (INFOSAN), ein globales Netzwerk von 177 nationalen Behörden für Lebensmittelsicherheit."

Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization/WHO): www.who.int/en

Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA) (auf Englisch): http://www.who.int/ipcs/food/jecfa/en/

Global Strategy on Diet, Physical Activity and Health report (auf Englisch): www.who.int/dietphysicalactivity/strategy/eb11344/en/index.html

WHO Briefing note on ‘5 Keys to Safer Food’ (auf Englisch): www.who.int/foodsafety/consumer/Briefing_keys.pdf

The International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) http://www.who.int/foodsafety/fs_management/infosan/en/

The rapid globalization of food production and trade has increased the potential likelihood of international incidents involving contaminated food.

The International Food Safety Authorities Network (INFOSAN) is a global network of 177 national food safety authorities, developed and managed by WHO in collaboration with the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), that:
* disseminates important global food safety information, and;
* improves national and international collaboration.

Beschreibung der WHO auf Website des österreichischen Bundesministeriums für Gesundheit (www.bmg.gv.at )  (link)

Die WHO wurde 1948 als internationale Fachorganisation für Gesundheit im Verband der Vereinten Nationen gegründet und umfasst derzeit 193 Mitgliedsländer. Österreich ist seit dem Gründungsjahr 1948 Mitglied der WHO. Die Satzung der WHO trat am 7. April 1948 in Kraft. Aus diesem Anlass wird der 7. April jeden Jahres als Weltgesundheitstag begangen. 2010 stand er unter dem Motto "Gesundheitsförderung in Städten: 1000 Städte, 1000 Leben".  Wichtigste Funktionen der WHO sind die internationale Koordination und Richtungsweisung im Gesundheitsbereich und die fachliche Zusammenarbeit mit den Ländern sowie die Unterstützung der Zusammenarbeit der Länder untereinander. 
Die Präambel der WHO-Satzung enthält die wohlbekannte und oft zitierte Definition der WHO für Gesundheit: Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht bloß das Fehlen von Krankheit und Gebrechen.
Die Weltgesundheitsversammlung (World Health Assembly, WHA) ist die Vollversammlung aller Mitgliedsländer und das höchste Entscheidungsorgan. Sie tritt jedes Jahr in Genf zusammen und bestimmt Ziele, Richtlinien und Arbeitsschwerpunkte der Organisation.
Der Exekutivrat setzt sich aus 34 gewählten Gesundheitsexperten der Mitgliedstaaten zusammen und ist für die Vorbereitung und Ausführung der Beschlüsse der Weltgesundheitsversammlung sowie für die Organisation von Sofortmaßnahmen im Katastrophenfall verantwortlich.
Das Sekretariat setzt die Aktivitäten der WHO um, an deren Spitze seit 2007 Dr.in Margaret Chan aus China als Generaldirektorin steht. Außer dem Hauptbüro in Genf gibt es noch weitere 6 Regionalbüros. Sitz des Regionalbüros für Europa mit seinen 53 Mitgliedsstaaten ist Kopenhagen.
Wichtige Aufgaben und Tätigkeitsbereiche der WHO
- Regelmäßige Erhebung und Analyse weltweiter Gesundheits- und Krankendaten
- Entwicklung und Etablierung international akzeptierter Richtlinien, Standards
- Leitlinien und Methoden in gesundheitsrelevanten Bereichen und Erarbeitung politischer Strategien für ihre Durchsetzung
- Bekämpfung übertragbarer Krankheiten und Lancierung globaler Impfprogramme
- Formulierung international akzeptierter weltweiter Gesundheitsziele
- Entwicklung des Konzeptes Gesundheitsförderung
- Programme gegen gesundheitliche Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol oder Übergewicht

- WHO Recommendations on Commission on Ending Childhood Obesity (download) (2016)

1986: Mit der "Ottawa-Charter zur Gesundheitsförderung" trägt die WHO ihrer umfassenden Gesundheitsdefinition Rechnung. Gesundheitsförderung wird als Prozess, alle Menschen zu einem höheren Maß an Selbstbestimmung und Eigenverantwortung für ihre Gesundheit zu befähigen, verstanden.

2007: In-Kraft-Treten der neuen "Internationalen Gesundheitsvorschriften" (IHR) zum besseren Schutz der Menschen vor den Bedrohungen der Gesundheit mit 15. Juni 2007

Aktionstage der WHO
4.Feb - Welt-Krebs-Tag
21.März -Welttag der Menschen mit Down-Syndrom
22.März - Welt-Wassertag
24.März - Welt-Tuberkulose-Tag
7.April - Weltgesundheitstag
25.April - Welt-Malaria-Tag
28.April - Welttag der Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz
31.Mai - Welt-Nichtraucher-Tag
14.Juni - Welt-Blutspende-Tag
28.Juli - Welt-Hepatitis-Tag
28.Sep - Welt Tollwut-Tag
29.Sep - Welt-Herz-Tag
10.Okt - Welttag der geistigen Gesundheit
12.Nov - Welttag der Lungeentzündung
14.Nov - Welt-Diabetes-Tag
16.Nov - Welt-COPD-Tag
18.Nov - Weltgedenktag für die Straßenverkehrsopfer
1.Dez - Welt-Aids-Tag

Hanrieder, T.: International Organization in Time. Fragmentation and Reform. Oxford University Press 2015, 272 Seiten. Pressemeldung Dez. 2015 WZB Berlin