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Gedächtnis - Erinnerung

Gedächtnis im Allgmeinen, ist die Fähigkeit des Nervensystems von Lebewesen, aufgenommene Informationen zu behalten, zu ordnen und wieder abzurufen. Die Gedächtnisfunktionen werden in bewussten oder unbewussten Lernprozessen gelernt. (Plastizität von neuronalen Systemen). Zu den biologischen Gedächnisformen zählt das genetische (DNA) und das immunologische Gedächtnis (Immunantwort; Antikörper, usw.).

Es gibt das individuelle Gedächtnis jeder Person; verschiedene Formen - Kurz- bis Langzeit-Gedächtnis; im Lebenslauf (Biographie) von Menschen werden viele Erinnerungen gespeichert. (retrospektive Methoden der Erfassung des Ernährungsverhaltens)  (Mem - Gedankeneinheiten)
Aus dem Gedächtnis der Einzelnen entsteht das  soziales (kollektives) Gedächtnis - die kollektive Erinnerungen der Gesellschaft (z.B. die Gendenk- und Feiertage)

Das Gedächtnis ist entscheidend ist für die Fähigkeit von Menschen Veränderungen (Neues) (Unterscheidungen, Differenzierung) (Wandel) wahrzunehmen,  und dabei das erinnerte (die eigene Biographie, die Identität) zu bewahren. Ohne Gedächtnis gibt es keine Unterscheidungen; wie die Zeiten (früher, jetzt; Ableitung in Zukunft); zwischen dem Selbst und dem NichtSelbst (den Anderen), zwischen Heimat und Fremde.
(Arbeitsgedächtnis - eher Kurzzeit; Faktengedächnis - Schulwissen; Alltagsdaten; Episodisches Gedächtnis - Familien-, Urlaubs-Episodne; Wahrnehmungsgedächtnis - Erkennen von Geschmack, essbarem; Muster; prozedurales Gedächtnis - automatisierte Vorgänge; Radfahren; Gitarre spielen)

Das Gedächtnis ist biopsychosoziokulturell gesteuert. Naturwissenschaftlich - Hirnforschung, Neurowissenschaften; Psychologie - Kognitionswissenschaften; soziale Systemtheorien.  (Konstruktivismus; von Förster). (neuronale Netzwerke - soziale Netzwerke).

(Menschen - Körperfunktionen - Gehirn)

Mats Staub - Schweizer Aktionskünstler - www.erinnerungsbuero.net -
Projekt: Die 10 wichtigsten Ereignisse meines Lebens (link)  (Wiener Festwochen 2015)
Projekt: Lebenszahlen - Feiertage (link) Reduktion der Lebenserinnerung auf Zahlen - Antworten auf Fragen, wie: Wie alt bist du? Wie viele verschiedene Berufe hast du ausgeübt? Wie viele Menschen hast du in den letzten zwölf Monaten kennengelernt? Wie viele Freunde hast du, auf die du dich verlassen kannst? Wie viele Weihnachtsgeschenke machst du? Wie viele gute Freunde hast du verloren? In wie viele Menschen hast du dich verliebt? Wie viele Jahre deines Lebens bist/warst du verheiratet? Wie viele dir nahe Menschen sind gestorben?
Zu jeder Frage wird ein Video präsentiert, das Menschen zeigt, denen diese Fragen soeben gestellt wurden, und verfolgt den Prozess bis zu ihren Antworten.  (z.B. vom 05.05.2015 - 06.2015 - Haus der Katholischen Kirche, Stuttgart; link)
Projekt: 21 - Erinnerung an das Erwachsenwerden (Wiener Festwochen 2015 - link)