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Grenzen - beschreiben Kennzeichnungen für die Trennung zwischen Strukturen / Schichten / Kategorien / Bewertungsgrenzen - Einschluß- bzw. Ausschlußktriterien / Cut off points / Grenzwerte
(Ernährungs- und Gesundheitszustand - Methoden der Bewertung)
Beispiele von Veränderungen der Grenz-Werte (zeithistorisch)
- Eiweiß-Bewertung (Welternährung)
- Vitamin C
- Vitamin D
- Cholesterin
(jeder Nährstoff/Indikator - analoge "Geschichte) (⇒ Dietary GoalsNährstoffempfehlungen)
Verschiebung der Grenzen - "Morbus Grenzwert - wie Gesunde zu Patienten gemacht werden" (P.Fuhrmann)  (SWR2 Wissen 02.12.2015)
(Verhaltensgrenzen - schlechte Angewohnheiten/bad habits - Abhängigkeit/Sucht)


Geographische Grenzen (Meeresküsten; Flüsse, Berge usw) Küstenlinien weltweit haben eine Länge von 356.000km (CIA World Fact Book)
Politische Grenzen (wikipedia) - zwischen Ländern; Ländergrenzen weltweit haben eine Länge von 251.060km (CIA World Fact Book)- EU-Außengrenzen (Schengen-Raum) 8000km Land; 43.000km See

Es gibt Übergänge - Grenzübergänge (Passkontrollen) (Interphasen - Austauschflächen); sie können starr (quantitative Methoden) und  weich (qualitativ) (fließend) sein; Übergänge sind notwendig, wenn verschiede Seiten (Strukturen, usw:) miteinander kommunizieren müssen bzw. wollen
(Biologie - Zellwände; Zellstrukturen - Diffusion; Resorption)
(Soziologie - verschiedene Gruppen - Verständigung - Kennen von gemeinsamen Signalen; inter-kulturelle Annäherung)

Ökologische Grenzen - Grenzen des Wachstum
(Club of Rome)
„Wir treten in das Anthropozän ein, ein neues geologisches Zeitalter, in dem wir die Fähigkeit der Erde untergraben, sich selbst zu regulieren.“(PIK-Potsdam - 23.09.09)
Die Grenzen zeigen sich bei  
- dem Klimawandel wegen CO2; Ozon und anderer klimaaktiver Gase
- der Gefährdung der biologischen Vielfalt (Biodiversität)
- der intensiven Agrarwirtschaft; Bodenerosion; Eutrophierung von Gewässern; Schadstoffe im Boden, Wasser, Luft
- Trinkwasserknappheit
- Gesundheitsrisiken (z.B. Hautkrebs - durch starke UV-Strahlung)
- Übernutzung der Ressourcen (Verletzung der Regeln der Nachhaltigkeit) (ökologischer Rucksack u.a.).

⇒⇒ Peak...

Das Anthropozän ist eine von Paul Crutzen im Jahr 2000 geprägte Bezeichnung für dasjenige Erdzeitalter, in dem die Einwirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt eine mit natürlichen Einflüssen vergleichbare Dimension erreicht haben. Als Beginn des Anthropozäns kann der Beginn der Industrialisierung (cqa 1800) angesehen werden.
Die Bedürfnisse der Menschen haben verschiedene Einflüsse auf die Umwelt -   Bodennutzung (Landwirtschaft; Wohnung)
-  Bedarf an Rohstoffen (Hausbau, Maschinenbau usw.)
- Bedarf an Energie (Mobilität, Transport; Heizung, usw.)
- Bedarf an Wasser und Nahrung.
Zukunftsfähige Politik muss die Notwendigkeit  von Obergrenzen  anerkennen und dies umsetzen.Obergrenze für menschliche Bedürfnis-Befriedigung (Grundbedürfnisse - "bottom" vs Obergrenzen - "ceiling".
- Beispiel für die Ernährung - Balanz - der Energie (Unter - vs Über-Ernährung/-Gewicht) (Nährstoffmangel - Toxizität der Nährstoffe)
Grenze des Privaten (Privatsphäre) vs. Allgemeingut
Recht/Macht die Grenzen zu ziehen, zu setzen, zu beherrschen ("herrschende Klasse")
Ohne Grenzen/Gesetze - "grenzenlos"/"gesetzlos" - Anarchie

Informationshinweise:
Buchwitz, M.: Leben im Anthropozän (bei www.geoberg.de )
Dambeck, H.: Anthropozän - Spiegel 28.1.2008
Grenzwerte - Wie die Menschheit überleben kann - Focus 30.9.2009 -
Graphik von www.pik-potsdam.de zu planetarischen Grenzen (link)– 

"Report München am 5.7.2010"  Gesundheit: Das Geschäft mit den Grenzwerten
Immer neue Definitionen von Krankheitsbildern und immer niedrigere medizinische Grenzwerte machen aus grundsätzlich gesunden Menschen Patienten. Dabei schwinden die Ressourcen für wirklich Kranke - während Gesundheitskonzerne Gewinne machen. [ard mediathek]  (alter Link - )

brandeins-Magazin - Titelthema im März 2013 - Grenzen

Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.4-5 (2014) - Grenzen (download) - Zeitschrift der www.bpb.de

 

Post-Wachstumsgesellschaft
Wie viel ist uns genug?  Weniger ist mehr
ARTE-TV - Themenabend 1.10.2013 (link)