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Prägung

Der Begriff Prägung (engl. Imprinting) ist in der Verhaltensbiologie (Konrad Lorenz) als eine irreversible Form des Lernens „geprägt“ worden. Diese Bezeichnung wird hier in einem weiteren umfassenderen Sinn angewendet.

Während der embryonalen bis frühkindlichen Entwicklung haben äussere Einflüsse verschiedenster Art Einfluss auf die Entwicklung des genetischen Potentials. Diese Einflüsse (Reize, inputs) bewirken in einer zeitlich begrenzten (kritischen) Phase die Ausbildung des physiologischen Apparates eines Menschen (allg eines biologischen Organismus) ("Programmierung" des genetisch-metabolischen Potentials). Nährstoffe (allg Lebensmittelinhaltstoffe; z.B. auch Aromastoffe; z.B. Vanille - Vanillisierung) stimulieren Gen-(DNA, RNA)-Aktivitäten. Weitere Informationen dazu bei "Nutrition Programming - Nutrigenetik".

Im psychologischen Bereich sind dies Verhaltensreize (Bindung an eine Bezugsperson; Konditionierungen). Soziologisch-kulturell gibt es ebenso solche Prägungsphasen, in denen z.B. die Vermittlung der Werte und der Einstellungen durch die Erziehung (Sozialisationsphase) festgelegt werden; das betrifft alle Lebensbereiche und so auch die Ernährung. Es gibt Geschmacksprägungen; Markenprägung (z.B. gezielte Werbung für Kleinkinder; Investionen  in die "Markenbildung" verschaffen lebenslange Kundenkindung). Analoge Prägungen gibt es für alle Lebensbereiche; für "Public Health Nutrition" und entsprechende "Präventiobsprogramme" sind z.B. solche wie Prägung des "Aktivitätsverhaltens - Nuzung des PkWs vs körperlicher Aktivität" wichtig. So prägt das Vorbild der Eltern bzw. des sozialen Umfeldes die herausragenden Rollen des Automobils und der IT-Medien (TV,PC) im Leben den Bewegungsdrang der Kinder. (Cartoon) (s. Knoflacher -s.u. ) München – Tagung Forum Kinder- Umwelt-Gesundheit).(Link - www.apug.de/archiv/pdf/tagungsband_muenchner_forum.pdf ).Es gibt viele Hinweise dafür, wie durch Medien ein unrealistisches ("ideales") Körperbild vermittellt wird. (Informationsdatei).

Das Anerkennen der Bedeutung der Prägung in den ersten Lebensjahren ist noch nicht weit genug verbreitet (z.B. hinsichltlich der Bewertung der Elternzeit oder in der Ausbildung und Bezahlung entsprechender Berufsfelder). In den Eliten der Gesellschaft ist die Frühföderung bereits ein Thema ("Einstein junior"); doch zu viele, zu unsensible Prägungsversuche (zu hohe Ziele und Erwartungen) können mehr Schaden als Nutzen erbringen. Es gilt die "soft skills" ("Seelenförderung") ebenso zu beachten, wie die biologisch-physiologischen Funktionen. (Hinweis auf TAZ-Artikel - http://www.taz.de/pt/2006/10/26/a0124.1/text

 

Weitere Informationen zu

Mobiltätspragung - Auto vs Fußgänger - Knoflacher Vortrag Kongress "Kinder beweggen"- (FOSS) Karlsruhe 2007  -- Infos zu Knoflacher - Bild Raum eines Fußgänger

Markenprägung durch TV-Werbung - Information    

(Exposure Effect)

 

 

 

 

 

 

 

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