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Prävention - Vorbeugung; die Vermeidung des Eintrittes von unerwünschten Ereignissen; möglich, wenn der Verlauf (und die Ursachen, Interventionspunkte) bekannt ist.

Entwicklung von Krankheiten, der Weg von Gesundheit zur Krankheit (Morbidität) bzw. Tod (Mortalität)  (Abb) (UR-Chart dazu)   (Abb. 34 - OLT)

primäre Prävention (wenn Verhältnisse und - individuelles - Verhalten so sind, das es keine Entwicklung zur Krankheit hin gibt) (Verhaltensprävention + Verhältnisprävention)

sekundäre Prävention - wenn frühzeitig Risiken erkannt werden (Screening, Indikatoren), dass der Beginn des Krankheitsweges frühzeitig erkannt wird (Früherkennung) (Reihenuntersuchungen bei Schwangeren, Neugeborenen, Säuglingen, Kinder, Schuleingangsuntersuchung, usw)  (Abb. Lebenszyklus) (Abb)

Gehört hier zum Kapitel "Public Health Nutrition"

Bisher wird das Potential der Prävention nicht genutzt; so sind die Kosten der ernährungsabhängigen Krankheiten:
- für Deutschland geschätzt 95 Mrd € (Chart in Vortrag B.Kühnle; BMELV; 6.9.2013; VDOe Jahrestagung) ⇔ für Prävention von ernährungsabhängigen Erkrankungen werden ca 0,01 Mrd € ausgegeben
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Förderschwerpunkt - Präventionsforschung (BMBF - Bundesforschungsministerium) (link)
 

BIPS (Bremen) -  http://www.bips.uni-bremen.de/

Präventionsforschung an Helmholtz-Instituten (download

- Zentrum der Präventionsforschung - Zussammenarbeit zwischen den Universitäten (Stuttgart-)Hohenheim und Tübingen im Nov 2000 eingerichtet (Pressemitteilung)

 

Mit dem GKV-Leitfaden Prävention legt der GKV-Spitzenverband entsprechend § 20 Abs. 1 SGB V in Zusammenarbeit mit den Verbänden der Krankenkassen auf Bundesebene die inhaltlichen Handlungsfelder und qualitativen Kriterien für die Leistungen der Krankenkassen in der Primärprävention und betrieblichen Gesundheitsförderung nach den §§ 20 und 20a des Fünften Buches des Sozialgesetzbuches (SGB V) fest, die für die Leistungserbringung vor Ort verbindlich gelten (link

Handlungsfelder und Präventionsprinzipien
Für die Primärprävention (individueller Ansatz) und betriebliche Gesundheitsförderung wurden die folgenden Handlungsfelder mit teilweise mehreren Präventionsprinzipien ausgewählt:
Primärprävention nach § 20 Abs. 1 SGB V
Bewegungsgewohnheiten
• Reduzierung von Bewegungsmangel durch gesundheitssportliche Aktivität
• Vorbeugung und Reduzierung spezieller gesundheitlicher Risiken durch geeignete verhaltens- und gesundheitsorientierte Bewegungsprogramme
Ernährung
• Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung
• Vermeidung und Reduktion von Übergewicht
Stressmanagement
• Förderung von Stressbewältigungskompetenzen
• Förderung von Entspannung
Suchtmittelkonsum
• Förderung des Nichtrauchens
• Gesundheitsgerechter Umgang mit Alkohol / Reduzierung des Alkoholkonsums

Betriebliche Gesundheitsförderung nach § 20a SGB V 
Arbeitsbedingte körperliche Belastungen
• Vorbeugung und Reduzierung arbeitsbedingter Belastungen des Bewegungsapparates
Betriebsverpflegung
• Gesundheitsgerechte Verpflegung am Arbeitsplatz
Psychosoziale Belastungen (Stress)
• Förderung individueller Kompetenzen zur Stressbewältigung am Arbeitsplatz
• Gesundheitsgerechte Mitarbeiterführung
Suchtmittelkonsum
• Rauchfrei im Betrieb
• „Punktnüchternheit“ (Null Promille am Arbeitsplatz) bei der Arbeit