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Risiko

Risiko - das Leben ist ein Risiko (Satire Gabriel Laub) (Chart). (Satire in TAZ, 28.10.2015 - Menschliche Ernährung ist grundsätzlich problematisch; Bezug: WHO-Warnung vor rotem Fleisch).
Menschen wissen, dass nicht alles im Leben so abläuft, wie man es sich denkt und wünscht; Ziele werden nicht erreicht, weil etwas Unerwartetes dazwischen kommt.  Der Wunsch des Menschen nach Sicherheit (Grundbedürfnis) besteht, doch jeder weiß, daß Entscheidungen (Handeln) unerwartete Folgen haben können. Es gibt persönliche Erfahrungen dazu ("verbrannte Finger"), Belehrungen (Sozialisation; "Verkehrsregeln") und die Umwelt (die Medien) berichtet von den "Natur" und sonstigen Katastrophen (Unglücke).
Vorsichtsmaßnahmen haben biopsychosoziokulturelle Hintegründe. Angst(Flucht)reaktionen sind physiologisch angelegt (Reflexe, Instinkte).(Bewertung der inneren Signale - Schmerz, Hunger; usw - wird überlagert durch äußere - externe - Signale . Die Bewertung der Signale wird erlernt; innen- und außen-geleitete Menschen; intrinsisch-extrinsich - Dichotomien;  Optimus-Pessimismus; Selbstwert - Salutogenese;  Mutige Krieger - Angsthasen)
Jeder Mensch kennt (Gefühle der) Angst (bzw. gesteigert Phobien). Das ist nicht streng korreliert mit realen Gefahren) - z.B. Ängst gegen über Lebensmiteln (Risikobeurteilung - Chemie keine Gefahr - viel Angst; Hygiene größere Gefahr - Salmonellen Tote usw)  (Risikoakzeptanz). (giftige Lebesnmittel - Info)

(Chart - Risikoabschätzung für bestimtte Ereignisse: K Heilmann:Technologischer Fortschritt und Risiko, Droemer, 1985)

BfR - Organisation in Deutschland - Bewertung von Risiken (Risks) und Gefahren (hazards) -toxisches Gefährdungspotenital - theoretisch; Risiko - Expostion von Menschen mit "hazard materials" (Dosis, Dauer, u.a.) - link zu BfR-Risikowahrnehmung
- Verbrauchermonitor Nr.08/2017 -
- Koch, B. et al.: Risikowahrnehmung von Kontaminanten in Lebensmitteln. Bundesgesundheitsblatt 60(7) 774-782 (2017) - Pressemitteilung des BfR 07.09.2017 - link bei www.eurekalert.org 15.09.2017
- Verbraucher-Monitor 2015 (download) 2015 Antibiotika-Resistenz (download)  /  Verbraucher-Monitor 2014 (download) Verbraucher-Monitor 2016 (download)  (aid aktuell 11.05.2016)
- Pressemitteilung des BfR 07.05.2018 - Verbraucher-Monitor 2017 (download) (ref. dpa/tmn-Meldung 09.05.2018 z.B. Rhein-Zeitung Darmstädter Echo )

Vermittlung - Risiko-Kommunikation (Bildung der Verbraucher; Stakeholder - politische Entscheidungsträger)
(Informationen zu BfR-Risiko-Publikationen 2008_10)
Berichte dazu -  Publikation Feb 2010 - Unterschiedliche Beurteilung von Risk und Hazard /  Publikation - Risikokommunikation der Stakeholder
Symposium BfR 2007 - 5 Jahre BfR - "Rechtfertige gefühlte Risiken politisches Handeln"

Sicherheitsreport 2015. Studie des IfD Allensbach im Auftrag der Telekom AG (2016) (Download) (im Archiv - Allensbach)

Angst tritt dann häufiger auf, wenn Unkenntnis und Ungewissheit vorkommt; wenn Sinneskontrollen "blockiert" sind (z.B. im Dunkeln - weniger Sehen - weniger Kontrollmöglichkeiten - mehr Angst). Die Bereiche des eigenen Handelns  werden positiver bewertet (opitmistic bias). Wer- glaubt alles im Griff zu haben; wer Argument zur Rechtfertigung des Handelns findet; hat weniger Ängste, geringere Risikoburteilung (z.B. Autofahren; Rauchen):
In Bezug auf das Leben (in der Wohlstandswelt) zeigt sich allein dadurch hohe (objektie) Sicherheit, dass die Lebenserwartung immer weiter steigt. Es gibt eine hohe Ernährungssicherheit; sie kann zwar noch weiter gesteigert werden; doch die Risiken in diesem Bereich, sehen Verbraucher auf "schiefer" Weise. Menschen, die immer weniger eigene Erfahrung im Umgang mit Ernährung haben (keine prakitische Ernährungskompetenz, höchstens theoretisches Ernährungswissen) (wenig "begreien" - Hand-haben) haben viele Ängste (Wohlstands-Angst)

Thema - Risiko-Wahrnehmung im Bereich Gesundheit und Ernährung - eigenes langfristiges Forschungsthema - als Beispiel für Notwendigkeit für longitudinale Forschung im sozial-empirischen Wissenschaftsbereich.
Analysen (z.B. versch Risikotypen - wie unterscheidet sich das Ernährungsverhalten - Möglichkeiten der Auswertung bei NVS) - Erkenntnisse für PublicHealth Nutrition

LINKS

Definition von Ernährungsrisiken - Normwerte - Klassifikationen  (Bewertung - Auswertung von Studien , Indikatoren - z.B. BMI und Mortalität)
Risikofaktoren (in der Medizin) - für Herz-Kreislauferkrankungen; für Krebserkrankungen, u.v.a.m

Gesundheitsrisiken - Teilbereich der Technik-Folgen-Abschätzung /  Risiko-Forschung

Technik-Radard 2018: Was die Deutschen über Technik denken (Schwerpunkt: Digitalisierung). download bei www.acatech.de 2018  (ref TAZ 09.06.2018)
 - Neue Technologien: Jeder Zweite nimmt Risiken in Kauf. Presseportal 16.04.2018 www.zeiss.com -

Das Entstehen der Risiko-Bewertungen (Umwelt des Menschen - Kommunikation - Medien -  - Informationsmanagement  -  Wahrnehmung von Information (s. auch AIDA)

Notizen - Umfrage - Sicherheit in Deutschland /  Sicherheits-Forschung  (Militärfoschung) / Sicherheits-Industrie


Ernährungsverhalten - Wahrnehmung von Informationen - Bewertung von Informationen - Risiko-Akzeptanz
Bereich - Public Health Nutrition - Nutrition Communication   - Ernährungserziehung  - Risiko Kommunication

Wahrnehmung und Kommunikation von Themen der Lebensmittelsicherheit in Europa. Food Today 73_2010  (EUFIC)

http://www.eufic.org/article/de/artid/Wahrnehmung-und-Kommunikation-von-Themen-der-Lebensmittelsicherheit-in-Europas/ 

FoodRisC erhält Forschungsförderung durch das 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission, Vertrag-Nr. 245124.

- Eurobarometer-Umfrage Herbst 2016: Einwanderung und Terrorismus werden weiterhin als die wichtigsten Herausforderungen für die EU wahrgenommen. Pressemitteilung der EU, 22.12.2016 zum Eurobaramoter Nr.86  (download)

Zeitschrift: Technikfolgenabschätzung - Theorie und Praxis; 23.Jg. Nr.2 - Juli 2014 Themenschwerpunkt: Risikodiskurse/Diskursrisiken: Sprachliche Formierungen von Technologierisiken und ihre Folgen   (download)

EUFIC - Food Today Nr.74 (Nov/Dez 2010)  - Bewertung der Nutzen und Risiken von Lebensmitteln - die neue BRAFO-Studie.

EUFIC Review - An Introduction To Food Risk Communication (English only). www.eufic.org/article/de/lebensmittelsicherheit-qualitat/risk-communication/expid/review-food-risk-communication/

Literatur

1. Foster R and Lunn J. (2007). "40th Anniversary Briefing Paper: Food availability and our changing diet." Nutrition Bulletin 32(3):187-249.

2. Smillie L and Blissett A. (2010). A model for developing risk communication strategy. Journal of Risk Research 13(1):115-134.

3. Miller GD et al. (2006). American Journal of Clinical Nutrition, Vol. 83, No. 6, 1272-1275

4. Frewer LJ et al. (2003). Communicating about the risks and benefits of genetically modified foods: The mediating role of trust. Risk Analysis 23:1117-1133.

Spiegel Titel (03_1982) - Die Angst der Deutschen  (Teil 1)  (Teil 2) (Teil 3) (Teil 4) (Teil 5) (Teil 6) (als Spiegelbuch Nr21 -Die Angst der Deutschen - spät4er veröffentlicht)

brand eins Nr.06_2012 - Schwerpunktthema: Risiko

Spiegel Titel  Nr.16_15.04.1974  "Die Ängste der Deutschen"

 

Soziologe Ulrich Beck prägte den Begriff der "Risikogesellschaft"; die wesentlichen Konflikte der Zukunft werden von Umwelt/Technik-Risiken (z.B. atomare Bedrohing) und weniger von sozialen Konflikten bestimmt werden.
„Not ist hierarchisch (soziale Schichten), Smog ist demokratisch (betrifft Alle)“
(Die Zeit - Nr.40, 26.09.1986; = link bei www.ulrichbeck.net-build.net
Doch das ist nicht ganz so einfach; meist sind die Armen von Technik/Umwelt-Risiken stärker betroffen (Reiche können sich besser retten - viele Beispiele gibt es allein bei Schiffsunglücken, nicht nur beim Titanic Untergang, sondern auch heute); und die Kluft zwischen Arm und Reich nimmt zu.

Regelmäßige Umfragen der R+V-Versicherung: www.die-aengste-der-deutschen.de  (Pressemeldung - Sep. 2015)  (Bericht 2015 - download)  (ref. TAZ 03.09.2015) (link zu 2017 Umfrage)

Risikobarometer in Österreich.(z.B. Österreicher fürchten Terror und "Asylanten", aber unterschätzen echte Gefahren.  Standard, Wien 22.11.2017)

- Reichmuth, A.: Verdreht und hochgespielt – Umwelt und Gesundheitsgefahren – NZZ 2008 (Gefahren werden übertrieben)  

Global Risk Report (wikipedia) wird jährlich vom Weltwirtschaftsforum veröffentlicht. Report 2019 (download) bei www.weforum.org -

Global Catastrophic Risks - wikipedia -
Existentielles Risiko - wikipedia -

Literatur + Hinweise

Studien des IÖS der BFE(L)
Verbraucherverunsicherung im Ernährungsbereich und deren Bestimmungsgründe (R. Vogelsang; Willhöft; vor 1999- 2004)
Consumer Trust in Food. A European Study of the Social and Institutional Conditions for the Production of Trust(TRUSTINFOOD) (C. Willhöft) 2002 – 2004
Einschätzung von ernährungsabhängigen Gesundheitsrisiken durch Verbraucher (Oltersdorf) 1992- 2006

(OLT 132Olt131 / OLT 144 / OLT 161 / OLT 166 / OLT 169 / OLT 179 /

Auswertung der IÖS-Risiko-Daten durch Kieler-Gruppe (Thiele, Roosen) - jetzt TUMünchen (Bericht)

Nutzung z.B. Nestle-Publikation (Experten-Verbraucher-Risiko Schema)

interne Auswertung (noch immer unvollständig) - intern (Walker - Kluster Analysen usw; WALKER) (BSE-Daten)

Vorträge

(Food Choice - Kontakte führten zu  Consumer Trust-Project (EU-Projekt)

weitere Studien und Informationen -

BfR - Bewertung von Risiken (Risks) und Gefahren (hazards) - Vermittlung - Risiko-Kommunikation (Bildung der Verbraucher; Stakeholder - politische Entscheidungsträger)
(Informationen zu BfR-Risiko-Publikationen 2008_10)
Berichte dazu -  Publikation Feb 2010 - Unterschiedliche Beurteilung von Risk und Hazard /  Publikation - Risikokommunikation der Stakeholder
Symposium BfR 2007 - 5 Jahre BfR - "Rechtfertige gefühlte Risiken politisches Handeln"
(Schadstoffe im Essen - Bedrohung oder Panikmache?) (Hannover-Experten-Gespräch) http://www.bfr.bund.de/cd/7379

http://www.bfr.bund.de/cm/238/formen_und_folgen_behoerdlicher_risikokommunikation.pdf

http://www.bfr.bund.de/cm/238/background_paper.pdf

EUROBAROMETER: Bericht über Risikowahrnehmung in der EU- Nov 2010 - link (download)

Chr. Willers: Akzeptanz ist nicht gleich Akzeptanz. Zum Akzeptanzbegriff in der Kontroverse um die Grüne Gentechnik - Technikfolgenabschätzung – Theorie und Praxis Nr. 1, 18. Jg., Mai 2009, S.91-96

http://www.itas.fzk.de/tatup/091/will09a.pdf

 

Experte - Ortwin Renn  (Leiter der  Baden-Württemberg Akademie für Technikfolgen-Abschätzung-, Stuttgart; - wurde 2003 "abgewickelt" - Beitrag in "Die Zeit"  2003) (erster Leier - Prof Hans Mohr - Freiburg)
Publikation - Renn, Webler (1993)  Public Participation in Decision Making
Publikation  - Risk Analysis (2002)
Vortrag - Brüssel (2003)  Risk Perception + Communication
Publikation (BGB 2003) - Partizipative Risikokommunikation
Projekt - METAGENA (2006) -
Projektbericht - SAFE (2006) - Food Safety

Annette Ohme-Reinicke: Fortschritt als Provokation. Der technische Fortschritt war stets Anlass zum Streit. In den Aktionen der Maschinenstürmer bis zur Bewegung gegen die Atomkraftwerke, in den philosophischen Attacken Condorcets bis zu Günther Anders' Vorwurf der Antiquiertheit des Menschen zeigt sich die Auseinandersetzung der Gesellschaft über einen vernünftigen Gebrauch der Technik. Die Vorstellung dominiert, dass die Technik und ihre Risiken über die Menschheit schicksalhaft hereingebrochen sind. Doch die potenziellen Gefahren liegen nicht in der Technik, sondern in der Gesellschaft selbst. NZZ 24.03.2001

Eurobarometer (Nr354_2010) survey report on risk perception in the EU

http://www.efsa.europa.eu/en/riskcommunication/riskperception.htm

http://www.efsa.europa.eu/en/factsheet/docs/reporten.pdf 

 

Literatur Übersicht 70 - Risiko-Beurteilung und -Verhalten
Literaturliste OLT 2006

 

Medien und Risiko-Bewertung

Diskussion aktuell - Darstellung der Gefahren durch Terror-Angriffe (Al Kaida) vs. Unfallopferzahlen

Diskussion um Schweinegrippe

 

Institute bzw. Experten

Gigenzer, Gerd: Risiko. Wie man die richtigen Entscheidungen trifft. Bertelsmann, (ab 18.3.2013) (link)
Achtung: Risikoblindheit! Über den Umgang mit Ungewissheiten und Risiken- SWR2 Wissen - 01.11.2015

Risiko – Was kann Dir schon passieren? Edition brand eins, Juli 2019 (link)

Notizen - Umfrage - Sicherheit in Deutschland /  Sicherheits-Forschung  (Militärfoschung) / Sicherheits-Industrie

Jährliche Umfrage des Sozial.Wissenschaftl. Forschungsinstitut der Bundeswehr - http://www.sowi.bundeswehr.de/portal/a/swinstbw -- zur Sicherheits- und verteidigungspolitisches Meinungsklima (Infos) (Kurzassung Studie 2009 - Sicherheitsängst und Vertrauen in gesellschaftliche Institutionen)

Renn, O.: Das Risikoparadox: Kluft zwischen Wahrnehmung und Realität. Ernährungs-Umschau 2016(9) M528-M531 (2016) - Buch: Das Risikoparadox. Fischer TB, Frankfurt/M 2014

VDOe Position 2012_heft 1 (Schwerpunkt - Risikomanagement und Kommunikation (Heft im Archiv)
www.afc.net   (Risiko-Consulting - Chart)
Mühleib, F.: Verbraucher und Risiko. Von echten und gefühlten Risiken ? (S.14) (Kleines Risiko - große Kosten)

Shan L, Regan Á, De Brún A, et al. (2013). Food crisis coverage by social and traditional media: A case study of the 2008 Irish dioxin crisis. Public Understanding of Science. Online-Veröffentlichung 1 Feb 2013. DOI: 10.1177/0963662512472315
Rutsaert P, Regan Á, Pieniak, et al. (2013). The use of social media in food risk and benefit communication. Trends in Food Science & Technology 30(1):84–91. FoodRisC Pressemitteilung “Health risks were not consumers’ first concern over horse meat contamination.” Veröffentlicht 20 Februar 2013 -- Resources

Beardsworth, Alan / Keil, Teresa 1997. Sociology on the Menu: Invitation to the Study of Food and Society. London, Routledge. (Chapt 7 - Risk, Anxiety - Scan im Archiv) (Ernährungskultur)

Archiv: Biographie ⇒ BUFO ⇒ Projekte ⇒ 03 Vertrauen-Risiko

Grundmann, R.: Wo steht die Risikosoziologie? Z Soziol 28(1) 44-59 (1999)

Slovic,P.: Perception of risk. Science 236: 280-285 (1987)