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Stress - Anforderungen - Belastungen

Stress (engl.: Druck, Anspannung; lat.: stringere: anspannen) (wikipedia) bezeichnet die durch spezifische äußere Reize (Stressoren) hervorgerufene psychische und physiologische Reaktionen bei Tieren und Menschen (Organismus) , die zur Bewältigung der Anforderungen des Lebens notwendig sind. Stress ist in der allgemeinen Physiologie die Reaktion (die Auswirkungen) (Symptome) des Organismus auf äußére Reize (Stressoren) = S-O-R-Modell.
Der Begriff wurde 1936 durch den Mediziner Hans Selye eingeführt; in Analogie zum bereits in der Werkstoffkunde benutzten Stress-Begriff (Materialprüfung – Zug/Druck – Materialermüdung) (gegenwärtig ist Stresstest ein modischer Medienbegriff; z.B. Stresstest bei Banken; im Rahmen der Probleme um den Neubau des Stuttgarter Bahnhofs S21); Stress in der Jugendsprache. (Wortschatz)

Die Stressoren (Auslöser, Reize) sind:
physikalischer Natur: Kälte, Hitze, Lärm, starke Sonneneinstrahlung etc. (Arbeitsplatzbelastung; Qualität der Wohnung)
physiologischer Natur: mangelnder Schlaf, mangelnde Erholung; schwere Krankheiten; psychische Krankheiten (Depression);
chemischer Natur - Geruchsreize; toxische Substanzen (z.B. Zigarettenrauch stresst den menschlichen Körper).
psychischer sozialer Stress: - Angst, Frucht; Freude; - Life-Events (Schicksalschläge, Trauer, Verletzungen); Zeitmangel; Geldmangel/Armut / hohe Verantwortung / Schichtarbeit / Mobbing / Multitasking – ruhelos (burn-out) / Reizüberflutung / Reizarmut (Langeweilw einseitige Konzentration (Fließband) / negative Lebenseinstellung (Pessimismus) / soziale Isolation – keine Anerkennung; Verachtung, Mobbing / schwerwiegende Ereignisse (Todesfälle in der Familie; Einbruch, Überfall; Erpressung,…)  (Tabelle - Stress-Life-Events-Ranking)

Stress-Reaktionen – Verarbeitung ist sehr indivdiuell (versch. Stressmodelle – Selye / Walter Canon / Frauen reagieren intensiver und länger auf Stresssituationen als Männer; Fähigkeiten zur Stressbewältigung (analog wie bei Salutogense) – besser wenn Fähigkeitsüberzeugung; Kontrollüberzeugung; Eigenständigkeitsgefühl bzw. weniger Abhängigkeitsempfinden 

Physiologische Stressreaktionen – erhöhte Handlungsbereitsschaft z. B. durch die Ausschüttung des Nebennierenhormons Adrenalin - vegetative Wirkungsketten – bis hin zum Muskel; Reaktion sichtbar – Blutdruck, Puls usw. 

Stress gehört zum Leben – es gibt die notwendige Anregungen (positiver Stress – Eustress); doch wenn zu viel, dann Überbelastung des Organismus – dann negativer Stress – Distress – dieser erhöht die Krankheitsanfälligkeit (mindert die Gesundheit) (erhöhte Morbidität).

Problem der Messung von Stress – objektive äussere Belastung (Messung von physiologischen Parametern) vs individuell empfundene Belastung. Z.B. was ist störender Lärm; Empfindung der Vernachlässigung, Mißachtung, Ungleichbehandlung

Gesunderhaltend – wichtig – die richtige Balanz zwischen Eustress und Distress; nicht Unter-und nicht Überforderung. Problem dies in die Lebenspraxis umzusetzen.

Zu viel für Gesundheit tun - ist negativer Stress; z.B. zu viel Sport
(Orthorexia nervosa)

Weitere Informationen
LBS-Barometer 2007 - Focus - Kinderstress - Kopf-und Bauchweh

Pratt, L.A.: A.J.Cohen:Characteristics of Adults with Serious Psychological Distress as Measured by the K6 Scale: United States, 2001–04; NCHS advancedata No.382 (30.3.2007)

TK-Medienmappe - Von der Hausfrau bis zum Manager – Deutschland im Stress - TK-Kundenkompass - Deutschland im Stress - TK-Gesundheitsbroschüre der Stress

Jacques C Metzler (Uni South Australia, Adelaide) - Presentation - Stress - Elderly

Lebensstil Arbeit Stress DAK Forsa Studie Mai 2009

Allensbach Lärm Stress 2002

Problem - Stress durch befristete Arbeitsverträge (TAZ 29.11.2007) - DGB-Studie

Die Belastung durch Stress am Arybeitsplatz steigt (Österreich - News - 3.1.2005)

Sorgen machen dick und krank (Meldungen zu finnischer Studie - Apotheken-Umschau usw.  (April 2010)

Meldung - Studie Statisches Bundesamt - Stern - 1.9.2009 -2.4Mill Deutsche leiden unter Beschwerden am Arbeitsplatz

4th European Working Conditions Survey 2007 - Meldung - Report 

Survey 2010 - First Findings

Chart (Apotheken.Umschau 2011_12_15) -Ständige Anspannung schadet
- Angst, Depression, Konzentrationsschwächen; Schlafstörungen, Gereiztheit;
- Blutzucker, Blutfettwwerte; Stresshormone Adrenalin, Kortisol - steigen
- Gefäßablagerungen nehmen zu
- Immunsystem wird geschwächt; Infektanfälligkeit steigt
- Atmung wird schneller, flacher
- Herzrhythmusstörungen
- Magenschleimhautnetzündungen, Reizdarmsyndrom
- Muskelverspannungen
- Sexualleben leidet

Geschichte des "Stress" - Patrick Kury (Bern). "Der überforderte Mensch" - Campus-Verlag, 2012
ab 1880 - Nervenschwäche (erster Weltkrieg - Industrialisierungsphasen); nach Zweiten Weltkrieg - Manager-Krankheit; Stress; Reizüberflutung / 2000+ "burn out"
medizinisch. Neurasthenie

Tagungsbericht-Bericht (link) - Stress in der Leistungsgesellschaft