TYPO3 Musterprojekt - Thursday, 12. December 2019
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Die Einnahmen aus der Milcherzeugnis sind für die deutsche Landwirtschaft die wichtigste Quelle. (9,7 Mrd € im Jahr 2007 bei 45 Mrd € Gesamteinnahmen)
Statistiches Bundesamt - 96.000 Milchbauern (2009) - 4,1 Mill Milchkühe - 29,2 Mill to  Milch. (oder pro Kuh knapp 7000 kg (7 to) Milch im Jahr (steigend).  28,6 Mill to werden durch die (100) Molkerein verarbeitet (überall Konzentration, Effizienzsteigerungen; Konkurrenzkampf)

Milchpreiserhöhung - Meldung 01.11.2016 - www.lebensmittelpraxis.de -

Kostendeckende Milchproduktion (beim Erzeuger den Milchbauern) erfordert Preise von 36-40c/Liter. Reale Erlöse lagen in den letzten (Krisen)Jahren deutlich darunter (bis zu 25c/Liter).
Im Mai 2016 sanken die Milchpreise soagr <20c/Liter (FAZ  17.05.2016).
Frei, H. Rette sich wer kann. Milchbauern in der Krise - SWR2 Tandem, 16.06.16 -

Website - www.milchtrends.de  ⇒⇒ Marktwert Milch

Studie zum Milchpreis: Jürgens,K. "Was kostet die Erzeugung  von Milch?  (Berechnung für Deutschland in Jahrten 2002-2012) - Büro für Agrarsoziologie und Landwirtschaft (BAL), Gleichen (download) (Meldung bei topagrar 6.3.2013: "Milchpreis 10cent unter Produktionskosten")
Thema Milchpreis in Weitblick Nr.2/2015 von www.germanwatch.org -
- "Umsonst gemolken" (Bauernproteste)   Schrot&Korn Nr.1 (2016)
- Discounter senken Milchpreis um mehr als 20%.  Spiegel 02.05.2016 -
- Lebensmittel-Praxis 05.2016 - TAZ Titel - Der Rinderwahnsinn (18.05.2016; im eTAZArchiv)
 „Ach du dicke Milch“ Milchpreis_Entwicklung, Forderung nach andere Art der Subventionierung, nationaler, Bewertung der Natur- und Umweltpflege –- Erzeugung von Produkten hoher Qualität Die Zeit Nr.23. 25.05.2016 - Die Zeit Nr.24 - 02.06.2016 (Milchüberproduktion)
- Kaufen Sie Ihre Milch beim Landwirt vor Ort : Der Verbraucher in der Milchkrise – Ein Kommentar  aid aktuell 01.06.2016
- Göttinger Studie: Verbraucher wollen faire Preise für Milch, Fleisch und Backwaren - Pressemeldung Uni Göttingen, 25.05.2016 - Busch, Gesa & Spiller, Achim (2016). Farmer share and fair distribution in food chains from a consumer’s perspective. In: Journal of Economic Psychology. doi: 10.1016/j.joep.2016.03.007.
- FoodWatch - Marktpreis-Check Milch 30.05.2016 - link -
Milchkrise: Das eine tun und das andere nicht lassen : Zwischen Soforthilfen und Extensivierungsprogramm - aid aktuell 01.06.2016 - Milchgipfel beim BMEL -  link -
Die Milchkrise wird global.  Germanwatch Juli 2016 -
- Was verdient die Kuh? Demeter Journal Nr.3/2016 -
„ZDFzoom“ über den „Irrsinn mit der Milch“ - Mitteilung bei www.food-monitor.de 23.01.2017

Hausse für den Milchmarkt 2014? (in www.aid.de - aktuell)
"Die Milch ist immer billig" - aid aktuell - 21.01.2015
Milchmarkt Der Preis fällt und fällt –nun protestieren auch die deutschen Bauern VON FELIX ROHRBECK Die Zeit Nr. 34 / S.26

Zum 31.03.2015 endet die Milchquoten-Regelung der EU (wikipedia); Diskussion, nimmt jetzt der Anteil der Großbetriebe weiter zu; kommt immer mehr Milch auf den Markt - Preiskamp; Preis-Dumping? (Spiegel 28.03.2015)  (TAZ - 22.03.2015; TAZ Nord, 13.06.2015; Schwerpunkt: Milchschwemme; Preise - Im freien Fall)
(Schrot&Korn April 2015: Milchpreise im Sturzflug - link)
(Droht ab 2015 eine Milchschwemme - topagrar Nr.3, 2013)
- Der Milchsee. TAZ Nord, 19.03.2016  (im eTAZ Archiv)

Beilage Zeitung (Jan 2013) "Milch ist billiger als Wasser" (download; im Archiv) der NGO www.a3wsaar.de

Milchpreis-Kampf im Juni 2008 (Milchpreise März 2009 - wieder sehr niedrig) Die Stakeholder sind insbesondere
Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V. -  www.bdm-verband.org / - Deutscher Bauernverband - www.bauernverband.de/ Milchindustrie - www.milchindustrie.de/ Lebensmittel-Handel / BMELV - http://www.bmelv.de/
- Der Wert der Milch. Südd.Ztg 29.05.2008 (Karrikatur Horsch) (Scan im Archiv)

Informationen aus 2009
Milch Lieferboykott (Infos)
Milchpreiskampf Infos 2009
Milchlieferanten Ranking
Milch-Käse-Markt Deutschland Infos

www.biomilchpreise.de

Maßnahmen zur (Milch)Preis-Regulierung
- (Milch)Quote - Obergrenze für Produktion; Milchquoten-Verordnung (MilchQuotV); Registrierung in Deutschland durch www.ble.de .
Subventionen (Zuschüsse)
Referenzpreise (Preisgarantien, staatliche Aufkäufe; - "Milchseen" entstehen)
(Milch)Börse
(Milch)Export (Welthandel)
Absatzförderung (Marketing, Werbung; <Schul>Milchaktionen)

(soziale Komponente bei Preis - Fair Trade - Kennzeichnung)

 

Preise nach den Anhebungen bereits wieder unter Druck - Verband fordert neue Exportbeihilfen für Milchprodukte
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/1732211_0_2147_der-milchgipfel-kommt-schon-naechste-woche.html  (am 26.07.2010 - nicht mehr gültig)

STUTTGART (dpa/StZ). (13.06.08) Nachdem sich die Milchverkaufspreise im Handel schon wieder nach unten bewegen, verlangen Landwirte und Bauernverband ein Eingreifen der Politik. Für die nächste Woche ist deshalb in Berlin ein "Milchgipfel" geplant.

Bundeslandwirtschaftsminister Horst Seehofer (CSU) wolle mit Vertretern von Bauern, Molkereien und Handel ein erstes Gespräch über die schwierige Lage am Milchmarkt führen, sagte gestern eine Sprecherin des Ministers. Der sogenannte Milchgipfel, dessen genauer Termin noch nicht feststeht, soll Wege aus dem festgefahrenen Streit über die Milch- und Butterpreise aufzeigen. Molkereien und Milchbauern dringen seit Tagen auf ein solches Gespräch. Der Milchindustrieverband (MIV) rief den Minister zu "unverzüglichem Handeln" auf.   
Nach den Protesten der Milchbauern hatten einige große Supermarktketten den Verkaufspreis für Milch kurzzeitig um zehn Cent und den Preis für Butter um 20 Cent erhöht. Als Preisführer Aldi nur sieben Cent mehr für Milch verlangte, senkten die anderen ihren Aufschlag ebenfalls auf sieben Cent, den für Butter strichen sie ganz.

Ziel der Milchbauern sei weiterhin ein "Preis, der die Kosten der Bauern voll deckt". Dies sind nach Angaben des BDM rund 43 Cent pro Liter. Im Mai zahlten viele Molkereien in Baden-Württemberg den Bauern aber nur 35 Cent. Im April waren es noch 38 Cent gewesen. Beobachter gehen davon aus, dass der Lieferboykott den Bauern im Endeffekt lediglich etwa einen Cent mehr pro Liter Milch bringt.

 

... ernährungspolitische Themen im Vordergrund. So ist der Milchhandel und die Milchpreise in der EU ein Thema, dass in der Tagesschau 22.7.09 (die Meldung #2) aufgegriffen wurde -  http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts13642.html - Es gibt auch EU-weit Medienberichte dazu, wie z.B.
http://www.bazonline.ch/ausland/europa/Wo-geht-das-Geld-hin/story/15523086
http://www.nzz.ch/nachrichten/zuerich/eu_milchquote_1.3160651.html

An höherer Milchquote wird nicht gerüttelt EU-Kommission will trotz Bauernprotesten an Programm festhalten.Die EU-Kommission will nichts von einer Kürzung der Milchquoten wissen. Obwohl der Milchpreis in der EU immer tiefer fällt, sieht die Kommission nationale Hilfeleistungen im Vordergrund, da die EU-Hilfen aufgebraucht sind.
(sda) Am Mittwoch stellte EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel in Brüssel einen entsprechenden Bericht der EU-Kommission vor. Damit kam sie einer Forderung der EU-Staats- und Regierungschefs nach, die bei ihrem Gipfel im Juni ein solches Papier gefordert hatten.
Vor allem Deutschland, später auch Frankreich wollten prüfen lassen, ob die Milchquote im kommenden Jahr besser nicht erhöht werden sollte. Zudem hatten die Milchbauern in Brüssel, Luxemburg und Strassburg mehrmals gegen eine Quotenerhöhung protestiert.
«Die bisherigen Diskussionen zwischen den Mitgliedstaaten schliessen ein Einfrieren oder ein Absenken der Quoten aus», sagte Fischer-Boel vor den Medien. Eine Aufgabe der Quotenerhöhung würde die notwendige Umstrukturierung in der Landwirtschaft nur verhindern und den Betrieben die Planungssicherheit nehmen.
Die Milchquote schreibt eine Obergrenze für die Produktion fest. Ein künstlich knappes Angebot soll die Preise hoch halten. Letztes Jahr beschloss die EU, die Quote in den nächsten Jahren um jeweils ein Prozent aufzustocken und 2015 komplett auslaufen zu lassen.

Spielraum begrenzt
Fischer-Boel wies weiter darauf hin, dass die Instrumente der EU- Agrarpolitik fast ausgeschöpft seien. Der Spielraum im EU-Haushalt 2010 und 2011 für weitere Hilfe für die Milchbauern sei sehr begrenzt. Deshalb lehne sie auch eine Schlachtprämie für Kühe ab, denn: «Wir haben schlicht kein Geld mehr, der Agrarhaushalt ist aufgebraucht».
Aber auf nationaler Ebene gebe es noch diverse Hilfsmöglichkeiten. So könnten die Mitgliedstaaten Direktzahlungen umverteilen und Vorschüsse auf Direktzahlungen gewähren. Die Kommission schlägt weiter vor, dass die Länder die Bauernbetriebe vorübergehend in Programme der staatlichen Beihilfe für Unternehmen in der Krise aufnehmen könnten. Wettbewerbswidriges Verhalten prüfen
Die Kommission will zudem weiterhin die Molkereien und den Einzelhandel auf wettbewerbswidriges Verhalten hin untersuchen und wenn nötig Kartellverfahren einleiten. Den Bauern rät Fischer-Boel, sich zusammenzutun, um in Verhandlungen mit den Abnehmern mehr Gewicht in die Waagschale werfen zu können. Die Vorschläge der Kommission, die rund 600 Mio. Euro kosten sollen, müssen noch vom Rat verabschiedet werden.