TYPO3 Musterprojekt - Monday, 16. September 2019
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Wildobst: Die Zierquitte
wikipedia

(aid) - Neben Sanddorn und Vogelbeere bezeichnen Wildobstkenner auch die Zierquitte (Chaenomeles japonica) als "Zitrone des Nordens".
http://www.aid.de/presse/presseinfo.php?mode=beitrag&id=4013 (link nicht mehr gültig - 20.3.13)
Das Rosengewächs stammt ursprünglich aus Asien und wird bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts in Europa als Strauch kultiviert. Vor allem im Ostblock, wo Südfrüchte schwierig zu beschaffen waren, wurde man auf das Obstgehölz aufmerksam und züchtete Vitamin C-reiche Sorten wie die heute populäre "Cido-Buschquitte" (70-120 mg/100g). Die dornenlose Obstkultur selektierte man im Laufe von 40 Jahren aus der dornigen Strauchquitte aus und sie wird - unter anderem in Lettland - bereits im größeren Stil in Plantagen angebaut. Die apfel- oder birnenförmigen Scheinfrüchte reifen ab September und werden bis zu vier Zentimeter groß. Sie leuchten grün- bis sattgelb, duften intensiv nach Ananas, sind festfleischig und hocharomatisch - jedoch eignen sie sich wegen ihres hohen Säuregehalts nicht zum Rohverzehr. Ähnlich wie die "Echte Quitte" (Cydonia oblonga) besitzen Zierquitten einen hohen Pektingehalt und man kann sie gut zu Gelee, Mus oder Quittenbrot verarbeiten. Auch in der Spirituosen- und in der Parfümherstellung findet das Wildobst Verwendung. Die "nordische Zitrone" ist aber nicht nur ein Genuss für Gaumen und Riechorgan, sondern stellt ebenso für viele Gartenliebhaber die reinste Augenweide dar. Bereits ab April schmücken - je nach Sorte - weiße, rosafarbene oder korallenrote Blüten den an sich eher sparrigen Strauch. Darüber hinaus dient die winterharte Zierquitte für Insekten, Vögel und andere Kleintiere als Schutz- und Nährgehölz. Gelegentlich findet man das Wildobst, das ebenfalls unter den Namen "Japanische Scheinquitte" und "Wilde Quitte" bekannt ist, verwildert in der freien Natur. Die gerippten, aber glattschaligen Früchte sind bei Wildobstsammlern sehr begehrt, denn sie lassen sich aufgrund ihrer festen Struktur gut lagern. Bei Temperaturen von zwei bis drei Grad Celsius halten sie sich bis zu drei Monate nach der Ernte.  aid, Ira Schneider

 

Ziergehölze mit doppeltem Nutzen - Die Japanische Zierquitte
(aid) - Die Japanische Zierquitte Chaenomeles japonica ist ein beliebter Blütenstrauch, dessen ziegelrote bis orange Blüten schon von weitem leuchten. Die herrlich aromatisch duftenden Früchte können nach den ersten Frösten im Herbst zudem zu schmackhaftem Gelee verarbeitet werden.
Wer das Ziergehölz in seinen Garten pflanzen möchte, kann das auch im Frühjahr tun - neben dem Oktober ist der April ein guter Pflanzmonat. Die Zierquitte ist recht anspruchslos, bevorzugt aber einen guten, tiefgründigen Gartenboden und einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Der Standort sollte allerdings nicht zu nass sein. Der bis zu zwei Meter hohe, breitbuschige Strauch wächst recht sparrig und ist im Alter sehr dicht und bodendeckend. Mit einer Höhe von 80 bis 120 cm kann er auch gut als Heckenpflanze verwendet werden. 
Die Japanische Zierquitte gehört zu den Rosengewächsen und bildet ihre apfelblütenförmigen Blüten am dreijährigen Holz. Für eine tolle Blüte ist es daher ratsam, die Pflanzen wenig zu schneiden. Sie vertragen zwar einen Rückschnitt, bei einem gelenkten natürlichen Wuchs blühen sie jedoch besser. Von April bis Juni - manchmal auch schon ab März - erfreuen die Zierquitten mit ihrer Blütenpracht. Die Einzelblüten sind etwa 2 bis 3 cm breit, meist zu zwei bis vier zusammen und nicht voll geöffnet. Sie erscheinen zusammen mit den Blättern. Aus ihnen reifen zwischen September und November gelbe Apfelfrüchte heran, die flachkugelig bis breitrundlich und mit tiefen Furchen versehen sind. Zier- oder Scheinquitten haben einen hohen Vitamin C-Gehalt. Die Früchte sollten allerdings nie roh verzehrt werden. Das Fruchtfleisch ist zwar ungiftig, die Kerne enthalten jedoch geringe Giftmengen. 
Die harten Früchte sind lange lagerfähig, nach dem Kochen werden sie weich und können entsaftet werden. Die Japanische Zierquitte stammt - wie der Name schon sagt - aus Japan. Daneben stehen Gartenliebhabern noch die Chinesische Zierquitte Chaenomeles speciosa sowie verschiedene Chaenomeles-Hybriden zu Verfügung. Die sommergrünen Pflanzen wirken übrigens auch im Winter aufgrund ihrer fast schwarzen Rinde sehr ansprechend.Heike Stommel, www.aid.de  / aid newsletter Nr12/20.3.2013