TYPO3 Musterprojekt - Friday, 23. August 2019
Druckversion der Seite: Kiosk - Sonderverkaufstellen
URL: ernaehrungsdenkwerkstatt.de/ernaehrungsforschungsraum/lebensmittel/lebensmittel/verteilung-lebensmittelhandel/kiosk-sonderverkaufstellen.html

Es gibt eine Reihe von Sonderverkaufstellen, die die Nachfrage nach Lebensmitteln (Essen) befriedigen, die spontan, situationsbedingt, u.a. entstehen, und die üblichen Handelseinrichtungen nicht (räumlich, zeitlich - Ladenöffnungszeiten-Regelungen) zugänglich sind.

Dafür steht der Kiosk (aber auch Imbißstände); hier gibt es eine Reihe von regionalen Besonderheiten. (Infos)
- TAZ 30.07.2015 - Spätverkaufe deutschlandweit - Köln/Büdchen - Leipzig/"Späti"  - München/Standl - Stuttgart/Lädle

Weitere Sonderverkaufstellen - sind Tankstellen-Shops
(zeithistorisch - Entwicklung der Aral-Shops - Spiegel 45_1970

(siehe auch Verkaufsautomaten)

- Kioskwissenschaften - von  Ingke Günther + Jörg Wagner – Alltagsforscher, Kunstpädagogen – Universität Gießen – www.extraktnetz.net

Geschichte der Trinkhallen:
Die ersten Trinkhallen gab es in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Ihr damaliger Zweck ist in Vergessenheit geraten, sie wurden von Mineralwasseranbietern in Industriestädten errichtet, um die Volksgesundheit zu heben, denn Leitungswasser war damals ungenießbar! Trunksucht unter den Arbeitern der großen Fabriken war der bürgerlichen Gesellschaft ein Dorn im Auge und galt als Bedrohung für Ordnung und Moral. Dabei war es damals durchaus üblich, den Durst während der Arbeit mit Bier und Branntwein zu löschen. Manch ein Arbeitgeber zahlte gar einen Teil des Lohnes in Alkohol aus. So wundert es nicht, dass die Städte und Gemeinden günstige Flächen für den Bau von Trinkhallen zur Verfügung stellten. Der Gedanke, durch den Verkauf von „Heilwässern“ den kleinen Leuten das Gefühl einer „ambulanten Kur“ zu ermöglichen, findet sich vor allem in der Gestaltung der Trinkhallen wieder. Sie wurden den Pavillons des Adels nachempfunden mit offenen Seiten und vielen Verzierungen. 1859 entwarf Martin Gropius eine Form, die als Vorbild für Trinkhallen in Paris, Frankfurt, Hamburg und dem Ruhrgebiet diente.(link bei www.tagdertrinkhallen.ruhr  20.08.2016)
Martin Gropius:  Berliner Trinkhalle für Selters- und Sodawasser. (Aus: Architektonisches Skizzenbuch, H. 51/3, 1861) (link - Architektur-Museum TU Berlin)
- Es gibt über 200 denkmalgeschützte Kioske -  Zeitmagazin - Nr.36 - 25.08.2016 - Deutschlandkarte)
z.B. Kiosk Seestrasse Berlin-Wedding -
Kiosk, Bude, Trinkhalle - link Magazin www.beruehrungspunkte.de

Kiosk. Das Herz des Viertels. TAZ (Nord) 07.01.2017 - Schwerpunkt Thema (im TAZeArchiv)

Elisabeth Naumann: "Kiosk. Entdeckungen an einem alltäglichen Ort. " Berlin, 2003 (Berliner Zeitung 22.11.2003)  (link)