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06/23/14

Die Zwischenmahlzeiten

Die Zwischenmahlzeiten - vor/zwischen/nach den Hauptmahlzeiten (Frühstück / Mittag- und Abendessen) sind sehr vielfältig und schwer abzugrenzen; so kann eine kleine Zwischenmahlzeit - ein "biß"chen sein - ein Snack/Imbiß sein - und ist sehr nah am Naschen.

Definitionen: Mahlzeiten mit geringeren Nahrungsmengen (höchstens 10% der Tagesenergiemenge) Sie sollten vitamin- und mineralstoffreich sein (Muermann: Lexikon Ernährung, 1991)

Üblich: Zweites Frühstück
Vesper / Nachmittagskaffee / Kaffeetrinken - Kaffee und Kuchen / auch engl. / ostfriesisch - Teezeit / Teatime
Spätmahlzeit /
aber auch viele regionale Besonderheiten,  - wie z.B. die bayrische Brotzeit

Zwischenmahlzeit bei wikipedia
(link zum englischen wikipedia - Tea(Meal)

Eine Zwischenmahlzeit ist eine kleine Mahlzeit zwischen den Hauptmahlzeiten Frühstück, Mittagessen oder Abendessen.
Im deutschen Sprachraum existieren für solch eine Mahlzeit zahlreiche verschiedene Ausdrücke. Diese lauten, je nach Region und Tageszeit, Vesper, Brotzeit, Frühstück, Jause, Marend/Marende, Znüni und Zvieri, Imbs, Imbiss, Unternessen, Gabelfrühstück und Neinerln. 
Im Deutschen werden auch der englische Begriff Snack und der deutsche Ausdruck Imbiss verwendet.

Snack statt Menü? GVmanager 12_2012, S.16-18 (scan im Archiv)
(Nestel Studie 2011) mobile eater; snacker (Organisation der GV - Zwischenverpflegung) (link zu Nestle Studie 2011)   http://www.dfv-cm.de/aktuell/pdfs/5_org.pdf  (nicht mehr gültig)

Das Gabelfrühstück ist ein zweites Frühstück bestehend aus kalten oder warmen Speisen. Das Wort ist eine Lehnübersetzung aus dem Französischen: déjeuner à la fourchette. Es wird so genannt, da man im Stehen einzelne Häppchen mit der Gabel aufnahm.
Der Dichter Josef Weinheber setzte dem Gabelfrühstück in seinem Gedicht Der Phäake ein Denkmal: Zum Gabelfrühstück gönn ich mir – ein Tellerfleisch, ein Krügel Bier, schieb ab und zu ein Gollasch ein …
Jean-Paul Aron berichtet, eine Madame Hardy habe in der Rue Lafitte in Paris im 19. Jahrhundert eine zunächst unbedeutende Kneipe betrieben, sei dann aber auf die einträgliche Idee verfallen, vormittags von zehn bis zwölf unter einer großen Glasglocke verschiedenste Speisen bereitzuhalten, vor allem Fleisch, das der Oberkellner auf eine große Gabel spießt und es dann auf einen silbernen (Grill-) Rost legt. „Bei Madame Hardy wird damit der Brunch aus der Taufe gehoben, dem man den Namen ‚Gabelfrühstück‘ gibt, so sehr überrascht und amüsiert das Gerät, mit dem der Kellner nach den gewünschten Speisen fischt.“

Eine Jause (auch Jausenbrot, aus dem Slowenischen južina für Mittagessen bzw. mala južina für Zwischenmahlzeit) bedeutet in Österreich eine kleine Zwischenmahlzeit – ähnlich der Brotzeit in Bayern, dem Vesper in Schwaben (die Vesper (Liturgie) bezeichnet meist einen Abendgottesdienst), der Marende in Südtirol und dem schweizerischen Znüni. Doch bieten auch Restaurants kleine Mahlzeiten unter diesem Titel an. In Oberösterreich und dem westlichen Niederösterreich wird „Jause“ oft synonym zu „Abendessen“ mit eher kalten Speisen gebraucht. „Jausenzeit“ ist die zugehörige Zeitspanne, kann aber auch – regional verschieden – ein Zeitpunkt zwischen etwa 9 und 15 Uhr sein.
Der in die Schule oder Arbeit mitgenommene Proviant heißt ebenfalls Jause und gehört der Ordnung halber in ein „Jausensackerl“. In Ostösterreich wird am Vormittag statt des Begriffs Jause auch Gabelfrühstück verwendet. Die Jausenstation ist eine Gaststätte zur Einkehr. Im Gebirge wird sie manchmal „Jausenhütte“ genannt. Charakteristisch für die Bezeichnung Jausenstation ist eine Ausflugsgaststätte, die sich in einem Ausflugsgebiet oder an einem dorthin führenden häufig begangenen Weg befindet und auf die Bedürfnisse des Ausflugsverkehr abgestellt ist. Man bekommt dort unter anderem die Brettljause – eine kräftige Brotmahlzeit bei der verschiedene deftige Fleisch- und Wurstsorten, wie Presswurst, Blut- und Leberwurst, Speck, Selchfleisch, Jausenwurst, Schinken und kaltes Schweinernes (= gebratenes Schweinefleisch, evtl. gepökelt (gesurt)) mit Beilagen wie Kren (= Meerrettich), Senf, Käse, Essiggurken, Pusztasalat etc. auf einem Holzteller serviert werden. Die Brettljause gibt es auch als „Speckjause“ – meistens ergänzt um ein „Schnapserl“ oder ein Krügel (½ Liter) Bier.

Bei der Marende handelt es sich um die (Süd-)Tiroler Version der Brotzeit. Typischerweise werden dazu knuspriges, fladenartiges Schüttelbrot, geräucherter Schinken („Speck“), Kaminwurzen, Essiggurken sowie Rotwein gereicht. Der Begriff „Marende“ leitet sich von dem mittellateinischen Begriff merenda für die nachmittägliche Zwischenmahlzeit ab.
Die vormittägliche Zwischenmahlzeit wird Neunern oder Halbmittag genannt.

Alemannischer Sprachraum (Schweiz, Liechtenstein, Vorarlberg, Süddeutschland) Znüni wird in der Deutschschweiz, Vorarlberg und im alemannisch-süddeutschen Sprachraum die morgendliche Zwischenmahlzeit sowie das zu diesem Zeitpunkt eingenommene Pausenbrot genannt. Die Bezeichnung ist von der Zahl Neun (im Alemannischen: nüün) abgeleitet, da die Pause meistens gegen neun Uhr gemacht wird. Analog dazu ist das Zvieri von der Vier abgeleitet. Die Bezeichnung Znüni wird aber auch dann verwendet, wenn die Pause zu einer anderen Zeit gemacht wird, beispielsweise erst um zehn Uhr. Zum Znüni wird meistens nur ein kleiner einfacher Snack gegessen. So zum Beispiel ein Apfel, ein Butterbrot oder nur ein Kaffee mit Rahm (Sahne) und Zucker, bzw. ein Tee. Typisch in der deutschsprachigen Schweiz ist auch das „Weggli und Schoggistängeli“, eine Art Milchbrötchen, in welches ein Schokoladenstengel gedrückt wird. Beliebt sind auch Croissants (auch Gipfeli genannt). Bisweilen werden auch Brot, Aufschnitt, Käse gegessen (oft als Sandwich). Eine mit dem Znüni zusammenhängende Sitte ist das Znüni-Lotto, ein einfaches Marketing-Instrument von Cafés, Tea-Rooms, Restaurants etc. in der Deutschschweiz: Die Gäste erhalten mit der Bestellung ihres Frühstücks eine Nummer; wird diese später vom Wirt oder der Wirtin gezogen, dann muss der oder die Glückliche sein Frühstück nicht bezahlen. Im Schwarzwald werden zum Znüni traditionell herzhafte Speisen wie der Schwarzwälder Speck, die geräucherte Schwarzwälder Blutwurst und Roggenbrot gegessen, zu denen gelegentlich auch schon Kirschwasser oder ein anderer Obstbrand getrunken werden.

Der nachmittägliche Bruder des Znünis ist das Zvieri, die Zwischenmahlzeit um vier Uhr.

Vesper bezeichnet in der Schweiz den kleinen Znacht (Abendessen) vor dem Stall (Melken und Misten). Vor dem Zubettgehen (Nachtessen) gab es in der Schweiz traditionell noch ein leichtverdauliches Müesli complet (auch Bettmümpfeli genannt) mit Butterbrot und Milchkaffee. Im Westen Österreichs (Tirol, teilw. Salzburg) entspricht Obengenanntem der Begriff „Neinerln“ (auch hier von der Zahl „neini“).
Die nachmittägliche Jause trägt in Tirol die Bezeichnung „Marend“ (vgl. spanisch „merienda“), im Salzburger Pinzgau „Unternessen“ (Dialekt für „zwischen den Mahlzeiten“). Das Wort Vesper ist auch im süddeutschen Raum weit verbreitet. Es existiert dazu das Verb vespern und herumvespern; damit ist das beliebig häufige Einnehmen von kleinen Zwischenmahlzeiten gemeint.

Zwipf In der Schweizer Armee werden Zwischenverpflegungen inoffiziell als Zwipf bezeichnet. Zwipf erhält die Mannschaft in den Pausen und besteht je nach Gusto des Küchenchefs meistens aus Tee oder Zitronenwasser, Getreideriegeln, Armeeschokolade, Biscuit, Studentenfutter oder Obst.

Übrige Sprachräume in Deutschland
Fofftein Von einem Zahlenwort abgeleitet ist die norddeutsche Bezeichnung Fofftein für eine meist morgendliche Brotzeit, kann aber auch eine verzehrlose Pause bedeuten. Die plattdeutsche Zahl „Fünfzehn“ bezieht sich dabei auf die nach der ehemaligen Arbeitszeitordnung bzw. dem heutigen Arbeitszeitgesetz vorgesehenen 15 Minuten Frühstückspause.

Imbs In Rheinhessen heißt der in den Weinberg mitgenommene Proviant Imbs. Der Begriff stammt, wie Imbiss, etymologisch aus dem Althochdeutschen imbizan – „entbeißen“ bzw. „essen“ ab. Das Imbs war entsprechend eine unkomplizierte rustikale Zwischenmahlzeit auf der Faust, welche in der Regel um die Mittagsstunde (Rheinhessischer Dialekt: im Unnere = unter Mittag) zwischen 11 und 13 Uhr oder abends nach der Weinlese eingenommen wurde. Das Imbs wird meistens auf dem Boden hockend, auf umgedrehten Weinkisten oder auf dem umgekippten Leseeimer eingenommen und besteht aus Hausmacher Wurst (Leberwurst, Blutwurst, Schwartenmagen), Pellkartoffeln (Gequellte, Quellmänner) mit Weiche Käs und Weck, Worscht un Woi, die auf einem auf der Erde liegenden Tischtuch ausgebreitet sind.

Die Winzerplatte ist in allen deutschen Weinregionen von der Mosel bis Sachsen verbreitet und zeichnet sich durch regionale Käsespezialitäten (oft mit Rotkulturen) wie Limburger, Weinkäse, Handkäs, Spundekäs, Odenwälder Frühstückskäse, Münster oder Romadur aus. Dazu werden würziges Brot, Butter, Gewürzgurken und oft auch Schmalz gereicht. Eine spezielle Variante der Weinbaugebiete Pfalz, Rheinhessen, Hessische Bergstraße und Rheingau ist Weck, Worscht un Woi, eine traditionelle Zwischenmahlzeit bei der Weinlese.

Das Pausenbrot ist eine vorbereitete Zwischenmahlzeit in der Regel aus einem belegten Brot mit gegebenenfalls weiteren Snacks, die vor allem Schüler oder auch Arbeitende verpackt mit in die Schule/zum Arbeitsplatz nehmen, um es in einer Pause als Zwischenmahlzeit zu sich zu nehmen.

Das Kindergartenfrühstück ist eine Sonderform des Zweiten Frühstücks im Kindergarten (für manche Kinder auch das einzige), das einen festen Platz im Rahmen der pädagogischen Konzeption einer Tagesstätte hat. Es gibt das gemeinsame Frühstück und das gleitende Frühstück (bzw. regional: gleitende Brotzeit, Jause, Vesper etc.)
Dem Vorteil des gemeinsamen Frühstücks, Gemeinschaft zu erleben und zur Orientierung der Kinder feste Rituale einbinden zu können, steht der Nachteil gegenüber, dass das Freispiel nach Meinung von Kritikern abrupt beendet werden müsse. Umgekehrt können auch bei einem gleitenden Frühstück befreundete Kinder gemeinschaftlich frühstücken und es ist gezieltes individuelles Eingreifen des Fachpersonals in kleinen Gruppen möglich, auch parallel zu angeleiteten Angeboten für Einzelne oder Kleingruppen. In manchen Einrichtungen werden beide Formen kombiniert, indem das sonst gleitende Frühstück durch eine wöchentliche gemeinsame Mahlzeit ergänzt wird. Auch besondere Konzepte wie ein Gesundes Frühstück (vollwertig bzw. Bio) oder eine in der Gruppe gemeinsam zubereitete Mahlzeit lassen sich als gemeinsame Mahlzeit mit dem gleitenden Konzept kombinieren. Die Frage, welche Form des Frühstücks im Kindergarten praktiziert wird, ist teilweise abhängig von einer reformpädagogischen Grundsatzdiskussion, andererseits auch vom Diskussionsbedarf der Eltern und von der pädagogischen Umsetzung des Fachpersonals.
(wikipedia)

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