TYPO3 Musterprojekt - Monday, 24. June 2019
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Die Wirtschaftspolitik umfasst alle Maßnahmen, mit denen der Staat (die Gesellschaft) regelnd und gestaltend in die Wirtschaft eingreift. Wirtschaftspolitik legt die Spielregeln fest, innerhalb derer die weitgehend privat organisierte Wirtschaft sich mit all ihren verschiedenen Akteuren entfalten kann. (wiki) Hier gehören selbstverständlich Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft usw (Agribusiness) dazu.

Die Wirtschaftswissenschaften, hier insbesondere die Volkswirtschaftslehre, liefern Beiträge zur Formulierung der Wirtschaftspolitik ("Rat der Wirtschaftsweisen").
Grundsätzlich wird Wirtschaftspolitik eingeteilt in Ordnungspolitik, Strukturpolitik und Prozesspolitik.
Die Ordnungspolitik steckt den Rahmen ab, setzt Regeln, für die Entscheidungen der Wirtschaftsakteure (Wettbewerbspolitik).
Die Strukturpolitik greift in die regionale und sektorale Branchenstrukturen ein (infrastrukturelle Maßnahmen; Bodenerschließung, Verkehrsanbindungen, usw.)
Prozesspolitik beschreibt die aktiven Eingriffe der Gesellschaft in die Marktabläufe (Arbeitsmarktpolitik, Finanzpolitik, Fiskalpolitik, Geldpolitik, Handelspolitik, Konjunkturpolitik, Währungspolitik; Sozialpolitik )
und der Währungspolitik.
Es gibt viele verschiedene wirtschaftspolitische Richtungen; doch sie lassen sich in grundsätzliche Ausrichtungen einordnen.
Die  angebotsorientierte Wirtschaftspolitik stützt sich vor allem auf ordnungspolitische Maßnahmen; die nachfrageorientierte Wirtschaftspolitik auf aktive prozesspolitische Maßnahmen.

Die Ziele der Wirtschaftspolitik sind vielfältig, z.B.
- Steigerung (Maximierung) des Einkommens von Gruppen der Gesellschaft bzw. aller (Gemeinwohl;Maximierung der gesellschaftlichen Wohlfahrt (Wachstumsziele)
- Erhalt des Wohlstandes (Stabilitätsziel)
- Einkommen für jeden; Arbeit für jeden; hoher Grad der Beschäftigung; geringe Zahl der Erwerbslosen
- niedrige Preise (z.B. für Grundbedürfnisse, Wohnung, Grundnahrungsmittel, usw)
- verbesserte Versorgung mit Kollektivgütern (Allmende) ("qualitatives Wachstum") (Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgüter - WIKI - Website - www.coll.mpg.de ; gegründet 2003)  (Strukturziele)
- gerechte Löhne, Anpassung regionaler Lohn-, Wohn und Freizeitwerte; Werte der Arbeit (Lohn-, Ehrenamt-, Hausarbeit) (Verteilungsziel)
- soziale Gerechtigkeit (bzw. Leistungsgerechtigkeit) in der Verteilung von Einkommen und Vermögen
- Beachtung der  wirtschaftspolitischen Ziele in Bezug auf gesellschaftspolitischen Grundziele, z. B. die Freiheit, die Gerechtigkeit, die Sicherheit und der Fortschritt (Grundrechte).

Zielkonflikte z.B. mit Umweltpolitik (Ökologie und Ökonomie), Sozialpolitik (faire Produktions- und Handelsbedingungen)

Wirtschaftspolitische Institutionen

International - World Trade Organization (WTO) - www.wto.org - (WIKI)
- OECD - www.oecd.org (wiki)  (Institut)
- Weltbank (Info) (wiki) - www.worldbank.org

Europa -

UN Wirtchaftskommission für Europa - www.unece.org
EU Kommission für Wirtschaft und Finanzen - internet

Staaten
(wiki - Wirtschaftsministerium)

Deutschland - Wirtschaftsministerium -  www.bmwi.de

Bundesländer - Wirtschaftsministerium - z.B. www.wm.baden-wuerttemberg.de

Gemeinden - Amt für Wirtschaftsförderung - z.B. Stuttgart

Österreich  - Website   (Wiki)

Schweiz - (wiki)  - website

(Geschichte der Wirtschaftspolitik in der Schweiz)

Zeitschrift für Wirtschaftspolitik, Institut für Wirtschafstforschung, Uni Köln

Informationen bei www.bpb.de  - Thema Wirtschaft

Aus Politik und Zeitgeschichte Nr.43_2005 - Themenheft - Wirtschaftspolitik

Handelskriege
(Bauernproteste in Europa gegen billige Einführen; z.B. Spiegel 50_1970 S.70-1