TYPO3 Musterprojekt - Monday, 16. September 2019
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Traditionelle Art des Obstanbaus; hochstämmige Bäume, keine Anordnung in Reihen, sondern „verstreut“; - Fläche darunter – Wiese, Weide, teilweise sogar Acker. Ein wichtiger Aspekt bei dieser Individualität ("Unordnung) ist die biologischen Vielfalt. (Gegensatz moderner Obstanbau; niederstämmige Bäume; Reihen-Ordnung - Mono-Kultur; Plantagen; Massen-Pflanzen-Haltung)

Historisches: Römer brachten Obstbäume (vor 2000 Jahren) nach „Germania“; weitere Förderung unter Karl dem großen, und im Mittelalter dann durch Klöster. Eigentliche Streuobstwiesen ab dem 16.Jahrhundert; Rückgang ab den Zeiten der Industrialisierung;
(⇒ Garten / speziell früher: Obstgarten)
(Gemälde von früheren Obstgärten - Zeit der Impressionisten - z.B. Charles-Francois Daubigny. Französischer Obstgarten zur Erntezeit; 1876 (Städel-Museum); und auch von Pissaro, van Gogh uva.

Gründe - zunehmender Obsthandel aus Südeuropa und weltweit; ökonomischere Produktion in "Plantagen" mit "ernte-leichten" Baumgrößen und -anordnungen (Spalierobst); Agrarpolitik - Bezahlung von "Abholz"-Prämien. 

Wiederentdeckung – Naturschutz-Gedanke; Verlust an genetischer Vielfalt einhalt gebieten; (Aktionen begannen in den 1980ziger Jahre)

Slogan „Mosttrinker sind Naturschützer“ – Tourismus – schöne blühende Landschaften; Beispiel – Fränkische Schweiz – 

Dort z.B. über 170.000 Kirschbäume; Kirschlehrpfad; lokale Vermarktung; Direktsäfte; Most, Apfelwein; Obstbrände; Obstweine – Chralemagner = Apfel-Edelschaumwein

www.fraenkische-schweiz.com / www.obstmarkt-pretzfeld.de 

www.destillerie-haas.de / www.charlemagner-online.de 

http://www.nabu.de/m06/m06_06/03941.html 

naturschutz-wiki.de/index.php/Streuobstwiese  

- Streuobst des Jahres - Aktion bei www.logl-bw.de -

www.um.baden-wuerttemberg.de  – „Wir und unsere Obstwiesen“
Informationen vom MLR_BW - (Obst - Streuobstwiesen)
8. Streuobstag in Ludwigsburg 10.05.2014
Saft aus Äpfeln von Streuobstwiesen.  MLR_BW 06.10.2016
Saft aus eigenem Obst. BZfE News 26.09.2018

"Aktivität und Gesundheit durch Streuobstwiesen -  Reihe Tagungsführer und Forschungsberichte der Akademie, Heft 22 "Früchte, Fitness, Frische Luft" Abschlussbericht des Forschungsprojektes „Natürlich sportlich: Obstwiesen- und Gartenarbeiten als Raum und Katalysator für bewegungsorientierte Landschaftspflege sowie Naturerleben“ Ein Beitrag von Prof. Dr. Veit Wank, Dr. Hendrik Heger und Dipl.-Sportwiss. Michael Schwarz, Universität Tübingen, Institut für Sportwissenschaft, Arbeitsbereich Biomechanik. Bewegungs- und Trainingswissenschaft Herausgeber: Claus-Peter Hutter & Fritz-Gerhard Link Herausgegeben von der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden-Württemberg (Umweltakademie) beim Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft www.umweltakademie.baden-wuerttemberg.de (Bericht Okt 2011)

Bucej, J.B.: Streuobstwiesen. Slow Food Magazin Nr.04/2017 (S.60) - und "Edle Brände von der Wiese" (S.63f) - www.streuobstwiesenretter.de - www.wiesenobst.org -
Streuobstwiesen Niedersachsen (link beim BUND) (link bei Slow Food)
Slow Food Mainfranken-Hohenlohe - Projekt Baumfrüchte Mainschleife (link)
www.manufaktur-joerg-geiger.de - www.biohof-schmidt.de - www.destillerie-haas.com - www.main-schmecker.de - www.streuobst-bienen.de -
Kirschen, Äpfel und Birnen von der Wiese – Slow Food 04_2008; S. 28-29

Juni 2006 wurden Streuobstwiesen – auf die „Rote Liste der gefährdeten Biotypen Deutschland“ aufgenommen /  http://www.bfn.de/0322_biotope.html 

Informationssammlung - OLT 18_10_08

AID Presse - Ausgabe Nr. 37/08 10.09.2008 -   

Gute Streuobsternte erwartet: Verlässliche Datengrundlagen fehlen

(aid) - Mit etwa 900.000 Tonnen Äpfel aus dem Streuobstanbau rechnet der Bundesfachausschuss Streuobst beim Naturschutzbund Deutschland (NABU). Das ist etwas mehr als im Mittel der Jahre 1995 bis 2007. Überdurchschnittlich dürfte die Ernte in Baden-Württemberg, Franken und Hessen ausfallen. Weniger gut wird die Ernte bei Mostbirnen eingeschätzt. Mit 30.000 Hektar ist die Schwäbische Alb das größte Streuobstanbaugebiet Mitteleuropas. Streuobst geht zu 40 bis 50 Prozent in die Eigenverwertung in Privathaushalten, etwa 20 bis 30 Prozent werden gekeltert. Etwa zehn Prozent werden als Tafelobst vermarktet, je fünf Prozent zu Obstbränden und anderen Sonderprodukten wie Mus, Marmelade oder Dörrobst verarbeitet. Der Rest wird nicht geerntet. Der NABU fordert dringend eine bundesweite Erhebung des Streuobstanbaus, da verlässliche Daten fehlen. Die letzen Erhebungen fanden nach Angaben des NABU in der Bundesrepublik 1965 und in den neuen Ländern 1938 statt. 

aid, Renate Kessen

 

Weitere Informationen:

www.Streuobst.de 

aid-Heft "Streuobstwiesen schützen", Bestell-Nr. 61-1316, www.aid-medienshop.de

http://www.aid.de/presse/presseinfo.php?mode=beitrag&id=3545 

STREUOBST-APFELERNTE 2009 SEHR NIEDRIG

VdF und NABU: Streuobst-Apfelernte 2009 sehr niedrig

Bundesweite Streuobsterhebung ist dringend erforderlich

Nach Schätzungen des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst und des Verbandes der deutschen Fruchtsaft-Industrie (VdF) wird die deutsche Apfelernte im Streuobstbau in diesem Jahr nur rund 500.000 Tonnen betragen. Damit würde sie deutlich unter dem Durchschnitt der Jahre 1999 bis 2008 in Höhe von knapp 900.000 Tonnen und der Jahre 1980 bis 1994 in Höhe von 1,1 Millionen Tonnen liegen. Ursachen für den geringen Ertrag sind laut NABU und VdF der Rückgang der Streuobstwiesen aufgrund von Bebauung, mangelnder Pflege und der meist schwierigen ökonomischen Situation bei der Streuobstbewirtschaftung.

Die letzte bundesweite Erhebung des Streuobstanbaus fand in der Bundesrepublik 1965 und auf dem Gebiet der neuen Länder 1938 statt. Damit fehlen verlässliche Daten für einen Wirtschaftszweig mit Qualitätsprodukten und Milliarden-Umsätzen und herausragender Bedeutung für die biologische Vielfalt. NABU und VdF fordern daher von Bundesagrarministerin Aigner (CSU) und Bundesumweltminister Gabriel (SPD), sich für eine bundesweite Flächenerhebung des Streuobstanbaus einzusetzen.

Erstmals hatten VdF und NABU im Juli 2009 gemeinsam zu einer bundesweiten Ernteschätzung im Streuobstbau aufgerufen. "Für viele unserer über 400 Mitgliedsbetriebe stellt die Ablieferung der Äpfel und Birnen aus dem Streuobstbau eine wichtige Existenzgrundlage dar", so VdF-Geschäftsführer Klaus Heitlinger. "Nach der Auflösung der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) stehen weniger obstbaurelevante Daten zur Verfügung. Daher ist es für uns umso wichtiger, abschätzen zu können, wie die stark schwankende Streuobsternte ausfällt", sagte Heitlinger. Laut Markus Rösler, Sprecher des NABU-Bundesfachausschusses Streuobst, leistet die Verarbeitung der Ernte einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Streuobstwiesen: "In rund 120 Regionen Deutschlands kooperieren Naturschutz, Keltereien und Landwirte in der sogenannten Streuobst-Aufpreisvermarktung - daher führen wir diesen Aufruf zur Ernteschätzung sehr gerne in Kooperation mit dem VdF durch." Bundesweit wurden 30 neue Zähler gewonnen, so dass die Schätzung eine höhere Qualität als in den vergangenen Jahren aufweise, so VdF und NABU.

Für alle Bundesländer sei eine sehr mäßige Apfelernte im Streuobstbau zu erwarten, während bei den Birnen im Streuobstbau voraussichtlich eine gute Erntemenge zu verzeichnen sei. Aufgrund der voraussichtlich niedrigen Streuobst-Apfelernte rufen NABU und VdF die Keltereien auf, besonders auf gute Qualität zu achten: Da die Oechslewerte und damit die Qualität des Obstes im Verlauf des Herbstes ansteigen, sei es zu begrüßen, wenn die Auszahlungspreise für das Streuobst im Verlauf der Ernte ebenfalls ansteigen.

Die Verwertung der Äpfel im Streuobstbau in Deutschland erfolgt regional sehr unterschiedlich. Bundesweit 40 bis 50 Prozent werden durch Keltereien erfasst und zu Getränken verarbeitet - das ergibt im Durchschnitt rund 400 Millionen Liter im Jahr, ergänzt um Säfte, deren Obst aus Niederstamm-Anlagen und Hausgärten stammt. 30 bis 40 Prozent gehen in die Eigenverwertung von Privathaushalten. Rund zehn Prozent werden als Tafelobst vermarktet, je fünf Prozent werden zu Obstbränden beziehungsweise zu Sonderprodukten wie Mus und Dörrobst verarbeitet. Unabhängig davon wird bei starken Ernten und niedrigen Preisen ein weiterer Anteil von teils über zehn Prozent gar nicht abgeerntet.

Im Internet zu finden unter www.NABU.de  , www.Streuobst.de  und www.Fruchtsaft.org 

http://www.gourmet-report.de/artikel/30261/Streuobst-Apfelernte-2009-sehr-niedrig.html 

 

Streuobst pflanzen für mehr Vielfalt: Immer weniger Streuobstanlagen

http://www.aid.de/presse/presseinfo.php?mode=beitrag&id=4443 

(aid) - In Deutschland verliert der Streuobstanbau immer weiter an Bedeutung. In Baden-Württemberg ist die Fläche nach Angaben des Naturschutzbund Deutschland NABU auf 130 000 Hektar geschrumpft - das sind 20 Prozent weniger Fläche als noch vor 20 Jahren. Streuobstwiesen sind in Europa aber die artenreichsten Ökosysteme und bedürfen deshalb eines besonderen Schutzes. In Streuobstanlagen leben bis zu 5 000 Tier- und Pflanzenarten. Daher fordern Naturschützer alle Verantwortlichen auf, sich für den Erhalt von Streuobstanlagen einzusetzen. Die Neupflanzung von Streuobst kann beispielsweise auf so genannten Ersatzflächen erfolgen, die Städte und Gemeinden dann benötigen, wenn durch Neubaugebiete oder Industrieansiedlungen an anderen Stellen Flächen versiegelt werden. So hat die Stadt Rheinbach in Nordrhein-Westfalen kürzlich 9 000 Quadratmeter Fläche zu Verfügung gestellt, auf dem Mitglieder der örtlichen NABU-Gruppe 44 Obstbäume gepflanzt haben. Die hochstämmigen Äpfel der alten Sorte "Rheinischer Krummstiel", die Birne "Gute Luise" oder die Kirsche "Rote Meckenheimer" sollen in zwei bis drei Jahren Früchte tragen. Die Pflanzung von Streuobst ist bei frostfreiem Wetter von Oktober bis März möglich. Die Bäume können dann ausreichend neue Wurzeln bilden und treiben im kommenden Jahr kräftiger aus.  aid, Renate Kessen

Weitere Informationen: aid-Heft "Streuobstwiesen schützen",Bestell-Nr. 1316,

- Mistel gefährdet Ostbäume. aid aktuell 08.03.2017 -

Cornelia Blume -  Die Streuobstwiese Vielfalt erhalten – Lebensräume schaffen – Besonderes genießen - pala-verlag, Darmstadt, 2010 Hardcover, 200 Seiten, 14,00 Euro ISBN: 978-3-89566-273-7 www.cornelia-blume.de

Streuobst-Wanderführer für das Allgäu (link)

aus Obst der Streuobstwiesen - 

Obstsäfte - Apfelsäfte

Obst-Schnaps

 

Webseite "Mundraub" - In vielen deutschen Städten wächst Obst, das keiner erntet. Eine Seite verrät, wo genau die Bäume stehen - www.mundraub.org . 

http://www.zeit.de/cds-berlin/2010-08/internetprojekt-obst-baeume  

Wittur, M.: Lasst Streuobst lieber verrotten! Slow Food Magazin Nr.1, 2013, S.55-57 (Hinweis auf Nachteile, wenn alles Obst "gerettet" (geerntet), dann verarmen Streuobstwiesen an Nährstoffen und Keimlingen, können nicht regenieren; Fazit auch Streuobst muss gepflegt werden; Ernte benötigt Pflege).(Website: Streuobst-Mainfranken)

 

Website (fruitmap) in Österreich - Plattform für öffentlichen Zugang zu nutzbaren Fruchtbäumen (Streuobst und mehr)

Selbstversorgung Äpfel klauen ganz legal (F.Bierber) – Die Zeit Nr.26/25.06.2015