TYPO3 Musterprojekt - Tuesday, 28. January 2020
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Grund-Sätze der Ernährungsdenkwerkstatt

 

- Grundsätzlich funktioniert Leben nur als Ganzes. Das Ganze – das Leben - kann niemand gänzlich erfassen oder gar „begreifen“. Der Einzelne, auch der Forscher, sieht immer nur bestimmte Ausschnitte zu bestimmten Zeitpunkten.
(Abb. Schichtenmodell der Wissenschaft)

- Leben ist an Zeit gebunden. Es gibt den nie versiegenden Lebensfluss; Leben steht nicht still (Wandel). Aus der Sicht des Einzelnen ist Leben endlich, aus der Natur- und Weltsicht ist Leben unvergänglich. (Dimension Zeit).

- Leben ist an Strukturen gebunden, die sehr „unwahrscheinlich“ erscheinen. Zur Erhaltung des hohen Ordnungsgrades bedarf es der ständigen Zufuhr von Energie, die vom Organismus zum Ordnungs- bzw. Lebenserhalt genutzt wird. Ohne Energie-Umsatz „zerfällt“ das Leben. Die Ernährung liefert diese Energie und weitere essentielle Nährstoffe. (link zu Entropie – Zweiter Hauptsatz der Energie). (Informationsstrukturen - Gestalt; Sozialstrukturen)

- Leben ist aus Stoffen und Energie der Sonne entstanden. Nach der Theorie der chemischen Evolution bildete es sich in einer „Ursuppe“. Auch heute existieren niedere Lebensformen, die aus Wasser + CO2 + Mineralstoffen, also anorganischen Materialien, mittels Katalysatoren wie Chlorophyll und dem Sonnenlicht, organische Stoffe (Biomasse) erzeugen, die unmittelbar oder mittelbar die Grundlage unserer Ernährung bilden (Inhaltstoffe der Lebensmittel). Das „höhere“ Leben ist ohne diese Basis nicht lebensfähig.

- Leben ist an Informationen gebunden. Ernährung stellt sowohl stoffliche Kommunikation (zwischen Natur und Mensch)als auch nicht-stoffliche Kommunikation (Informationsaustausch) dar. Die  Information besteht auf Signalen aus dem  Inneren des Organismus (z.B. Hungersignale) und von denen , die von außen, der Lebensumwelt, stammen.  Es gibt Informationsspeicher (Gehirn) und Informationsstrukturen (Gedächtnis). Im Lebenslauf (Biographie) des Einzelnen und der Gesellschaft verändern sich diese (Lebenserfahrungen; Prägungen).

- Leben ist nicht starr determiniert, sondern (in Anpassungsgrenzen) flexibel (probabilistisch). Rückblickend wird zwar vieles verständlich, vorausschauend kann es keine Sicherheit und Garantien geben.

- Leben ist individuell (an einen Organisamus gebunden) und endlich (Biographie - Anfang bis Ende) (Ontogenese) (Lebenslauf - Lebensfluss -<media 2609> life stream</media>). Leben der "Gesellschaft" (menschliches Leben) ist "dauernd" und eingebettet in den Strom der Evolution (Phylogenese).

- Es ist elementar: Wir leben von anderen Leben. Wir essen Pflanzen und Tiere. Die natürliche Mitwelt ist für uns nicht nur die Existenzgrundlage, sondern sie ist es auch für die Existenz der Menschheit. (Meyer-Abich, K.M.: Aufstand für die Natur. Von der Umwelt zur Mitwelt. München. 1990)

 

(A:OLT / 12.03.08 / 17.12.12 /  06.06.2018/ AD / o)