TYPO3 Musterprojekt - Thursday, 12. December 2019
Druckversion der Seite: Empowerment - Eigenkompetenzstärkung
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Empowerment umfasst die Strategien und Maßnahmen, die geeignet sind, den Grad an Selbstbestimmung (Autonomie) im Leben von Menschen oder Gemeinschaften zu erhöhen und die es ihnen ermöglichen, ihre Interessen (wieder) eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten und zu gestalten (Eigenkompetenzstärkung; Mündigkeit der Bürger stärken)(Partizipation, Teilhabe s.u.). Empowerment bezeichnet dabei sowohl den Prozess der Selbstbemächtigung als auch die professionelle Unterstützung der Menschen, ihre Gestaltungsspielräume und Ressourcen wahrzunehmen und zu nutzen (Stimulierung von gesellschaftlichen Engagement; Bürgerinitiativen).
Der Begriff Empowerment entstammt der amerikanischen Gemeindepsychologie -  Julian Rappaport (1985). 

http://de.wikipedia.org/wiki/Empowerment 

Verwirklichungschancen (Capabilities) nach Martha C Nussbaum (Women and Human Development. The Cabability Approach, Cambridge 2000)
("Grundbefähigungen" - Kompetenz)
- eigene Gestaltung des Lebens (in Würde)
- körperliche Gesundheit und Integrität
- eigene Sinne, Gedanken zu haben und nutzen zu können (Aus-Bildung)
- emotionale Beziehungen (Freunde)
- eigene Wertvorstellungen (vom guten Leben)
- Heimat - Zugehörigkeit
- Erholung - Spiel
- Beziehungen zur Natur
- Macht zu haben - sozial, politisch, materiell

(siehe auch - wikipedia - capability approach)

Susanne Hartung: Partizipation – eine relevante Größe für individuelle Gesundheit? Auf der Suche nach Erklärungsmodellen für Zusammenhänge zwischen Partizipation und Gesundheit. WZB Discussion Paper - SP I 2011–303 November 2011 
Partizipation wird hier als Entscheidungsteilhabe verstanden. Weitere Begriffe in diesem Bereich: control, Selbstbestimmung und Empowerment; Partizipation (participation), Entscheidungsfindung, Entscheidungsteilhabe, Entscheidungsbeteiligung, Teilhabe an Entscheidungen (decision making, decision), patient autonomy, Gesundheit (health, well being, health outcomes), Gesundheitswesen, locus of control, health locus of control, Selbstwirksamkeit (self efficacy), health literacy, Kohärenzgefühl/Kohärenzsinn (sense of coherence) u.a. 
Perceived control (bzw. subjective control) mit vier Hauptkonzeptualisierungen: locus of control, self efficacy, attribution theory, learned helplessness. perceived self efficacy („Selbstwirksamkeit“, „Selbstwirksamkeitserwartung“ und „subjektive Kompetenzerwartung“) Antonovsky - Salutogenese - Erklärung der Zusammenhänge zwischen Kohärenzgefühl und Gesundheit  - Menschen, die die Welt als verstehbar, handhabbar und bedeutsam wahrnehmen, den körperlichen Systemen vermehrt gesundheitsförderliche Informationen senden.
 1) Einflussüberzeugung (perceived control bzw. locus of control);
 2) Selbstwirksamkeit (self efficacy); 
3) Kohärenzgefühl (sense of coherence) 
 4) Gesundheitskompetenz (health literacy).

(Salutogenese - Kohärenz)