TYPO3 Musterprojekt - Tuesday, 28. January 2020
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Kapital konnte erst in der neolithischen Revolution (Ackerbau und Viehzucht) entstehen, hier begannen Menschen die Natur zu kontrollieren und schafften Besitz (und Überschüsse). Der lateinische Wortstamm ist caput (Kopf) - die Zahl der Köpfe - summa capitalis  - der Viehherde). Der Besitz (das Vermögen) von Kapital ist ein Produktionsfaktor (die anderen sind Arbeit ("Human Kapital") und Boden - Naturkapital; Raumkapital). Das private Kapital (Eigentums-Rechte) sind der Gegenpol zum Allgemeingut (Allmende).

Im Allgemeinen wird unter Kapital der Geldbesitz (Geldkapital) und der Grund- und Güterbesitz (Realkapital) verstanden. (Wirtschaftswissenschaften;Ökonomie) (sozio-ökonomischer Status - SES - arm bzw reich an Kapital)  (Industriekapital - Verflechtungen - Chart )

Die Fähigkeiten von Menschen, wie z.B. "die personengebundenen Wissensbestandteile in den Köpfen der Mitarbeiter“ (Wirtschaftswissenschaften), werden als Humankapital bezeichnet. Dies ist sowohl für die Gesellschaft (Bildungsinvestitionen)  (Intellektuelle Kapital) als auch als Produktionsfaktor in den Betrieben wichtig (physisches Kapital); das nicht nur durch die Ausbildung erzeugt wird, sonderen auch Gesundheit und Ernährung als "Bildungs"-Faktoren umfasst ("Nutrition and Development"; Nutrition and Working Efficiency) (ähnliche Begriffe sind Humanvermögen, die Humanressourcen und das Humanpotenzial,  engl.  human capital, human resources , human assets ).

Aus den sozialen Beziehungen zwischen den Menschen (mit ihrem Humankapital) ergibt sich das soziale Kapital. Es beschreibt auch die Teilhabe am gesellschaftlichen Geschehen (Empowerment); und stellt nach Bourdieu ein symbolisches Kapital dar; die gesellschaftliche Anerkennung, sozialer Macht, die Rollenverteilung, Prestige, Reputation, Ehrenzeichen, Privilegien und Positionen. (die feinen Unterschiede in distinktiven Sprachen und anderer körperlicher Ausdrucksformen wie Kleidung, Stil und (Ernährungs)Verhalten.
Das kulturelle Kapital (Bourdieu) bzw. Bildungskapital umfasst die Fähigkeiten (der Gesellschaft bzw ihrer Bürger) Kultur (Bildung) zu erwerben und zu nutzen.(Weitergabe innerhalb der Familie; Familientradition; "Stand"-Bewußtsein; zeigt sich im Verhalten - Habitus). (Besitz von Kulturgütern; Bücherschrank; Gemälde an der Wand) (Wahl der Bildungsstätten - Privatschulen; Erwerb von Titeln). Die "oberen" Schichten unterscheiden sich in ihrem Umgang mit Kultur (und deren Einrichtungen; Kulturindustrie)  (Lifestyle). ("Haben wird zu Sein"; Zeit statt Geld; Genuß - Arbeit; Ess-Kultur; Lese-Kultur, ua.) (auch Familienleben - Hans Bertram - Kulturelles Kapital - Familiale Solidarität).

Naturkapital ist eine Metapher dafür wie die Naturprodukte, wie Mineralien, Pflanzen und Tiere der Biosphäre, als gesellschaftlicher bzw. Produktionsfaktor genutzt werden können (z.B. neue Rohstoffe - wie Lithiumvorkommen für eMobilität; oder Biodiversität für neue Lebensmittel - Patentierung von Natur).
Ökosystemleistungen: Was uns die Natur alles gibt: - www.naturkapital-teeb.de - international - www.teebweb.org -

Raumkapital "betrachtet das Kapital geographischer und sozialer Räume, also von Stadteilen, Städten, Regionen und Nationalstaaten, aber auch von funktionalen oder wahrgenommenen Räumen, Netzwerken und Clustern. Leitgedanke des Forschungsbereichs ist, dass Räume spezifische Potenziale (Raumkapital) haben und Akteure, Kompetenzen, Kulturen, Institutionen und Ressourcen (Raumkapital) benötigen, um diese zu nutzen und weiterzuentwickeln. Raumkapital ist ebenso das sich aus einer räumlichen Nähe in Form sozialer Proximität und Vertrauensstrukturen ergebende Potenzial. Raumkapital setzt damit an der Begrifflichkeit des endogenen Potenzials an, erweitert diese um die räumlich-relationale Dimension und das Umsetzungskapital (z.B. monetäres Kapital und Institutionen), das zur Aktivierung der regionalen Potenziale nötig ist." - http://www.iatge.de/index.php?article_id=799&clang=0

Zeitkapital - Zeit-Haben (jeder Mensch hat die gleiche Zeitmenge - 24 Stunden am Tag; Unterschied in Lebensdauer; lebenswerter Zeit) - Begriff aus dem Zeit-Management (z.B. Publikation Eberle) - keine Zeit verschwenden; Zeit sinnvoll nutzen (aber was ist sinnvoll - fast oder slow; walking oder Lustwandeln, promenieren; Stress und Streben nach ökonomischen Reichtum, oder Müßiggang) - Zeit selbst bestimmte zu nutzen - reich an Zeit zu sein - der neue Wohlstand.

 

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Kapital

http://de.wikipedia.org/wiki/Humankapital

http://de.wikipedia.org/wiki/Soziales_Kapital

http://de.wikipedia.org/wiki/Symbolisches_Kapital

http://de.wikipedia.org/wiki/Kulturelles_Kapital

http://de.wikipedia.org/wiki/Naturkapital