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Sozialisation

Der Begriff der Sozialisation entstammt der Soziologie. (siehe auch VL Wien 08  - Chart ). Die Sozialisation ist ein Prozess, der mit Beginn des Lebens einsetzt und durch den die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen Werte, Verhaltensweise, Techniken (Kompetenzen) usw. erlernen und einüben. Es gibt verschiedene Stufen, wie die primäre Sozialisation (in der Familie; Mikroebene); sekundäre Sozialisation (settings - Kindergarten, Schule, Peer-Groups - Mesoebene) (durch Medien, einschl. Werbung); weitere Sozialisationen geschehen durch Berufsausbildung; Einbindung in gesellschaftlich relevanten Gruppen (Parteien; Vereine, ua.)

Die Definition von Hurrelmann lautet "... Prozess der Entstehung und Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit in Abhängigkeit von und in Auseinandersetzung mit den sozialen und den dinglich-materiellen Lebensbedingungen verstanden, die zu einem bestimmten Zeitpunkt der historischen Entwicklung einer Gesellschaft existieren. Sozialisation bezeichnet den Prozess, in dessen Verlauf sich der mit einer biologischen Ausstattung versehene menschliche Organismus zu einer sozial handlungsfähigen Persönlichkeit bildet, die sich über den Lebenslauf hinweg in Auseinandersetzung mit den Lebensbedingungen weiterentwickelt" http://de.wikipedia.org/wiki/Hurrelmann
- http://www.hertie-school.org/content.php?nav_id=2178

Die Sozialisation ist die Anpassung an gesellschaftliche Denk- und Gefühlsmuster durch Internalisation (Verinnerlichung) von Normen. Sie bezeichnet die Entwicklung der Persönlichkeit aufgrund ihrer Interaktion mit einer spezifischen, materiellen und sozialen Umwelt. Sie führt zur sozialen Bindungen von Individuen (soziale Netze).
Die Sozialisation umfasst sowohl die absichtsvollen und planvollen Maßnahmen (Bildung, Erziehung) als auch die unabsichtlichen Einwirkungen der Umwelt auf die Persönlichkeit.
Die Sozialisation führt zu Formen des sozialen Zusammenlebens  (Vergemeinschaftung) und Handlungsorientierungen (soziale Identität) entstehen, auf die sich Individuen in ihrem Handeln beziehen. Daraus bilden sich Kenntnisse über die jeweils geltenden Normen, Werten und Werturteilen der Gesellschaft.

 - Primäre Sozialisation: Lernphase, die das Individuum in seiner Kindheit durchläuft > v.a. Familie; Erleben von Vertrauen, Sprache, Werten, Normen, Handlungsmustern
- Sekundäre Sozialisation: Lernleistung, die ein schon primär sozialisiertes Individuum als Erwachsenen befähigt, sich den Verhaltenserwartungen neuer sozialer Umgebungen oder Referenzgruppen anzupassen > in vielerlei Institutionen wie Kindergarten, Schule, Universität etc.; Ergänzung von primärer Sozialisation

Siehe auch:

http://www.uni-muenster.de/Sozialisationsforschung/sozialisation_pdf/Sozialisation.pdf

http://www.uni-bielefeld.de/paedagogik/agn/ag2/

http://de.wikipedia.org/wiki/Sozialisation

Aus Politik und Zeitgeschehen Nr. 49-50, 3.12.2012: Sozialisation (in der Migrationsgesellschaft)

Anmerkung - Nutzung der Kenntnisse der Sozialisation - Prägung durch Medien (Berieselung der Babyies, Kleinkinder - Fernsehkanäle) - Messung -Customer Lifetime Valuehttp://de.wikipedia.org/wiki/Customer_Lifetime_Value Wert  – Berechnung des Marketing: was bringt die MarkenPrägung der Kinder – für das Kaufverhalten im späteren Leben – Lifetime value) Ergebnisse 1 - 10 von ungefähr 101.000 für "Customer Lifetime Value" -   Auch Studie an der Universität Maryland – über 30 Jahre (Longitudinale Studie) an über 45.000 Personen / Phänomen – neu – Fernseh-Sucht / Gesundheitliche Störungen – ADH; COS – Cognitive Overflow Syndrom“  (aus Stiegler)

 

Heindl, I., Methfessel, B., Schlegel-Matthies: Ernährungssozialisation und -bildung und die Entstehung einer "kulinarischen Vernunft". S. 187- 202 in

Ploeger, A., Hirschfelder, G., Schönberger, G.:Die Zukunft auf dem Tisch. Analysen, Trends und Perspektiven der Ernährung von morgen. VS Verlag, Wiesbaden; 2011 (Tagungsband - des www.ak-esskultur.org - Wild-Stiftung)
(google books)