Die Vereinbarungen bzw Richtlinien der Ernährungspolitik erfordern Aktionen - die Planung,  Durchführung und Kontrolle (Evaluierung) von Ernährungsprogrammen (Nutrition Planning)

Ausgangspunkt ist die Situationsanalyse (Nutrition Status Survey)

Danach folgt die Festlegung der Ziele (Nutrition Policy - Dietary Goals)

Ernährungsplanung - erfordert Modelle - Zusammenspiel von Maßnahmen - auf Makro-, Meso- und Mikroebene (Beispiel Aktionsplan Ernährung Österreich, Abb.1. S.16 ) (Koordinierung . z:B. Nationale Ernährunsgkommission)
Zyklus der Planung - Abb. 2, S.18)
Die Ernährungsprobleme (why?) (Hunger/Überfluß) sind keine Erkenntnisprobleme, sondern Umsetzungsprobleme (how?).

Die Programmpunkte sind sehr breit gefächert, und lassen sich in folgende Gruppern einteilen:

- Lebensmittelgesetzgebung (einschließlich der "Regeln des Umgangs mit Lebensmittel" / ökonomische Regeln - Preise / Subventionen / Bonus - Malus /  Richtlinien - bis hin zu Verboten (z.B. Werbebeschränkungen); Verbraucherinformationsgesetz

Lebensmittelsicherheit (Hygiene; Schadstoffe); Lebensmittelkontrolle;

 

Verbraucherinformation (Nutrition Communication) - Verbraucherinformationsgesetz
Lebensmittelkennzeichnung (die der souveräne Verbraucher erkennt)

verbesserte Lebensmittel (dietätische Lebensmittel), neuartige Lebensmittel (funktionelle, Gen- und Nanotechnik)

Präventionsprogramme; Ernährungsempfehlungen und -beratung zur Gesundheit sowie Nachhaltigkeit (Umwelt) (Öko-Bio-Landwirtschaft-Lebensmittel), regionale Lebensmittel; Aktionen und Kampagnen; Platform "Ernährung und Bewegung"; nationale Ernährungserhebungen (NVS, ESKIMO).

eLibrary of Evidence for Nutrition Actions (eLena - website) der WHO
- USA - Prevention Status Report (link) ⇒⇒ Nutrition, Physical Activity, Obesity

 (VL17 Wien)

Im Rahmen des Aktionsplans "IN FORM" wurde ein Online-Angebot "Wege zur Qualität" entwickelt - ww.in-form.de/qualitaet  Dort sind Hinweise dafür publiziert, wie in Projekten der Gesundheitsförderung und Prävention ein qualitativ hoher Standard erreicht werden kann.  So enthält beispielsweise der "Werkzeugkasten" Instrumente, Qualitätskriterien, Checklisten, Leitfäden, Fragebögen und Praxisbeispiele für die Planung, Durchführung und Evaluation von Maßnahmen. 

Informationen zur Entwicklung der "Ernährungsplanung"
(Artikel - Jürgen-Peter Stössel: Schlaraffenland Bundesrepublik - Essen wir uns krank. bild der wissenschaft Nov 1976 + Dez 1976)
Information zum Ernährungsbericht 1976; Überernahrung - Übergewicht; Alkohlkonsum - Sterblcihkeiten; Cholesterin; Nahrungsaufnahmen; Nährstoffaufnahmen; Definition - Fehlernährung - Cremer; Ernährungsplanung-Konzepte; Chrfistian von Ferber "Modelle für eine sozialmedizinische Untersuchung des Ernährungsverhalten"; Stocksmeyer - Computer-Ernährungs-System)

Entwicklung der Food and Nutrition Policy - Programme der EU

 

EU-Weißbuch „Ernährung, Übergewicht, Adipositas: Eine Strategie für Europa“ 2007
Besser informierte VerbraucherInnen
- Gesunde Lebensmittel zur Verfügung stellen
- Förderung der körperlichen Bewegung
- Vorrangige Gruppen und Settings (Schwerpunkt Kinder)
- Ausbau der Evidenzbasis zur Unterstützung des Vorgehens
- Entwicklung von Überwachungssystemen

 

Europäischer Aktionsplan Nahrung und Ernährung der WHO 2007 – 2012

Bereitstellung umfassender Informations- und Aufklärungsangebote für VerbraucherInnen

- Gewährleistung einer sicheren, gesunden und nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung

- Durchführung integrierter Maßnahmen zur Bekämpfung der maßgeblichen Determinanten

- Förderung eines gesunden Lebensanfangs

- Überwachung, Evaluation und Forschung

- Stärkung der Elemente Ernährung und Lebensmittelsicherheit im Gesundheitsbereich

Ernährungsplanungskonzepte - international z.B. Weltbank + UNICEF
(komplexe Modelle; zirkuläres Planen - Triple A-Process - Assessment - Action)

Worldbank (Milla McLachlin) + UNICEF (Rainer Gross): -Nutrition Assessment - Background Paper, Washington, 2002
UNICEF - Strategy for Improvement of Nutrition of children ; 1990

Nutrition Planning, (internat Z mit Hinweisen zu food and nutrition policy - weltweit) Ausgabe 1, Feb 1978 (4x im Jahr, Ann Arbor)  (bis 1985 ?) (link - zu UNU-Archiv Food and Nutrition Bulletin May 1979

Joy, Leonard: Nutrition Planning: The Stae of the Art. Science and Technology Press for AID, Guilford, Surrey, 1979 (ref. Ecol Food Nutrition 8(3) 201f (1979) (scan im archiv) (Food and Nutrition Bulletin 1(3), 1979 - link)
McLaren, DS: Nutrition Planning day dreams at the UN. Amer J clin Nutr. 31:1295-99 (1978)

Manetsch, TJ.:

Toward a comprehensive approach to nutrition/health planning for poor countries. Ecol. Food Nutr. 11(4) 225-233 (1982) (scan im Archiv)
The paper addresses the problem of design for poor countries health/nutrition programs which are compatible both with national development goals and the constraints imposed by the village milieu in which human needs must be met. National level nutrition, health, family planning, food production and other programs are considered along with their sometimes conflicting impacts on variables such as nutritional status, infant/child mortality, personal productivity, population growth rate, employment, food production, GNP growth rate, government budget balance, foreign exchange balance and distribution of wealth. The paper describes an illustrative village level nutrition/health program designed to meet key human needs within realistic budget constraints and concludes with a discussion of useful roles computer models can play in comprehensive nutrition/health planning.

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