Nationaler Aktionsplan Ernährung - Deutschland - IN FORM

Nationaler Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten (NAP) war lange angekündigt (Nachfrage Feb 2008 - Bundestagsanfrage) und wurde dann als: "IN FORM - Deutschlands Initiative für gesündere Ernährung und mehr Bewegung"  im Juni 2008 verkündet. Das war auch durch internartionale Verpflichtungen dringend notwendig (Forderung durch EU; WHO) (Chart) geworden.
Im Herbst 2008 gab es den Wechsel an der Spitze des BMELV  von Seehofer zu Aigner; trotzdem ist es überraschend, das dieser Aktionsplan Ernährung nochmals Anfang Dezember 2008 verkündet wurde.
Seit Januar 2009 gibt es eine website zu "INFORM" : www.in-form.de DieGeschäftsstelle "IN FORM" ist bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (Bonn) angesiedelt (www.ble.de).
- (wikipedia)

Hier gibt es den "Nationalen Aktionsplan" als Download:  (als Bundestagdrucksache vom 27_06_2008) (Infos zum 25.6.08)
- Broschüre: Der nationale Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten. BMVEL + BMG 2008 (download)
- Broschüre: Nationaler Aktionsplan zur Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängenden Krankheiten. BMEL + InForm 2014 (download)

Bericht der Bundesregierung zur Ernährungspolitik, Lebensmittel - und Produktsicherheit – Gesunde Ernährung, sichere Produkte (Ernährungspolitischer Bericht 2016) - Bundestagsdrucksache 18/8650 vom 02.06.2016 - (enthält NEMONIT, und NVS III - Aufgaben des MRI)

- Grünbuch (Download) - "Fahrplan für deutsche Ernährungs- und Agrarpolitik"-  Pressemitteilung (30.12.2016) (ref. FAZ 31.12.2016 - Spiegel 30.12.2016)

Müssen die schon wieder über Pommes reden? Die Zeit 22.09.2019 - ZEIT ONLINE hat alle Reden des Deutschen Bundestags durchsuchbar gemacht. In ihnen zeigt sich, welche Themen die Debatten dominiert haben und wie stark sich die Sprache im Bundestag verändert hat.

Offener Brief "Ärzte gegen Fehlernährung" (Adipositas-Epidemie).  link bei www.foodwatch.org  2017 - link - 25.07.2017 / Ernährungs-Umschau 30.07.2017 / www.aerzte-gegen-fehlernaehrung.de -(u.a. (Zucker-)Steuer, Werbebeschränkungen, Lebensmittel-Kennzeichung
- In einem Beitrag des Ernährungsmedizin-Blogs werden Werbeausgaben für "Junk-Foods" den Ausgaben für Prävention gegenübergestellt (16.10.2017).
- Ernährungsförderung: Deutschlands ungebremstes Schlemmen. Südd Ztg 10.10.2018: Die Bundesregierung geht gegen diese Ernährungsprobleme seit Jahrzehnten nur mit simplen Aufklärungskampagnen vor; diese Maßnahmen haben die geringste Wirkung (Verhaltensprävention). In vielen anderen Ländern werden wirkungsvolle staatliche Maßnahmen durchgeführt; Preisinterventionen (Steuern, Subventionen) und sogar Verboten (Verhältnisprävention).

Dicke, kranke Deutsche – Brauchen wir eine andere Ernährungspolitik? Thema im ARD-Presseclub 13.01.2019

Externer Link, öffnet in neuem Fenster http://www.bmelv.de/nn_752314/SharedDocs/downloads/03-Ernaehrung/Aufklaerung/Aktionsplan__InForm/Aktionsplan__InForm.html

Das Medien-Echo war nicht zu intensiv, und dann flaute es ab. Aktuell (Mitte Aug 2008 bis März 2009) kaum ein Thema in den Medien, wenn dann in Fachpresse, z.B. Kommentierung in Position-Verbandszeitschrift der Oekotrophologen - www.vdoe.de

Inhaltliche Schwerpunkte sind

Qualitätskontrolle der Ernährungsberatung; Systematisierung von qualitätsgesichertet Ernährungsberatung; Qualitätsstandards in Aus-, Fort- und Weiterbildung

Bedeutung der Vernetzung der Aktivitäten (Infrastruktur - Bund . Länder - Komunen) (keine konkreten Maßnahmen dafür benannt).

Die Schule als Setting ist zu wenig berücksichtigt - nur Schulverpflegung, Ernährungsführerschein; Hinweis auf REVIS

Zu wenig Professionaliserung der Aktivitäten (es sollte wenig kosten), d.h. man setzt auf Ehrenamt, Freiwillige ("Zwischending" in Baden-Württemberg - Fachfrauen für Ernährung) (Kurzausbildung vs. Berufs-Ausbildung)

Geringe Geldmengen für NAP-Aktivitäten - 5 Mill € pro Jahr (Vergleich in England - Healthy Weigth, Healthy Lives" - 500 Mill € pro jahr)

Schulung von Multiplikatoren (Kindertagesstätten, Schulen, Senioreneinrichtungen)

Betrieblich Gesundheitsförderung

Nationale Steuerungsgruppe

Newsletter "In_Form" - Nr.5Jan 2011Nr.4 (2010)Nr3 (2010) / Nr 2Nr1

Referent für NAP im BMELV - Ursula Horzetsky

Tagung des www.mri.bund.de - 11.Karlsruher Ernährungstage zum Thema Aktionplan

http://www.mri.bund.de/cln_045/nn_784936/DE/Home/KNC__2008__inv__inhalt.html__nnn=true

http://www.vdoe.de/nap-position-3-08.html#c1525

http://www.vdoe.de/fileadmin/redaktion/download/berufspolitik/2008-06-04-vdoe-stellungnahmeNAP.pdf

Stellungnahmen des VDOE finden Sie unter:

http://www.vdoe.de/vdoe-downloads.html

Aigner: Ermutigende Signale für die Umsetzung der Initiative IN FORM

KINDERLEICHT-REGIONEN stellen Zwischenergebnisse aus Modellvorhaben zur Vorbeugung von Übergewicht bei Kindern vor

http://www.bmelv.de/cln_045/nn_751694/DE/12-Presse/Pressemitteilungen/2009/02-25-AI-Kinderleicht-Regionen.html__nnn=true

Newsletter - Aktion-in-Form

Newsletter 02_2011 (4.4.2011) (und als PDF)
Newsletter 01_2011
Newsletter 01_2010 / 02_2010 / 03_2010 / 04_2010

(91) Oltersdorf, U.: Die Ernährungsprobleme in Entwicklungsländern – für uns ein exotisches Forschungsgebiet? Ernährungs-Umschau, 33.1986(1), 27 (Manuskript) - mit Anmerkungen zu Veränderungen der Ernährungsziele

Jahre Später - 2009 - 2011

Kleine Anfrage + Antwort "Ernährungspolitische Maßnahmen gegen Übergewicht und Fehlernährung" Initiative: Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Zwischen- und Evaluierungsberichte zum Nationalen Aktionsplan "IN FORM", Strukturen und Institutionen zur Übergewichtsbekämpfung, Ernährungsverhalten sowie Anzahl übergewichtiger und adipöser Personen, Qualität der Schulverpflegung, steuerliche Änderungen, Aufklärung bildungsferner und einkommensschwacher Haushalte, Werbebeschränkungen für ungesunde Lebensmittel, Schlussfolgerungen aus dem Bericht der EU-Kommission zur Bekämpfung von Fettleibigkeit im Kindesalter (insgesamt 34 Einzelfragen) im Bundestag  (link)

Pressemeldung des BMELV -25.6.2009

1. Jahrestag des Nationalen Aktionsplans "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung"

"Deutschland kommt IN FORM. Wir haben in den vergangenen Monaten durch unsere zahlreichen Projekte und Aktionen viele Menschen zu einem gesünderen Lebensstil motivieren können", sagten die Bundesministerinnen Ilse Aigner und Ulla Schmidt anlässlich des 1. Jahrestags des Nationalen Aktionsplans "IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung". Die Initiative wird gemeinsam vom Bundesernährungsministerium und vom Bundesgesundheitsministerium getragen sowie von den Ländern, den Kommunen und der Zivilgesellschaft unterstützt. Ziel ist die Prävention von Fehlernährung, Bewegungsmangel, Übergewicht und damit zusammenhängender Krankheiten. Die Initiative ist bis zum Jahr 2020 angelegt. 
"Eine ausgewogene Ernährung und viel Bewegung sind der Schlüssel für mehr Lebensqualität. Wir wollen den Menschen dabei helfen, sich in jedem Lebensbereich gesünder zu ernähren", sagte Bundesernährungsministerin Ilse Aigner. "Ein großer Erfolg ist zum Beispiel der aid-Ernährungsführerschein, den inzwischen fast 50.000 Kinder bundesweit erworben haben."
Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt sagte: "Mit dem Aktionsplan wird eine nationale Strategie für gesunde Alltagsstrukturen etabliert. Das vielfältige Engagement auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene wird in einer bundesweiten Kampagne gebündelt und verstetigt. Das Ziel sind flächendeckende, nachhaltige Strukturen, die einen gesunden Lebensstil für alle Altersgruppen und in unterschiedlichen Lebenslagen ermöglichen. Zu einem gesunden Alltag gehört mehr Bewegung. Dabei bauen wir unter anderem auf der von mir gestarteten Kampagne Bewegung und Gesundheit auf." 
Für den Aktionsplan werden für den Zeitraum 2008 bis 2010 durch beide Ministerien jährlich jeweils fünf Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Damit sollen dauerhafte, qualitätsgesicherte Angebote angestoßen, vorhandene Vorhaben besser vernetzt und neue Kooperationen angeregt werden. Die Menschen sollen in ihrem konkreten Lebensumfeld, also dort wo sie leben, arbeiten, lernen und spielen, gezielt erreicht werden.

Durch beide Ministerien werden folgende Schwerpunkte gefördert: * Elf "Aktionsbündnisse gesunde Lebensstile und Lebenswelten" vernetzen bestehende Angebote vor Ort und bringen unterschiedliche Akteure zusammen. Durch eine engere Kooperation von Schulen und Sportvereinen kann das schulische Sportangebot attraktiver gestaltet werden. Ein Fokus liegt auf der Chancengleichheit.In den 24 KINDERLEICHT-REGIONEN erproben Zusammenschlüsse regionaler Akteure, wie Kinder gesunde Ernährung und viel Bewegung von klein auf erleben können. Der Schwerpunkt liegt auf Familien, die über die herkömmlichen Informationswege nur schwer erreicht werden können.

* Ein gelungenes Beispiel für die im Rahmen von IN FORM besonders angestrebte Bündelung der Aktivitäten von Bund und Ländern sind die Vernetzungsstellen für die Schulverpflegung. Gemeinsam entwickelt und finanziert, haben sie bereits in 13 Bundesländern ihre Arbeit aufgenommen. Die Vernetzungsstellen unterstützen und bringen diejenigen zusammen, die sich für die Verwirklichung einer gesunden Schulverpflegung und deren Verknüpfung mit der Ernährungsbildung in der Schule engagieren.

Die "Zentren für Bewegungsförderung", die alle 16 Länder abdecken und von diesen unterstützt werden, geben einen Überblick über Bewegungsangebote, informieren über gute Praxisbeispiele und stehen als kompetente Ansprechpartner für Verbände, Einrichtungen sowie Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung. Im ersten Jahr sollen vorrangig ältere Menschen angesprochen werden.

* Mit Modell- oder Pilotprojekten werden niedrigschwellige Zugangswege aufgezeigt, die Gesundheitsförderung im Lebensumfeld erfahrbar machen, zum Beispiel durch Bewegungsräume für Kinder oder Spaziergruppen für ältere Menschen. Neuartige Formen der Verknüpfung von Genuss, Esskultur und Geselligkeit, verbunden mit der Motivation zu gesunder Ernährung, werden erprobt und in die Breite getragen. Es werden aber auch übergeordnete Fragestellungen wie zum Beispiel die Qualitätssicherung bearbeitet. Die Projekte verstehen sich als Initialmaßnahmen, die von den jeweiligen Akteuren übernommen und selbständig weitergeführt werden. Hier ist die Zusammenarbeit mit großen Verbänden, wie dem Deutschen Olympischen Sportbund und anderen Beteiligten aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft zielführend.

* Um den Menschen eine gesunde Verpflegung in dem Umfeld zu erleichtern, in dem sie sich aufhalten, erarbeitet die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) Qualitätsstandards für die Außer-Haus-Verpflegung. Im April 2009 sind die Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kindertageseinrichtungen erschienen. Die Qualitätsstandards für die Schulverpflegung wurden bisher rund 48.000 Schulen, Schulträgern, Kommunen und Interessenten zur Verfügung gestellt. Die Qualitätsstandards für die Betriebsverpflegung wurden von etwa 10.000 Unternehmen und Interessierten angefordert. Zusätzlich bietet die DGE Informationen, Fortbildungen und Tagungen an sowie die Möglichkeit zur Zertifizierung nach den Qualitätsstandards. Die Verbraucherzentralen, die BAGSO und die DGE stellen Seniorinnen und Senioren Weiterbildungs- und Informationsangebote zu Fragen der gesunden Ernährung zur Verfügung.

Eine Übersicht über die Vielzahl der IN FORM-Projekte sowie weitere Informationen zum Aktionsplan finden Sie unter www.in-form.de ---   http://www.bmelv.de/cln_154/sid_E77A52161FAA0DA1ADA553F7A0C07139/SharedDocs/Pressemitteilungen/2009/143-BMELV-BMG-AI-1Jahr-INFORM.html?nn=310770
(doch dazu gab es in den Medien keine Melung - GNTZ = 0) (30.6.09)

Am 11.06.2010 ist nach langer Zeit ... ...etwas vom Aktionsplan Ernährung zu hören - Übergewicht schon bei Babys bekämpfen - http://www.focus.de/gesundheit/baby/news/aktionsplan-ernaehrung-uebergewicht-schon-bei-babys-bekaempfen_aid_517960.html

Mitgliedsvebände der Bundesarbeitsgemeinschaft Hauswirtschaft (BAG-HW) - 19.03.2010 - Veranstaltung zum Welttag der Hauswirtschaft - aktive Beteiligung am Aktionsplan; Infos - www.dghev.de - downloads - http://www.dghev.de/index.php?arg=aG9tZV9kZXRhaWw=&id=9

Hintergrundmaterial zu Konzept und Maßnahmen http://www.dghev.de/files/BAGHW_2010_InForm.pdf

Vortrag von Martin Köhler, Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: In Form: Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung http://www.dghev.de/files/BAGHW_2010_4_Koehler_IN_FORM_BMELV.pdf

Vortrag von Ingo Barlovic: Ernährungsstile prägen hauswirtschaftliches Handeln - www.dghev.de/files/BAGHW_2010_4_Barlovic_Kids_in_Form_Ernaehrungsstile.pdf 

Gertrud Winkler: Gesundes Essen ist das Eine - (professionelle) Hauswirtschaft bietet mehr - http://www.dghev.de/files/BAGHW_2010_4_Winkler_IN_FORM_Gesundes_Essen.pdf

VDOe Position Nr.1_2011, S.22-23. "In Form" - Zwischenbilanz - Starker Gewichtsverlust ... deutliche Symptome der Schwindsucht (im Archiv)

Antwort (Drucksache 17/4447) auf Kleine Anfrage der Abgeordneten Ulrike Höfken, Cornelia Behm, Bärbel Höhn, weiterer Abgeordneter und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - – Drucksache 17/4369 – Projekte im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Ernährung

Gesundheitsziele - Gesund aufwachsen

Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung
(www.bundesgesundheitsministerium.de   - Sep 2010)
- Kompetenz
- Bewegung - körperliche Aktivität
- richtige Ernährung

Schwerpunkt - Verhalten + Verhältnisse (Settings)

Settings – KiTas (Vorschulkinder) / Schulen / Jugendliche-Arbeitsplatz / Ausbildung/Lehre