Die Neuorientierung der Ernährungs-/Agrar-/Verbraucherpoltik nach dem BSE-Skandal führte zur Förderung von (früher alternative genannten) ökologischen Landbau und damit in Verbindung stehenden Ernährungsformen (wie die der Vollwert-Ernährung) (s. auch sozial-ökologische Forschung)  (Wandel)

Diese Wende betraf die gesamte Nahrungskette (vom Boden/Krume bis hin zum Teller) und basiert nicht auf rein technischen Erkenntnissen, sondern auch geistig-philosophischen (ethischen) Überlegungen vom Umgang des Menschen mit seiner (Mit)Welt. (Wende in der (Geistes)Haltung; Einstellungs-Wandel). (Grenzen des Wachstums; Energiekrise - Gründung der Grünen/Alternativenbewegungen; waren die "Vordenker" und "Vorreiter" auf dem diese Wenden - Agrarwende; Konsumwende, Ernährungswende - durchgeführt wurden).  Als Ziel wurde vorgegeben, dass bis 2010 20% der Lebensmittel aus dem biologischen Anbau (Einführung von Bio-Siegel) stammen sollten. Das wurde von den Wende-Gegnern als Utopie verlacht; und heute (2009) ist der Biomarkt selbt beim Discounter angekommen.  (Aspekte der neuen Verbraucherpolitik - PuZ 2001)

Im Rahmen von Förderprogrammen, vor allem im Bereich des BMVEL (heute BMELV), aber auch des BMFB - hier im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung, wurde eine Wende propagiert (vom konventionellen intensiven Wirtschaften hin zum ökologisch-sozialverträglichen). Die Maßnahmenbündel erhielten die "label" Agrarwende und Ernährungswende.

* http://www.ernaehrungswende.de

* http://www.ioew.de

Forderung nach 100%Bio-Ernährungswende fordern die Bioverbände - Schrot&Korn April 2013 / link zu Positionspapieren bei  www.boelw.de (download - Thesenpapier)

Link – zu BMVEL – Förderung der ökologischen Landwirtschaft
Broschüre - Von der Agrarwende zur Konsumwende

Broschüre – So schmeckt die Zukunft / BMBF 2004

Agrarwende von unten?  –  Bürger machen Landwirtschaft. SWR2 Wissen 23.10.2019  (download des Manuskripts)

Sozial-ökologischen Forschung – dortige Projekte

(Agrobiodiversität entwickeln – wurde 2004 wg Qualitätsmangel eingestellt)

Es gab bereits recht früh – Kritiker – 1966 der konventionellen intensiv Agrarproduktion (Hier wurde vertreten „Es steht außer jedem Zweifel, dass man Getreide, Zukerrüben, Eier, Masthähnchen, Schweinefleisch und Milch genauso nach industriellen Produktionsmethoden produzieren kann wie Damenmäntel und Personenwagen“) Doch Lebensmittel-Erzeugung hat auf allen Stufen mit Leben zu tun (vernetzt, ökologisch), neben der Ökonomie (dem "Geld-Gewinn") stehen Gesichtspunkte wie  z.B. Bodenfruchtbarkeit; Landgestaltung; Tierschutz; Achtung vor den Kreaturen; Ethik.

(Informationssammlung OLT 2006)

siehe auch – Ernährungsökologie

 Links zum Auftraggeber/Projektträger

Bundesministerium für Bildung und Forschung (Zuwendungsgeber) http://www.bmbf.de

GSF - Projektträgerschaft Umwelt- und Klimaforschung (Projektträger) http://www.gsf.de

Von der Agrarwende zur Konsumwende? Eine Untersuchung der Effekte der Agrarwende für die Verbreitung nachhaltiger Ernährungsmuster entlang der Akteurskette vom Produzenten bis zum Konsumenten (Verbundprojekt)   www.konsumwende.de

- AGEV-Tagung 2013 - Agrarwende - Bilanz und Perspektiven

Publikationen - Downloads

Eberle, U.; Hayn, D.; Rehaag, R.; Simshäuser, U.; Stieß, I.; Waskow F.: Diskussionspapier Nr. 12  Vorsorge im Handlungsfeld Umwelt - Ernährung - Gesundheit; Anforderungen an sozial-ökologische Vorsorge für eine Ernährungswende, August 2005.
Hayn, D.; Stieß, I. Diskussionspapier Nr. 11 : Handlungsoptionen für eine Ernährungswende. Stakeholder im Dialog. September 2005.
Rehaag, R.; Waskow, F.; unter Mitarbeit von Prof. Dr. E. Barlösius: Diskussionspapier Nr. 10 Der BSE-Diskurs als Beispiel öffentlicher Ernährungskommunikation Juni 2005
Barlösius, E.; Bruse, M.; unter Mitarbeit von R. Rehaag und F. Waskow:Diskussionspapier Nr. 9 -   Der BSE-Diskurs als Beispiel politischer Ernährungskommunikation, Juni 2005.
Hayn, D.; Eberle, U.; Rehaag, R.; Simshäuser, U. und G. Scholl: Diskussionspapier Nr. 8 - KonsumentInnenperspektive. Ein integrativer Forschungsansatz für sozial-ökologische Ernährungsforschung, September 2005.
Wiegmann, K.; Eberle, U.; Fritsche, U.; Hünecke, K.: Diskussionspapier Nr. 7 - Umweltauswirkungen von Ernährung - Stoffstromanalysen und Szenarien, September 2005
Wiegmann, K.; Eberle, U.; Fritsche, U.R.; Hünecke, K.;  Datendokumentation zum Diskussionspapier Nr. 7 ("Umweltauswirkungen von Ernährung - Stoffstromanalysen und Szenarien") / September 2005 - Waskow, F.; Rehaag, R.; unter Mitarbeit von Prof. Dr. Eva Barlösius: Diskussionspapier Nr. 6 -  Ernährungspolitik nach der BSE-Krise - ein Politikfeld in Transformation, Dezember 2004.  
Stieß, I.; Hayn, D. (ISOE); unter Mitarbeit von Götz, K.; Schubert, S.; Seltmann, G.; Birzle-Harder, B.: Diskussionspapier Nr. 5  Ernährungsstile im Alltag. Ergebnisse einer repräsentativen Untersuchung, Februar 2005. -  Eberle, U. (Öko-Institut); Fritsche, U.R. (Öko-Institut); Hayn, D. (ISOE); Rehaag, R. (Katalyse-Inst.); Simshäuser, U. (ISOE); Stieß, I. (ISOE); Waskow, F.: Diskussionspapier Nr. 4 Nachhaltige Ernährung - Ziele, Problemlagen und Handlungsbedarf im gesellschaftlichen Handlungsfeld Umwelt-Ernährung-Gesundheit, Juni 2005.
Eberle, U.; Reuter, W.; unter Mitarbeit von Fritsche, U.R.; Teufel, J.: Diskussionspapier Nr. 3- Ernährungsrisiken: Identifikation von Handlungsschwerpunkten, November 2004.
Hünecke, K.; Fritsche, U.; Eberle, U.: Diskussionspapier Nr. 2 -   Lebenszykluskosten für Ernährung, Juni 2004. 
Eberle, U.; Fritsche, U.; Hayn, D.; Empacher, C.; Simshäuser, U.; Rehaag, R.; Waskow, F.: Diskussionspapier Nr. 1 - Umwelt-Ernährung-Gesundheit. Beschreibung der Dynamiken eines gesellschaftlichen Handlungsfeldes, Februar 2004.

Mraz, G.; Hofmann, R.; Gruber, M.; Egger-Rollig, E. unter Mitarbeit von Grabher, D.; Geser, M.; Materialienband Nr. 6: Öffentliche Ernährungskommunikation über das Ernährungsrisiko BSE in der SChweiz - ein Vorbild für Deutschland?  Österreichisches Ökologie-Institut; Wien, September 2005.
Mraz, G.; Hofmann, R.; Gruber, M.; Egger-Rollig, E.; Materialienband Nr. 5: Nachhaltige Ernährung in Schulen. Fallbeispiele aus Österreich und Schweden;Österreichisches Ökologie-Institut; Wien, September 2005.

Dettenkofer,., M. Ackermann, M. Eikenberg, H. Merkel: Materialienband Nr. 4: Auswirkungen des Einsatzes von Antibiotika und Substanzen mit antibiotischer Wirkung in der Landwirtschaft und im Lebensmittelsektor. Ein Literatur-Review.  Universitätsklinikum Freiburg, Institut für Umweltmedizin und Krankhaushygiene, Freiburg, August 2004
Gedrich, K., Monika Albrecht: Materialienband Nr. 3: Datenrecherche der Entwicklung der Haushaltsausgaben für Ernährung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.  Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Haushalts; Freising-Weihenstephan 2003.
Gedrich,K., Monika Albrecht; Tabellen zum Materialienband Nr. 3: Tabellen zum Endbericht ErnährungswendeMünchen, Lehrstuhl für Wirtschaftslehre des Haushalts; Freising-Weihenstephan 2003.
Trends und Entwicklungen von Ernährung im Alltag. Ergebnisse einer Literaturrecherche. Materialienband Nr. 2, März 2005

Diskussion Papier # 1 - Umwelt_Ernährung-Gesundheit - System Überblick Diskussions Papier #2 - Trends Ernährung Alttag - Literatursammlung
Diskussions Papier #3 - Ernährungsrisiken
DiskussionsPapier #4 - Perspektiven - Agrarwende - Konsumwende
DiskussionsPapier #5 - Krankheit als Chance
Diskussions Papier #6 - Bio-Fachhandel (Dokument)

 

Diskussion Papier #9 - Evaluierung einer Kampagne in NRW

Konsumwende Brand 2002

Konsumwende - Nachfrage nach Bio-Lebensmitteln (Leipzig, München) (2004)  (Diskussionspapier dazu)

Ernährungswende - Nachhaltigkeit und Ernährung in Schulen (Österreich; Schweden)  /  Heindl

Ernährungsstile-Stiess (Ernährungstypen - Hayn) - ISOE-Studien zur Ernährungswende 

Christoph Simpfendörfer (www.Reyerhof.de , Stuttgart; Demeter International): Für eine bessere Ernährungskultur in der Zukunft. Slow Food Magazin Nr.6/2017, S.78-80 (Scan im Archiv) Initiative Solidarische Landwirtschaft - mit 22ha Ackerland + 16ha Grünland können 140 Menschen ernährt werden. Es gibt 10 Kühe - damit 50gButter/Kopf/Woche; 10 Rinder werden jährlich geschlachtet - daraus 1 Sonntagsbraten, 1x Hackfleischgericht/Woche; an 3 Tagen Wurst.; 35 Hühner+35 Hähne - 7700 Eier im Jahr - für jeden Menschen 1 Ei pro Woche (Problem damit - Kuchen backen; Spätzle zubereiten)

So geht Agrarwende von unten (Solidarische Landwirtschaft) Die Zeit 15.04.2018 - mit Hinweisen auf:
- Solidarische Landwirtschaft: Solawi  - Ernte teilen
- Ernährungsräte in Ihrer Nähe: Ernährungsräte
- Bürgeraktiengesellschaften: Regionalwert AG Freiburg - Regionalwert AG Rheinland -
- Investitionsgenossenschaft für Permakultur: Permagold
- Initiativen gegen Essensverschwendung: Foodsharing-Cafés und -Shops
- Urban Gardening und Selbsternteprojekte: Urbane Farm Dessau - Vorstadt Gemüse - Selbsterneteprojekt Radolfzell -  Urban Gardening Portal Gartenpiraten - Ackerhelden -
ZDF-Doku "Plan b": Fair statt Billig (Stefanie Fleischmann und Marie Villetelle) (link).

S.104 - Die weltgrösste Biokiste (Valentin Thurn, Gundula Oertel und Christine Pohl)  In Südkorea setzt das Projekt »Hansalim« Maßstäbe für die Solidarische Landwirtschaft ("Genial lokal - So kommt die Ernährungswende in Bewegung. oekom-Verlag, 2018) (scan im Archiv) - Die Essenmacher- Was die Lebensmittelindustrie anrichtet. Edition Le Monde diplomatique, 2019

 

* Agrobiodiversität entwickeln! Handlungsstrategien und Impulse für eine nachhaltige Tier- und Pflanzenzucht (Verbundprojekt)  www.agrobiodiversitaet.net

 

* AgChange - Konflikte der Agrarwende (Nachwuchsgruppe)  www.agchange.de

 

* OSSENA – Ernährungsqualität als Lebensqualität Ein aktionsanalytischer Ansatz zur Evaluation von Möglichkeiten des Wandels von Ernährungskulturen (Verbundprojekt)   www.laub-net.de

 

* Regionaler Wohlstand neu betrachtet Der Beitrag der ökologischen Land- und Ernährungswirtschaft zur Lebensqualität (Nachwuchsgruppe) www.regionalerwohlstand.de

 

 

* Slowfood - Organisation für eine "Entschleunigung" des Essens

http://www.slowfood.de

 

* Ökoforum  http://www.oekoforum.de

 

* APUG - Aktionsprogramm Umwelt und Gesundheit  http://www.apug.de

 

* Weltgesundheitstag der WHO

http://www.weltgesundheitstag.de

* Foodwatch - Unabhängige Organisation für Verbraucherinteressen im Bereich Ernährung

http://www.foodwatch.de

* Hessisches Kultusministerium - Schule und Gesundheit http://www.schuleundgesundheit.hessen.de

--- Ernährungsalltag im Wandel. Chancen für Nachhaltigkeit; Autoren: Karl-Michael Brunner, Sonja Geyer, Marie Jelenko, Walpurga Weiss, Florentina Astleithner; Verlag: Springer; ISBN: 978-3-211-48604-7; Preis: 29,95 EURO

Geschichte - Ernährungspolitik
Josef Ertl - Die Verantwortung moderner Ernährungspolitik. AID-Verbraucherdienst Okt 1981, S.219 (Chemophobie; Schadstoffe; Ernährungsfehlverhalten)

Agrarwende (alternative Landwirtschaft) - links
- www.wwoof.org
- www.landshare.net
- www.landinstitute.org
- www.appropedia.org - Kategorien Landwirtschaft

Milpa - Agroecosystem der Inkas (wikipedia) (engl) / Film "Voices of Transition" (link)  - www.milpafilms.org

Wirtschafts/Lebensstil-Wende Infos
- Wirtschaftswende (Uni Freiburg; Prof. Forstökonomie - Buch. Wirtschaft ohne Wachstum?! (link)
- www.transition-initiativen.de
- www.appropedia.org 
- www.transitionculture.org
-   www.transitionnetwork.org
- www.appropedia.org/Category:Food_and_agriculture

Energiewende - links
- www.totnesedap.org.uk