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04/17/20

Barbarakraut = Winterkresse

Barbarakraut (Barbarea vulgaris) ist ein traditionelles Gemüse, welches früher häufig in Gärten angebaut wurde - es wird auch Winterkresse genannt und hat regional verschiedene Namen:  Gemeine Wasserkresse, Echtes Barbarakraut, Frühlingsbarbarakraut; St. Barbarakraut, St. Barbelkraut, Barbenkraut, Gelber Beifuß, Falsche Bumac, Habichtskraut (Schlesien), Saurer Hederich (Eifel bei Dreis), Racketenkraut, Räbkressich, Rapuntzel (Ostpreußen), Schnödsenf (Schlesien), Senfkraut, Steinkraut, Wassersenf und Wild Öl (St. Gallen bei Werdenberg).

Das Barbarakraut zählt zu den Blattgemüsen und gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae). Wer das Wildkraut sammeln möchte, wird an Wegrändern, Äckern, Uferböschungen, Bachufern und auf Wiesen fündig. Es mag einen sonnigen bis halbschattigen Platz mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Die meist zweijährige Pflanze hat einen aufrechten kahlen Stängel, der einen Meter hoch werden kann. Die dicken Blätter glänzen dunkelgrün. Erst im zweiten Jahr bilden sich von Mai bis Juli die kleinen, goldgelben Blüten, die in dichten Trauben am Stängelende sitzen.
Heute wird die Pflanze von vielen Hobbygärtnern neu entdeckt. Sie ist robust, braucht wenig Pflege und bringt auch unter ungünstigeren Bedingungen und sogar in milden Wintern noch gute Ernte. Das Barbarakraut bereichert den Speiseplan im Frühling, kann aber das ganze Jahr über genutzt werden. Die „Winterkresse“ liefert selbst bei Schnee vitaminreiche Triebe, auch rund um den Tag der Heiligen Barbara am 4. Dezember. So kam das Kraut vermutlich zu seinem Namen. Nur während der Blütezeit sollten die Blätter nicht gesammelt werden, da sie einen bitteren Geschmack annehmen.
Das Barbarakraut kann als Salat oder Gemüse verwendet werden. Es schmeckt ähnlich wie Kresse:  würzig - scharf leicht bitter. Roh in Salaten, Kräuterquark, -käse und -dips oder gekocht mit Spinat zusammen ist es als erstes frisches Grün eine leckere Abwechslung im Frühling. Die Blätter schmecken auch, wenn man sie ähnlich wie Spinat dünstet. Das strenge Aroma lässt sich lindern, indem man das Wildgemüse zunächst für eine Minute in kochendem Wasser blanchiert. Gedünstet erinnert der Geschmack entfernt an Brokkoli.
Das Barbarakraut kann mit Inhaltsstoffen wie Vitamin C und sekundären Pflanzenstoffen wie Senfölglykoside, Flavonoide und Saponine punkten. Auch in der Naturheilkunde hat das Kraut seinen Platz. Es soll die Abwehrkräfte stärken und Erkältungen vorzubeugen, sowie blutreinigend wirken. Die enthaltenen Bitterstoffe regen Appetit, Stoffwechsel und Verdauung an.

Informationen:

- Wikipedia -  engl. Barbarea vulgaris -

Barbarakraut: Blätter, Knospen und Blüten für die Küche- BZfE News 15.04.2020

Barbarakraut (Barbarea vulgaris) - Merkmale, Anbau, Verwendung und Heilwirkung. link bei www.kraeuter-buch.de -
Barbarakraut – ein Geheimtipp für Küche und Naturheilkunde. link bei www.das-ernaehrungshandbuch.de - 25.02.2018

Es gibt eine schwedische Briefmarke mit der Winterkresse  (MiNr.3219-3223, 03.05.2018) Speisekammer Natur: Essbare Pflanzen. (Abb)

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