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03/20/15

Vanuatu

Vanuatu (auf Bislama: Ripablik Blong Vanuatu) ist ein souveräner Inselstaat im Südpazifik. Der aus 83 Inseln bzw. Inselgruppen (davon sind 67 bewohnt) bestehende Staat ging 1980 aus dem seit 1906 bestehenden britisch-französischen Kondominium Neue Hebriden hervor und hat 252.763 Einwohner (2014), etwa 98,5 % der Bevölkerung sind Melanesier. Etwa 3/4 der Bevölkerung geben als Muttersprache eine der 108 Sprachen Vanuatus an. Mit dieser Menge an Sprachen hat Vanuatu die höchste Sprachendichte (Sprachen pro Einwohner) der Welt. Alle diese Sprachen zählen zum melanesischen Zweig der ozeanischen Sprachgruppe.
Bislama, eine in der britisch-französischen Kolonialzeit entstandene Kreolsprache, wird von ca 23 % als erste Muttersprache angegeben, sie ist Amtsparche, ebenso wie Englisch und Französisch, die aber von den Einheimischen kaum aktiv gesprochen wird.

Nur wenige der vanuatuischen Inseln haben eine Größe, die sie bedeutend macht. Die größten sind Espiritu Santo (3626 km²) und Malakula (1.994 km²). Der höchste Punkt auf Vanuatu ist der Tabwemasana mit 1879 m auf der Insel Espiritu Santo. Bemerkenswert ist der aktive Vulkan Mount Yasur auf der Insel Tanna sowie der Lombenben auf der Insel Ambae, der im November 2005 Aktivität zeigte. Immer wieder erschüttern Erdbeben die Inseln, so auch 1999 und 2002. Letzteres richtete in der Hauptstadt Port Vila erheblichen Schaden an. Auf beide Erdbeben folgte ein Tsunami.
Der Wirbelsturm Pam verwüstete am 14.03.2015 weite Teile Vanuatus. (⇒ Notice "Monster Cyclone Vanuatu" on ReliefWeb - 15.03.2015) (wikipedia)
(Riskantes Leben auf Vanuatu - Deutsche Welle 19.03.2015)
(You Tube - FAO - H Aru (Minister Vanuatu) Cycle - a Wake-up call "   - FAO, 07.06.2015)
(Cyclone Help Infos - 24.05.2015)
(Juni 2015 - Wieder Werbung für Urlaub auf Vanuatu - link 09.06.2015/ Vanuatu Travel / )

Viele der Inseln von Vanuatu sind schon seit Jahrtausenden bevölkert. Die ältesten Funde werden auf das Jahr 2000 v. Chr. datiert. Der portugiesische Seefahrer Pedro Fernández de Quirós erreichte am 3. Mai 1606 Espiritu Santo.  Nach der zweiten Reise des britischen Entdeckers James Cook ließen sich ab 1839 europäische Siedler auf den Inseln nieder. Ab 1887 standen die Inseln offiziell unter britisch-französischer Kontrolle. Franzosen und Engländer einigten sich 1906 auf die Gründung des Kondominiums Neue Hebriden.
Auf Grund verschiedener Infektionskrankheiten, die vor allem durch die europäischen Siedler ins Land gebracht wurden, fiel die Bevölkerung bis 1935 auf 45.000 Einwohner. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die Inseln Éfaté und Espiritu Santo von den Alliierten als Militärbasen genutzt. In den 1960er Jahren drängte die Bevölkerung zu mehr Selbstbestimmung und später nach Unabhängigkeit. Volle Souveränität erlangte der Inselstaat am 30. Juli 1980 durch die Zustimmung der beiden europäischen Schutzmächte. 1981 trat Vanuatu den Vereinten Nationen bei und zwei Jahre später der Bewegung der blockfreien Staaten.

Die Wirtschaft von Vanuatu besteht überwiegend aus Landwirtschaft, Fischerei und Tourismus. Zu den wichtigsten Kulturpflanzen gehören Kokospalmen, Erdnüsse, Bananen und Mais, die hauptsächlich für den Inlandsbedarf kultiviert werden. Im Jahr 2010 wurden auf einer Fläche von 96.000 ha Kokospalmen (Ertrag: 170.000 t), auf 2428 ha Erdnüsse (Ertrag 2011: 2616 t), auf 1455 ha Bananen (Ertrag: 10.735 t) und auf 1402 ha Mais (Ertrag: 783 t) angebaut.
Auf einigen Farmen werden Rinder und Schweine gehalten, die 2010 2500 t Rindfleisch und 3417 t Schweinefleisch erbrachten.
Die Wirtschaft ist trotz eines expandierenden Dienstleistungssektors noch stark landwirtschaftlich geprägt und somit anfällig für Naturkatastrophen und Wetterschwankungen. Es existieren keine nennenswerten Bodenschätze.

 

wikipedia
- allgemeine Länderinformationsquellen

- Vanuatu bei FAO-Länderprofile

- Vanuatu bei www.frendy.de (Reiseführer)

⇒⇒Briefmarken von Vanuatu