02/13/15

Hagebutte - eine Frucht von (Wild)Rosen

Als Hagebutten (auch Hägen, Hiefe, Hiffen, Hiften, Rosenäpfel, Hetschhiven, Hetscherl, Hiven, Hetschepetsche) bezeichnet man die ungiftigen Früchte verschiedener Rosenarten, besonders der Hundsrose. Der Namensteil Hag- weist auf das Vorkommen der Pflanze (Rosa canina) an Hecken hin, während der zweite Teil des Namens Butte dem alten Lautstand des süddeutschen "Butz", "Butzen" ('Verdickung') entspricht.
Hagebutten sind eine Sammelfrucht (viele kleine Nußkerne). Je später man sie pflückt, desto süßer sind sie. Die Früchte bleiben oft den ganzen Winter am Strauch und sind meist auch noch im Frühling nach Durchfrieren problemlos genießbar. Die Früchte können zu Mus oder Konfitüre (Hagebuttenmark; Hägenmark) verarbeitet werden. Traditionell werden damit die fränkischen Krapfen gefüllt. Aber auch zum Würzen von Wildgerichten eignen sich Hagebutten. Hagebutten lassen sich auch zu Fruchtwein, Likör und Aufgussgetränken verarbeiten; die meisten der im Lebensmittelhandel erhältlichen Früchteteemischungen bestehen hauptsächlich aus Hagebutten. Da reiner Hagebuttentee nicht stark gefärbt ist, enthält die "Teemischung Hagebutte" meist einen Anteil Malve, besonders Hibiskus, als stark rotfärbende Komponente.
Hagebutten finden auch Verwendung als Heilpflanze und in kosmetischen Erzeugnissen (Öl aus Hagebutten-Kernen)
(wikipedia) (engl - rose hip) (Rose-hip bei www.answers.com  )
Erntfernt verwandt ist Sanddorn.

Wildobst: Die Hagebutte (aid-Beitrag - http://www.aid.de/presse/presseinfo.php?mode=beitrag&id=3983 (nicht mehr gültig) (neu - aid aktuell 28.8.2013)  (09.09.2015)
Vitamin C-Kick aus der Natur. BZfE News 13.09.2017 -

"Als Hagebutte bezeichnet man die Früchte verschiedener Wildrosenarten. Vor allem Apfel- (Rosa rugosa) und Kartoffelrose (Rosa canina) liefern schmackhafte Hagebutten, die auch als Obstsorten kultiviert werden. Im Herbst leuchten die rundlichen bis ovalen Scheinfrüchte purpurrot an wilden Hecken und Sträuchern. Die Hagebutte ist eine alte Heilpflanze und gilt als "Vitaminbombe aus Mutter Natur". Das Wildobst wird vor allem wegen seines hohen Vitamin C-Gehalts geschätzt. Dieser kann - je nach Rosenart und Reifegrad - zwischen 400 und 5.000 mg pro 100 Gramm liegen und übersteigt damit den Vitamin C-Gehalt der Zitrone (51 mg/100g) und auch den des Sanddorns (200 bis 1300 mg/100 g) deutlich. Außerdem enthalten Hagebutten den roten Pflanzenfarbstoff Lycopin, der als Radikalfänger (Antioxidanz) wirkt, in hoher Konzentration. Die wilden Früchtchen sind reich an Vitamin B 1 und B 2, Provitamin A sowie Mineralstoffen (Eisen, Magnesium, Natrium, Phosphor), Pektin, Gerbstoffen und ätherischen Ölen. Schon die heilkundige Äbtissin Hildegard von Bingen beschrieb die süß-säuerlichen Früchte, die man im Mittelalter in Klostergärten anbaute. Der Tee aus den Hagebuttenschalen wurde damals bei Fieber und Infektionen verabreicht. Der Aufguss aus den Hagebuttenkernen ist als Naturheilmittel gegen Steinleiden, Harnwegserkrankungen und Rheuma bekannt. Das Mark der Hagebutte, die im Süddeutschen auch "Hiffe" genannt wird, findet in der Küche vielseitige Verwendung. In Form von pikanten und süßen Saucen passt es zu Fleisch- und Schmorgerichten, Wild, Gebäck und Nachspeisen. Auch zu Chutneys, Konfitüren und oder Likören verarbeitet, schmeckt das Wildobst hervorragend und eignet sich zum Abrunden raffinierter Füllungen. Frische Hagebutten kann man von September bis November am Wegesrand selbst ernten. Sie sind reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt und sich die Früchte leicht pflücken lassen. Die Verarbeitung der roten Ovale ist jedoch aufwändig. Denn nicht nur Blütenansatz und Stil müssen entfernt werden, sondern auch die im Inneren der Fruchtkapsel sitzenden Samen (Nüsschen) mit ihren Härchen. Diese reizen nämlich Haut und Schleimhäute und sind vielen aus der Kindheit noch bestens als "Juckpulver" bekannt. Zum Rohverzehr eignen sich Hagebutten daher nicht. Wer nicht "pulen" möchte, kann die Früchte mit wenig Wasser weich garen und das Mus durch ein Passiersieb mit sehr feiner Lochung streichen."   aid, Ira Schneider

Vitamin C Gehalt steigt bis zur Vollreife an; danach wird er wieder geringer. Bei unreif geerntete Früchten steigt beim Nachreifen der Vitamin C Gehalt kaum an.
(Glas,A.: Praktisches Handbuch der Lebensmittel. BLV, München, 1965, S.177-178)

http://nutritiondata.self.com/ Information über  "Rose Hip" bei  Nutrition Facts-Website

- Hagebutten bei Arthrose - Pharmazeutische Zeitung - link, sowie blog: www.hagebutten-info.de
Hagebutten bei Arthrose? ErnährungsmedizinBlog 12.01.2018 - nicht nachgewiesen, hat aber auf jedenfalls keinen Nachteil

- Hagebuttenpulver bei www.pharmawiki.ch -

dm-journal Alverde - Pflanzenportrait Hagebutte - Mai 2012, S.39
- Hagebutten - bei www.apotheken-umschau.de
- Hagebutten - bei Küchengötter
- Hagebutten - bei EatSmarter

Warum die Hagebutte gut ist? - link bei www.watson.ch - 12.02.2016

Stuttgarter Markt (Zeitung - 12.11.2008) - Hagebutte

Hagebutten-Marmelade - Hagenbuttenmark - Wikipedia
- Hägenmark selbst gemacht - Vaihinger Kreis-Zeitung, 29.09.2012
- Buttenmost (Schweiz) - bei www.kulinarischeserbe.ch
Hagebutten-Tee (getrocknete Hagebutten-Schalen)

- Hagebutte - im Grimm´schen Wörterbuch
- Hagebutte - im Krünitz-Lexikon

(weitere links zu Lebensmittel-Infos)

Brombach,C.: Die Superfoods des Winters. Ernährungs-Umschau 23.12.2015

Löser, E.+F.: Schlehen&Hagebutten. Demmler-Verlag, 2013

Das Lied "Ein Männlein steht im Walde" bezieht sich auf die Hagebutte. (Wikipedia)

- Hagebutten auf Briefmarken

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