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02/06/17

Flunder - Platichthy flesus - ein europäischer Plattfisch

Die Flunder (Platichthys flesus) ist ein Plattfisch aus den Küstengewässern Europas.
Die Flunder bevorzugt Brackwasser und verträgt auch Süßwasser. Bevorzugt hält sie sich in Flussmündungen, Fjorden und Buchten auf. Einige Exemplare wandern weit die Flüsse hinauf.
Der Name Flunder wurde – über das Niederdeutsche – aus dem Dänischen (flynder) entlehnt. Von Anglern und in der Umgangssprache wird die Flunder häufig als Butt bezeichnet, beispielsweise Elbbutt oder Weserbutt; sie ist aber nicht mit den Butten im wissenschaftlichen Sinne zu verwechseln.
Die Flunder hat einen stromlinienförmigen, ovalen, asymmetrischen, seitlich stark abgeflachten Körper. Die Körperbreite ist geringer als die halbe Körperlänge. Bei den meisten Flundern liegen die Augen auf der rechten Körperseite, bei einem Drittel der Exemplare allerdings auf der linken Seite. Flundern sind 25–30 cm (bis max. 50cm) lang und wiegen etwa 300 g.
Flundern leben an Sand- und Schlickküsten in Tiefen bis zu 100 Metern. Sie graben sich tagsüber oft oberflächlich in den Sand ein, nur die Augen schauen dann hervor. Nachts suchen sie nach Nahrung. Sie ernähren sich von Asseln, Flohkrebsen, Weichtieren und Borstenwürmern. Die Süßwasserpopulation frisst vor allem Zuckmücken- und Köcherfliegenlarven.
Zum Laichen wandern Flundern ins Meer. In der südlichen und südöstlichen Nordsee laichen Flundern von Februar bis Mai, vor der Küste des nördlichen Norwegens und der Halbinsel Kola von April bis Juni. Ein Weibchen legt bis zu 2 Millionen Eier, die einen Durchmesser von 0,8–1,4 mm haben.  Bei einer Wassertemperatur von 10 °C schlüpfen die Larven nach etwa einer Woche. Sie sind dann etwa 3 mm lang und leben zunächst pelagisch. Mit einer Länge von 7–10 mm setzt die Metamorphose ein und das Auge der zukünftigen Blindseite wandert auf die Oberseite. Während dieser Zeit migrieren viele Flunderlarven vom Meer mit Hilfe der Gezeitenströmungen die Flüsse hoch, wie zum Beispiel die Elbe. Hierbei spielt der Salzgehalt eine äußerst wichtige Rolle. Junge Flundern fressen anfangs winzige Krebstiere, wie Ostrakoden und Copepoden.
Flundern werden mit Schleppnetzen, Reusen und Stellnetzen als Speisefische gefangen. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Flunder in der Roten Liste gefährdeter Arten, allerdings wird sie derzeit als „nicht gefährdet“ (Least Concern) beurteilt. Sie ist eine weit verbreitete Art, für die keine bedeutenden Bedrohungen bekannt sind.

Informationen
Wikipedia - engl. European flounder -

Flunder ist Fisch des Jahres 2017. Pressemeldung bei www.bfn.de 11.11.2016 und Meldung bei www.dafv.de 11.11.2016


Flunder gibt es auf Briefmarken:
Alandinseln (Finnland) (MiNr.38-40; 01.03.1990) Fische. u.a. Flunder (Platichthys flesus)
Dänemark (MiNr.1725-28; 07.01.2013) Speisefische. u.a. Flunder (Platichthys flesus) (Abb)
Polen (Mi2616-23; 26.04.1979) 100 Jahre Sportangeln u.a. Flunder (Platichthys flesus)
Portugal (MiNr.3613-16; 07.04.2011) Wanderfische u.a. Flunder (Platichthys flesus) (Abb)
MiNr. 38 - 40 Finnland Alandinseln 1990, 1. März.

und verwandte Flunder:
Dominica (MiNr.1432-41; Block 190; 06.08.1991) Internationales Jahr der Alphabetisierung: Szenen aus dem Walt-Disney-Fim „Arielle, die Meerjungfrau“. u.a. Scuttle, Flunder und Arielle; Arielle und Flunder
Lesotho (MiNr.1369-1421 Block 139; 15.10.1998) Internationales Jahr des Ozeans: Fische aus Meer und Süßwasser. u.a. Winterflunder (Pseudopleuronectes americanus)
Malediven (MiNr.4492-4503, 24.01.2006)  Kinderzeichnungen u.a. Flunder; von Erica Malchowski (7 J.)
Niederlande (MiNr.3444-46, 01.02.2016) Schöne Niederlande: Fischerdörfer Volendam: u.a. Flunderboot „Kwak VD 172“
Sowjetunion(MiNr.5294-98, 05.08.1983) Speisefische. u.a. Sternflunder (Platichthys stellatus)
Turks- und Caicos-Inseln (MiNr.1483-92, Block 187; 11.10.1999) - 2. Internationaler offener Wettbewerb für Unterwasserfotografie.  u.a. Pfauenaugenflunder; Foto von Matthew Lynn (7. Preis)
Vietnam (MiNr.1272-79, 15.12.1982) Plattfische. u.a. Kakadu-Flunder (Samaris cristatus)

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