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Das ERNÄHRUNGSVERHALTEN von Menschen

Das Totalphänomen des Essens (bzw. der Ernährung) kann empirisch beobachtet werden. Die Erfassung und Erklärung des  Ernährungsverhaltens stellt  einen Hauptteil der Ernährungsforschung (Ernährungsverhaltensforschung) dar. Die Beschreibung und die Erklärung von Ernährungsverhalten ist Inhalt dieses Hauptordners; die Erfassung (die Methoden) des Ernährungshverhaltens werden im Methoden-Ordner beschrieben (ErnährungsverhaltensMethoden). Die Erkenntnisse zum Ernährungsverhalten dienen dazu (Bereich Public Health Nutrition ), die Wege zur Erreichung der ernährungspolitischen Ziele (dietary goals) effizient auszubauen.

Er beinhaltet die Theorie des Ernährungsverhalten i(z. B - Vortrag OLT) (Bereich der Ernährungsverhaltensforschung)

Das Ernährungsverhalten (Definition), also was ein Mensch isst, stellt zwar einen ganz individuellen Vorgang dar (SIMMEL) doch dieser  wird durch biopsychosoziokulturelle Bezüge wesentlich gesteuert. Die gesellschaftlichen Aspekte des Ernährungshandelns - werden im Bereich "Public Health Nutrition" abgehandelt

(OLT 134 - Übersicht 18 - Definitionen im Bereich Ernährungsverhalten - dazu Abb der Zusammenhänge) (CHART aus VL) (Verhalten allgemein - biologisch / Ernährungsverhalten - Handlungen / Ernährungsgewohnheiten / Nahrungspräferenzen / Nahrungsaversionen / Ernährungsmuster - dietary patterns / Mahlzeiten - Naschen - Speisen - Gerichte - Menüs /  ("die Küche" - Ernährungskultur)

Das Ernährungshandeln besteht aus einer langen Kette von einzelnen Handlungen, die über Zeit und Raum so im Ernährungssystem kooridniert sind - das alles bei dem Essen (der Mahlzeit) (POEM) zusammenkommt.

Die Informationsverarbeitung (analog dem Stoffwechsel) ist im "Hintergrund" kontinuierlich aktiv; aus den jeweiligen internen und äussren Konstellationen (Abstrakt - Determinante, Auslöser) (siehe EMSIG-Modell), entstehen die letzten Handlungsschnitte (der Nahrungskette). Mensch (denkt an, sieht, riecht usw. - die Speise, z.B. den Apfel) beginnt zu essen - nimmt einen Biß (Beissen) in den Mund - dann kauen und schlucken (Abb-Informationsverarbeitung). - Der Magen-Darm-Kanal ist immer noch stofflich gesehen - Teil des Äußeren - erst wenn die Stoffe resorbeirt werden, dann gehören sie dem Körper. Es ist jedoch das "Normale", wenn etwas geschluckt ist, dann ist es nur mit großen Aufwand wieder zurückzuholen (erbrechen /spezielle Situationen); normale Ausgang - A-Loch  Kann versuchen zu besdchleunigen / oder zu verzögern (Abführmittel / Verstopfung / Obstipation fordende Mittel).

Die Ernährungshandlungen können theoretisch ein Kontinuum sein; Größe des Bissens, Zahl der Kaubewegungen, wie schnell man schluckt usw. - in der Realität sind dafür "interne" (gewohnte) Größen (Strukturen) ausgebildet.  Mensch ist einen Apfel, ein Ei - und nicht beliebige Teile davon; es sei denn - es kommen bestimmte Faktoren dazu. Es schmeckt ungewohnt, man wird gestört (Notfall-Berufe), usw.

Charakteristisch ist der (irreversible) zeitliche Verlauf – Lebensstrom (BILD); der zwar einereseits genetisch (biologisch) programmiert ist, doch durch viele äußere Faktoren beeinflusst wird (die Vielzahl der Faktoren in – ABB Diehl – dargestellt). Die individuellen Lebensverläufe (Biographien) zeigen stabile Strukturen und Konstanzen der Strukturen (Homoetase; doch bedingt durch bestimmte Umwelt-und Lebenskonstellationen (Ereignisse, Life Events) ergeben sich kurzeitig flexible dynamische Phase.

(LISTE DER fAKTOREN DIE ERNÄHRUNGSVERHALTEN BEEINFLUSSEN)

Das Ernährungsverhalten verändert sich mit der Zeit; so ist es individuell mit den Lebensstufen (Ontogenese) verbunden. Es beginnt in der embryonalen Entwicklung (nutrition programming; epigenetic) und endet mit dem Tod. Das ist zeitlich begrenzt (die Lebensdauer). Die menschliche Gesellschaft ist auch in einem "historischen Fluß" - im Wandel der Zeit; mit diesen Prozessen (Phylogenese) gehen ebenfalls Veränderungen im Enährungsverhalten (Ernöhrungsgeschichte) einher. Diese erscheinen zwar langsam, sind aber stetig und deutlich festzustellen.

So zeigt sich, die Erfassung des Ernährungsverhaltens (Ernährungsverhaltensforschung) kann immer nur ausschnitssweise (Fluß-Querschnitts-Bild) erfolgen; und eine breite und intensive interdisziplinäre Zusammenarbeit ist ebenso notwendig, wie die Notwendigkeit Prozesse und Veränderungen zu verfolgen und zu analysieren, also ein longitudinales Forschungsdesign ist zwingend (OLT 227- KET- S.37).

Aus dem biopsychosoziokulturellen Grund-Modell des Ernährungsverhaltens (EMSIG) ergeben sich die Forschungsbereiche (Übersicht zur Ernährungsverhaltensforschung in Deutschland; IÖS-Studien; AGEVhttp://www.agev.net/wissenswertes/ev/ernaehrungsverhalten.htm - z.B. Gedrich), und damit auch die hier benutzte Gliederung.

Übersicht zu den Faktoren - Datei / INPUT-OUTPUT-Model /

Das Verhalten wird dabei (breit) biologisch definiert; wobei Stoff- und Informtiosnwechsel parallel laufen; es gibt vor der eigentlichen „Ernährung - Nahrungsaufnahme – Essen“ (INPUT-Faktoren) (Abb.18_OLT), und daraus ergeben sich Reaktionen (Funktionen der Ernährung; OUTPUT-Faktoren). Diese Verhaltensketten sind systemisch rückgekoppelt - Das Handeln (das Ernährungsverhalten) folgt bio-psycho-sozio-kulturellen Regelnetzen (Kreisen)

Die INPUT-Faktoren des Ernährungsverhaltens haben das
- biologisch-physiologische Regelzentrum (Hunger-Sättigung, usw,)
- körperliche Aktiität (Nahrungsbedarf)
- Lebensstil-Gesundheits-Verhalten
- psychologische Faktoren - Wahrnehmung von Informationen (Sinne) - Bewertung der Informationen - Geschmack - Präferenzen (Vorlieben/Abneigungen) - Einstellungen - Ernährungskommunikation - Ernährungswissen-Bildung-Kompetenz -
- Lebensräume (Mikroebene - Haushalt) - Wohung / Familie / soziales Netzwerl - Lebensraum (Mesoebene - Gemeinde) (Gemeinde-nahe Dienstleistungen; Nahrungsversorgung) - Mobilität (Biographie-Lebenstationen)
- Lebensräume (Arbeit, Ausbildung) (Arbeitszeiten, Arbeitspausen)
- sozio-ökonomische Faktoren (Beruf, Einkommen; Kaufkraft)
- soziokulturelle Faktoren (Kultur, Ethik, Religion)

Alle Einflussfaktoren wirken prinzipiell kontinuierlich, dies geschieht jedoch (da es Alltags- und Routinehandlungen, Gewohnheiten sind) quasi automatisch (und im unbewussten Teil unseres sensomotorisch-gesteuerten Verhaltens.). Wenn alles normal verläuft bemerken wir kaum solch ein Handeln, die Kontrolle wird uns dann bewusst, wenn etwas Besonderes ("merkwüridges") registriert wird (z.B. wenn im Apfel ein Wurm bemerkt wird.)

(Entscheidungen - rational - per Kopf (begrenzt) - gefühlt (per Herz, per Bauch) (emotional, intuitiv) (baut auf Erfahrung, Erkennen von Strukturen) - automatisch - per Hand)  (CHART - Kind vor Süßem und Obst)
Täglich bezüglich des Essens (200) Hunderte von Entscheidungen (Lit.:Wansink, B. & Sobal, J. (2007). Mindless Eating: The 200 Daily Food Decisions We Overlook. Environment and Behavior, 39(1), 106-123.)

Im Laufe der persönlichen Entwicklung (Ontogenese) entwickeln sich Stellgrössen (Determinanten;"Stellgrößen" Set-Points) (Kybernetische Regelkreise - z.B. Hunger-Sättigungsmodelle).  Wir empfangen (dauernd) Signale (aus der Umwelt) über unsere Sinne (Riechen, Sehen - überall ist Nahrung); denken an Nahrung (z.B. wenn wir fasten besonders). In diesem Informations- und Kommunikationsfluss gibt es Teile von geplantem Handeln, die alle zum Ziel führen - etwas zu essen. Die Mahlzeit wird organisiert. Bei dem Point of Eating - The Meal (POEM)  treffen sich die Handlungsketten (Nahrungsketten) über Raum und Zeit verteilt, mit den Raum und Zeitstrukturen unseres (Lebens) Tageslaufes (Mahlzeiten-Ordnung). Während traditonellen Ernährungsverhalten im landwirtschaftlichen Haushalt (Selbstversorger; Subsistenzwirtschaft) eine lange Handlungskette hatte; ist es heute in der Lebenswelt der industrialierten Geselschaft, die Kette vom Einkauf (POS - point of sale) bis hin zur Mahlzeit (bzw. den Ess-Situationen wie Naschen (von der Hand in den Mund), Essen im Vorbeigehen, u.a.)

So wird das Ernährungsverhalten (OUTPUT-Faktoren) teilweise als Einkaufsverhalten (Markt- und Verbrauchsforschung) beschrieben. Die Handlungsketten (die Verzeigung der Handlungsketten, der Entscheidungen zwischen Alternativen) gehen jedoch weiter bis zum individuellen Verzehr (Verzehrsstudien) (Nahrungsaufnahme; Mahlzeiten). Die Studien und Informationen zum Ernährungsverhalten können nicht total beschrieben werden; sondern sie werden (entsprechend dem Forschungsraum) untergliedert - nach Lebensmittelgruppen; - nach Menschengruppen ; - nach Umwelt (Settings, Lebensräumen); - nach Zeit (Tag - Woche - Saision). So kann es neben grossen Studien (Nationale Verzehrsstudie) auch kleine spezifische Untersuchungen (z.B. als Magisterarbeit) geben ("Zum Verzehr on einheimischen Frischobst durch Schulkinder in der Stadt XY im saisonalen Verlauf"; Wieviel Obst (Apfel, Birnen usw) essen Kinder (m/w ; 8-10 Jahren) zum Mittagessen in deutschen (bayerischen) Ganztagsschulen (an Wochentagen) im Jahr 2006 / und wieviel werden sie 2010 essen (Evaluierungs einer Aktion - usw.

(Strukturen - Ebenen - Zusammenhänge im Ernährungsverhalten)

relevante Publikationen.

http://www.agev.net/wissenswertes/ev/ernaehrungsverhalten.htm

GEDRICH K (2005):- Ökonometrische Querschnittsanalysen zum Ernährungsverhalten in Deutschland basierend auf einer Sandwich-Theory of Nutritional Behaviour und den Daten der EVS 1998". Göttingen : Cuvillier, 320 S. (zugl. Habil.-Schrift, Technische Universität München-Weihenstephan)  - http://www.wlh.wi.tum.de/Persons/Gedrich/index.html

Literaturlisten

Fachzeitschriften -

Forschungsinstitute

Weitere Informationen

 

Robert L Freedman: Human food uses : a cross-cultural, comprehensive annotated bibliography Westport, Conn. : Greenwood Press, ©1981 . GOTTLIEB, DAVID, AND Rossi, PETER H. A Bibliography and Bibliographic Review of Food and Food Habit Research. Chicago, U. S. Army Quartermaster Research and Engineering Command, Quartermaster Food and Container Institute for the Armed Forces,1961. 111 p. (Library Bulletin, no. 4.)

 

WORLD FOOD HABITS - English-Language Resources for the anthropology of food and nutrition - http://lilt.ilstu.edu/rtdirks/

 

 

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dort Übersichtsdokumentationen zu
Food Consumption trends and their drivers (input-Faktorn)
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